Gerade habe ich folgende Zitate gefunden:
Der Sinn des Lebens ist, in jedem Augenblick ewig zu sein. Die einzig wahre Unsterblickeit ist jene, die wir schon in diesem Leben vollständig besitzen können. Persönliches Überleben ist irreal oder wertlos. Was wir brauchen, ist ein tiefes, nicht ein langes Leben
(Kurt Schleiermacher)
Es hat keinen Sinn zu versuchen physisch unsterblich zu werden. Bedenken Sie das Wunder des Lebens an sich und sie werden sehen, daß Sie bereits angekommen sind. Wir brauchen eigentlich nichts weiter zu tun, als damit aufzuhören uns mit unserem Glauben an den Tod zu “töten”
(Fredric Lehrmann)
Diese beiden Zitate gehen meiner MEInung nach in die gleiche Richtung. Anstatt den nach Unsterblichkeit zu streben sollte man leiber das gegebene Leben möglichst intensiv leben. Sehe ich das richtig?

Eine Idee
Ich bin nur zum Teil deiner Ansich, denn die interpretation, ist interessant. Doch ich bin nicht der meinung, dass Unsterblichkeit, unerreichbar ist, ich bin sogar der Überzeugung, man kann Unsterblich werden. Nicht falsch verstehen, ich spreche nicht von körperlicher Unsterblichkeit, denn dies ist unmöglich, und falls es doch Möglich wäre, so ist die Vorstellung eines solchen Lebens, eher traurig. Was bringt es einem wenn man alle seine Liebsten verliert und auf ewig leidet. nein, ich spreche niocht von der Unsterblichkeit durch ewige Präsenz einer Hülle, Ich spreche vielmehr von der Unsterblichkeit des Geistes, von einer alles überdauernden Idee. Eine Idee, ob sie nun negativ oder positiv bewertet ist, bildet den Schlüssel zur Unsterblichkeit. Eine Idee kann eine Ewigkeit überdauern,und ist Beständiger als jeder körper. Jede Religion ist eine Idee und unsterblich. Es gilt also eine Idee zu finden um unsterblich zu sein.
Der mensch ist zum Sterben geboren, doch eine Idee ist für die Ewigkeit.
"Nichts auf der Welt ist so unmöglich aufzuhalten wie das Vordringen einer Idee."
(Pierre Teilhard de Chardin)
"Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Ziet gekommen ist"
(Victor Hugo)
Unsterblichkeit
Salve, Sabine!
Jepp, ich denke mit Deiner Interpretation liegst Du genau richtig und ich würde die Aussage beider Zitate auch sofort unterschreiben. Was bringt uns ein um zehn, fünfzig oder zweihundert Jahre verlängertes Leben, wenn viele nicht einmal die aktuelle Lebensspanne sinnvoll nutzen und in vollen Zügen genießen können.
Wenn man sich die Geschichten i.V.m. Unsterblichkeit einmal ansieht und den großen Block der etwas romantisch verzerrten Vampirmythen außen vorläßt, sind diese ja mitunter mehr mahnender Zeigefinger als das Hohelied auf das ewige Leben. Ob es die Sage von dem Mann war, der sich vom Teufel ewiges Leben schenken ließ aber zu erwähnen vergaß, dass er dieses Leben glücklich und gesund verbringen wollte über das in meinen Augen schön gezeichnete Bild im ersten (und einzig wahren) Highlander Film, in welchem der Protagonist Menschenalter um Menschenalter hilflos alle Menschen um sich herum welken und sterben sieht und daran schier verzweifelt...
Da hilft es doch, ab und an einmal innezuhalten, sich das Motto der "Dead poet's society" vor das innere Auge zu führen ... und im Idealfall sogar einen Teil davon im hektischen Alltag umzusetzen.
Und weil es so schön passt kommt jetzt abschließend noch ein sehr kontexttaugliches aber wohl nicht unbedigt ernst gemeintes Zitat von Woody Allen:
"I don't want to be immortal through my work. I want to be immortal through not dying!"
Na dann ...
Schmunzelnde Grüße
>> Jörgerix <<
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We are the music-makers,
and we are the dreamers of dreams,
wandering by lone sea-breakers,
and sitting by desolate streams ...
[ODE / Arthur O'Shaughnessy]
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