Wie hat sich die Gothic Szene verändert?

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Posted by schwarzmeister on 15. November 2008 - 10:59 in Eigener Blog

In diesem Jahr war ich so ziemlich auf allen großen Gothic Festivals in Deutschland mit der Kamera unterwegs. Dabei bin ich mit sehr vielen Leuten ins Gespräch gekommen. Immer wieder ist das Thema aufgekommen, dass sich die Gothic Szene in den letzten Jahren stark verändert hat - positiv aber auch negativ. Die "älteren" sehen die Gothic Szene teilweise nur noch als eine große Modenschau. Sie werfen den Gothics vor, keine richtig schwarze Einstellung zu haben, dafür aber umso mehr "seltsames" Outfit zu tragen. Das Outfit steht vor der Lebenseinstellung und dem tiefgehenden Beschäftigen mit den Songtexten und deren Aussagen.
Die Jüngeren lieben Ihre Outfits und tragen diese zur Show. Auf dem WGT war das sehr schön zu beobachten. Viele laufen den ganzen Tag auf dem AGRA Gelände auf und ab - immer auf der Suche nach dem nächsten Fotografen. Viele davon haben sich keine einzige Band angesehen!

Wie ist Eure Meinung zur Veränderung der Gothic Szene? Ich hoffe hiermit einen langen Beitrag starten zu können, indem sich hoffentlich besonders die "Urgesteine" der Gothic Szene zu Wort melden.

 

Lieben Gruß

schwarzmeister

Comments

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Gast on 29. June 2011 - 17:26
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Zustimmung

Ich habe gut 10 Jahre pausiert, was "schwarze" Clubs und Festivals anging und bin nun doch wieder durch Freunde wieder mehr in der Szene unterwegs und es hat mich ganz schön geschockt, wie sich alles verändert hat. Früher bedeutete Gothic für mich Neoromantik, Poesie, Tiefgründigkeit... heute ist, wie oben schon schön beschrieben davon kaum noch etwas zu finden. Die Songtexte sind extrem derb geworden, von Tiefgründigkeit keine Spur mehr. Von den Klamotten her geht der Trend klar richtung Cyberpunk, weg von langen walle-Gewändern...
Es ist oberflächlich geworden. Eigentlich hatte ich in der Gothicszene das gesucht, was ich in der "normalen" Gesellschaft nicht gefunden hatte.
Ich finde auch, dass man nicht jeden Tag "schwarz" herumlaufen muss. zB im Job geht es einfach nicht. Zudem kann ich eine "schwarze Seele" sein, ohne das jedem sofort über mein Äußeres auf die Nase zu binden.
Wie auch immer, anstatt transzendelle Romantik gibts heute einfach viel mehr Phrasen nach dem Motto "Leck sie, fick sie...." Nicht meine Welt

Georg on 31. December 2008 - 12:26
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Styling

so werde mich mal hier auch verewigen :)
Nun wegen Styling geb ich Plueschtier mal recht.
ich habe paar Tips für euch die ich im lauf meines Lebens aus Erfahrung gelernt habe.
Beurteile Menschen nicht nach ihren Äusseren
Lass die nicht von Klischeeurteilen davon verleiten
Schliesse nicht von dir aus auf andere
Zieh an was dir gefällt und nicht anderen
Musik die man hört hat nichts damit zu tun was für ein Mensch du bist
Lebe dein Leben wie du es kannst und es dir gefällt
u.s.w.
lernt doch erst mal die Leute kennen ,mit einer netten Unterhaltung z.B.
Ihr werdet euch wundern was da rauskommt
Mir ist egal wie jemand sich kleidet oder was für musik er hört
lasst euch doch nicht vom Äusseren täuschen oder vom ersten eindruck
Der Charakter zählt d.h. der Mensch an sich wenn ihr den kennt könnt ihr immer noch urteilen ob ihr ihn mögt oder nicht
von mir aus könnt ihr auch Heino hören und mit Hosen rumlaufen die bis zu die Knie durchhängen wenn der Charakter passt ist mir das egal :)
wie dem auch sei noch viel Spass hier beim Diskutieren
DK aus Nürnberg Georg

Asmodis on 31. December 2008 - 13:16
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Zustimmung

Meines Erachtens hast Du wohl den Kern getroffen. Leider möchte ich noch anmerken, dass sich die schwarze Szene leider in einem Punkt sehr zum Nachteil verändert hat. Mir ist aufgefallen, dass in dieser Szene die Menschen innerhalb der Szene immer mehr in Schubladen gesteckt werden und man teilweise keine Chance hat, aus dieser Schublade wieder raus zu kommen, da man eben gemieden wird. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, aber das war echt mal anders! Vielleicht denken manche Leute ja, sie seien etwas Besseres, weil sie vielleicht im sozialen Gefüge mehr vom Glück begünstigt waren (z. B. in einem wohlhabenden Haus geboren) als andere. Ich würde mir wünschen, dass sich dies wieder mehr in die vorurteilsfreie Gesinnung entwickelt, die einst die Szene ja ausgemacht hat! Aber so wie ich das sehe, wird dies wohl ein unerfüllter Wunsch bleiben!
Trotzdem dunkle Grüße an alle aus Lüneburg
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Des Vampirs Liebe ist rein, ehrlich, selbstlos, bedingungslos!!!

roterose83 on 8. December 2008 - 19:59
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Rollenspiel

So, um nochmal auf das von mir aufgeführte Zitat einzugehen:
(stammt übrigends aus Gothic 2 - Die internationale Szene aus der Sicht ihrer Macher)
Bin auch nicht der Meinung das Gothic ein Rollenspiel ist, fand es nur ziemlich treffend auf diese Diskussion. Eben diese besagten Leute, die möglichst cool aussehen und sich in den Vordergund drängen sind es, die mir vorkommen als wenn sie eine Rolle
spielen würden. Ich frag mich da oft, was übrigbleibt und ob Person und Charakter
auch ohne Styling noch das gleiche sind, oder ob jene sich nur hinter einer Maske verstecken um interessanter zu sein. Mehr Schein als Sein? Das ist es eben was
dir in der heutigen Gesellschaft vorgelebt wird.
Das es in diesem Rollenspiel keine Regeln gibt, das sieht man eben daran, das bei manchem leider jeglicher Stil verlorengegangen ist...
Was die innere Freiheit betrifft, da denk ich schon das der eine oder andere diese noch
findet, auch wenn er mal als `Poser`angefangen ist, da die Gothic-Szene ein sehr offenes, kreatives Umfeld ist in dem viel diskutiert und hinterfragt wird. Ich hoffe doch, dass das auf den Einen oder Anderen noch abfärbt.
Außerdem liegt die innere Freiheit für mich darin, als Person in Charakter und Geist soweit gefestigt zu sein, dass ich es nicht als Einschränkung betrachte, im Job andere Kleidung zu tragen als in der Freizeit.
Was das Argument von Schwarzkuttenträger betrifft, da muss ich sagen,
ich finde eine gewisse Neutralität im Beruf gar nicht so schlecht. Gäbe es da gewisse Regeln nicht, die einem selbst auch Respekt sichern, müsste man sich fragen wo die Grenzen anfangen und wo sie aufhören. Man stelle sich vor, der Chef ist nun Nudist, die Dicke aus der Buchhaltung rennt im Fetisch-Fummel rum und der Kunde wird zur
Vertragsunterzeichnung geprügelt, da kann jetzt zwar jeder seine Individualität ausleben, aber ob es das Zusammenleben dann auf die Dauer erleichtert, sei dahingestellt...
Gut das ist jetzt natürlich etwas übertrieben, aber ich denke man spielt nicht gleich eine
Rolle, wenn man im Job normale Sachen trägt, die können ja auch schwarz sein ;)
Liebe Grüsse,
Rose

Acid13 on 7. December 2008 - 14:53
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traurig...

im grunde genommen weiß ich dass ich mit meinen knapp 20 Jahren nicht "berechtigt" bin darauf zu antworten aber ich möcht auf mal meinen senf dazu geben...
ich finde es einfach traurig was aus einer einst melacholischen wave-szene geworden ist, schaut in die diskotheken, 80% junge Mädels mit plastikschläuchen und schweißerbrillen auf dem kopf die sich zu einem geblöke wie "fick mich" (groteseker weise sprechen diese leute oft noch von niveau mit dem sie ihrer meinung nach gesegnet sind) bewegen wo man sich dann doch fragt "Krampfen die alle oder ist das ihr Tanzstil".
Das ganze mutiert langsam aber sicher zur techno-szene hin - drogen und ficken - gerade in diesem jahr haben sich immer mehr und mehr widerwertigkeiten aufgetan die mich wirklich ins grübeln bringen.... vom exzesiven drogen konsum über sexuelle akte in schwarzen diskos ist alles dabei.
Und dann das ständige schaulaufen, ich habe ebenfalls mit einigen leuten zu tun gehabt die auf dem WGT den ganzen tag damit verbracht haben outfits zu wechesln um sich auf dem agra gelände zu presentieren...

Grüße,
Chris

nihil on 30. December 2008 - 22:24
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Entwickelt sich ja in 2

Entwickelt sich ja in 2 Richtungen, einmal die ganzen "wir wären gerne industrial und schaffen es nicht weil wir keine ahnung haben" Leute, die mit Techno soviel zu tun haben wie Weisswurst mit Schnitzel, diese Menschen stören mich aber persönlich eher weniger, mit denen kann man wenigstens noch begrenzt Spass haben.
Viel schlimmer dagegen find ich die ganze "Stock im Arsch" pseudo Neofolkfraktion, mit latent rechten Tendenzen und nicht genug Arsch in der Hose um dazu zu stehen. Mit diesen Leuten kann ich kein Spass haben und da hört bei mir die Toleranz auf, sowas will ich nicht sehen wenn ich weggehe und auch nicht hören, aber leider ist das ja den meisten Leuten auch egal sowas, aus diesem Grund geh ich nur noch selektiert weg.

Schwarzkuttenträger on 31. December 2008 - 0:06
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Ja du sagst es, bin jetz

Ja du sagst es, bin jetz auch nich der Cyberfän aber man kann mit ihnen dennoch spass haben und zwar leider sich nicht mit allen über niveauvollere themen unterhalten kann, man kann sich aber immerhin mit ihnen unterhalten, was ich wesentlich schlimmer finde sind die wie du sie nennst Neofolk- Gothics die Alles andere außer ihre mittelalterliche rockmusik verabscheuen und nicht als Gossik sehn. (Nicht unbedingt rechts meiner erfahrung nach aber diese gibt es definitiv auch). Die teils so arroganten Leute die wirklich alle Goth Klischees bestätigen und das wort Toleranz grosscchreiben wollen es aber nichtmahl ohne rechtschreibfehler hinkriegen -.- (Nach dem Motto: Toleriert mich, ich tolerier euch aber nicht.) (kannst auch toleranz durch akzeptanz ersetzen)

Und dass es überhaupt Rechtes Gedankengut in der Schwarzen Szene gibt ist echt erstaunlich. Eigentlich Traurig da es sich ja doch schon sehr damit widerspricht.
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Ihr lacht über mich weil ich anders bin,
ich lache über euch weil ihr alle gleich seid.

Plueschtier on 31. December 2008 - 0:37
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Faszination Styling

Ich finde es doch recht interessant, dass hier so viel Wert darauf gelegt wird, sich in einer Disco (!) mit Anderen wirklich niveauvoll zu unterhalten. Kann schon mal vorkommen, aber das ist ja wohl im allgemeinen eher die Seltenheit. Ich glaube nicht, dass hier so viele Leute in Clubs / Discos gehen, um angeregte Konversationen zu führen. Da wäre dies doch wohl eh der falsche Platz.

Nun also, warum schließt man einzig vom Styling her, auf den Intellekt einer Person? Wie kommt man zu der Aussage, dass alle "Cyber" dumm seien, oder man mit ihnen kein Gespräch führen könnte? Das sind im Schnitt eben die gleichen Leute wie in Anderen "Gruppierungen" auch, arbeiten, studieren oder sind Hartz IV Empfänger. So wie eben auch fast überall anders.
Brotfachverkäuferinnen und Hauptschulabgänger findet man auch unter den "alten" und "richtigen" "Gothics". Wie also kommt man zu der Behauptung, dies allein auf Plastik im Haar reduzieren zu können? Sich z.B. das Gesicht weiß zu Pudern und für einen Vampir zu halten ist auch nicht unbedingt besser. ;)

Es erscheint mir da doch etwas kurzsichtig, allein vom Aussehen, oder der Tanz-Musik auf die geistige Reife, den Intellektuellen Standpunkt oder vielleicht sogar das geistige Niveau schließen zu wollen.

Mich stört da so arrogantes Getue der Windel-Träger-Fraktion (diese leichten Mädchen, die ihre Unterbekleidung vergessen beim ausgehen) viel mehr, bzw allgemein das herabblicken auf alle die in den Augen der "aufgebrezelten" (mal abgesehen davon, wie peinlich einige dabei aussehen), die nicht so "mega cool" sind. Da wird geschubst auf Tanzflächen, in Arroganz gebadet, Waschbecken der Spiegel wegen blockiert und keine Rücksicht genommen. Ach ja, das Wort nennt sich ja gemeinhin "Tussi" und die haben auch bei den "Gruftis" Einzug gehalten. Das stört mich um einiges mehr als Plastikschläuche, die bei lauter Musik nicht über politisches Geschehen debattieren wollen. ;)

Fazit: Es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber auch nicht alles was glänzt unbedingt beschränkt. ;)

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- www.pluetopia.de -
>>Some men just want to watch the world burn.<<

Schwarzkuttenträger on 7. December 2008 - 15:29
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Ich finde es Schade das

Ich finde es Schade das viele Leute (auch du) ständig verallgemeinern. Natürlich gibt es solche Leute, doch sind das noch lange nicht alle, und noch lange nicht alle junge Mädels mit Plastikschläuchen sind so wie du sie beschreibst. Das ist zurzeit eine Modebewegung und selbst einige alteingessesene machen diesen "Trend" ein wenig mit, oder gar Leute die ausschlieslich Mittelalter Rock hören kaufen sich eine Schweißerbrille.

Und Niveauvollen Electro (Dark Electro, Harsh Electro, Industrial, EBM, TBM) gibt es immernoch genug, nicht nur so oberflächlich kritische Bands wie Agonoize o.ä.
Drogenkonsum? Hab ich noch nie was mitbekommen. Nicht einmal bei den verpönten Cyber´s.

Melancholische Szene, naja wie man es nimmt, nicht alles an der schwarzen Szene war damals melancholisch, wenn man einfach mal bedenkt dass sie aus der Punk Szene entstanden war. Und auch den Zweck hatte sich von der breiten Masse abzuheben. Durch anderes aussehen, andere Weltanschauung, andere Musik usw... Und das passiert doch heute immernoch. Sicherlich nicht bei allen. Aber deine genannten 80% der allgemeinheit. Und diese 80% der Cybers, also alle davon, sind so oberflächlich und dumm? Nein, dem kann ich auf keinen Fall zustimmen.

gnark on 8. December 2008 - 16:24
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bei unserem letzten besuch

bei unserem letzten besuch im koma habe ich sämtliche vorurteile zu diesem cybertrend bestätigt gesehen. leider. da sind mir vor allem zwei arme karnevalsfiguren aufgefallen, wo einfach alles zu spät war. das hat auch nichts mit tolllllllllleranz zu tun, sondern einfach mit niveaulosem dummgepose. da ist dann auf der tanzfläche beim tanzen und spaß haben jemandem sein komischer led-handschuh kaputt geschlagen und ist aggressiv auf meine freundin losgegangen, was ich mal extrem uncool fand.

@acid13: bei der verdammung des drogenkonsums wäre ich vorsichtig, denn ein großteil aller "alten" und großen bands, die man so heute schätzt haben sich nicht nur das gesicht, sondern auch die nase gepudert.

generell mich kotzt dieses schaulaufen einfach an und diese gehirnamputierten volltrottel mit fahrradlampen an den armen, denen man von mancher seite aus den hof macht, weil sie aus dj sicht am einfachsten zu begnügen sind und man mit dem gestampfe immer mehr leute mit etwas anderem geschmack aus den vermeintlichen "wave"-diskotheken vertreibt

Acid13 on 11. December 2008 - 13:10
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Musiker und drogen ist ja eh

Musiker und drogen ist ja eh so eine sache, bei Fields of the Nephilim hab ich seit jahren schon den verdacht dass das kein Mehl ist was da auf der kleidung ist :D

Ne also ich finds wirklich blöd, die leute kommen auf XTC, Acid, whatever... Es muss einfach nicht sein...

Gerade das Koma kommt mir persönlich immer sehr entgegen.
Underpass ist immer zu 100% Cyberfrei, Pop&Wave ist auch sehr angenehm genauso wie Rhythmic Revolution mit der Plue.

Und Deppen sind überall, in Zapfendorf gibts auch so einige bei denen ich mich nicht mich nicht trau würde ihnen mal den kopf anzustupsen... nicht dass auf grund des hohen ausendrucks und den unterdruck innen noch der ganze kopf implodiert...

gnark on 11. December 2008 - 14:30
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*g* naja ich bezweifle, dass

*g* naja ich bezweifle, dass rozz williams, david tibet, nick cave, blixa bargeld und und und die gleiche musik ohne drogen gemacht hätten, für die man sie auch nach 20 jahren noch liebt, weil es einfach sperrig und durch den wind ist.

das mit dem mehl...wäre ein bisschen teuer ;)

naja cyber ist nur ein teil der leute, mit denen ich nicht wirklich was anfangen kann, mir sind viele menschen einfach zu plumb und eindimensional - egal wo man in der "schwarzen szene" hinschaut ist alles verflacht, entweder das abfeieren des ewiggestrigen oder nur noch "paaartyyyyyyy"-attitüde. jedes wochenende fasching und aufgesetztes rumgepose.

kein wunder, dass bands und musiker die man früher noch zu recht einfach ausgelacht hat (ohne große diskussion: von thronstahl) plötzlich hip werden, weil sie ja ach so subversiv sind. diese ganze aufkeimende deutschtümelei im folk-sektor ohne irgendwelche hintergründe, kombiniert mit unterdurchschnittlichem geklampfe und lächerlichen drummern findet man plötzlich cool. gumba? das ist alles echt traurig

Acid13 on 11. December 2008 - 21:15
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Ja da hast du vollkommen

Ja da hast du vollkommen Recht.
Von Thronstahl, Di6 ect ist halt auch irgendwie "in", find aber ehrlichgesagt nicht schlecht, ich mag die musik... Musik einfach mal Musik sein lassen und nicht nur auf politische meinungen fixieren.

Achaj wenn ich da grad an David Tibet denk bin ich für "alle macht den drogen"

gnark on 12. December 2008 - 14:27
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du vollziehst genau den

du vollziehst genau den fehler, den ich meine. Di6 sind streitbar, subversiv und mittlerweile etwas durch. von thronstahl hingegen sind ideologisch durchtränkt, musikalisch mittelmäßig und einfach nur lächerlich (ich empfehle hierzu mal die website von herrn klumb) und alles andere als streitbar.

bei VT kauft man ideologie schlichtweg mit und ist daher für mich nicht verwertbar, weil es eben konträr zu dem apocalyptic folk steht, den ich schätze

Schwarzkuttenträger on 8. December 2008 - 16:53
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Koma

stimmt schon dass da einige sehr niveaulosen Menschen dort sind wobei ich zugeben muss dass ich mich auch ab und zu mit solchen Leuten abgebe, sind vielleicht nicht die intelligentesten, aber dennoch immernoch nette leute mit denen man feiern kann (aber halt leider auch nichts anderes =( )

Und ich finde vor allem im Koma dass es massenweise Leute gibt auf die all die hier genannten schlechten Eigenschaften zutreffen die nichts mit Cyber zu tun haben. Zumindest eigentlich nicht, wenn dieser Modetrend nicht wäre und alle langsam nachziehen würden.......
Und ja da gibt es viele Idioten, aber auch genug Leute die total in Ordnung sind. Nur wie überall fallen die schlechten Beispiele am meisten auf!

gnark on 8. December 2008 - 16:57
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erm, das war jetzt aber

erm, das war jetzt aber nicht gegen das koma gerichtet, sondern halt ein tatsachenbericht, da wir extrem selten weggehen und das das letzte mal normal halt im koma waren und ich da außerhalb des wgts das erstemal mit cyber-leuten zu tun hatte bzw. haben durfte ;)

Schwarzkuttenträger on 8. December 2008 - 17:05
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^^

damit war nicht nur koma gemeint sondern allgemein die bekannteren Treffplätze der schwarzen Szene.....

Wo sind die ganzen Intellektuellen unter anderem einige die hier posten?
Entweder man trifft solche nicht in bekannteren Treffplätzen an oder man bemerkt sie nicht da sie nicht negatief auffalen und somit nicht im gedächtnsi heften bleiben.

Der-Wanderer-666 on 29. November 2008 - 7:54
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Ist das traurig!!!

Was waren das doch für schöne Zeiten.Wo man sich getroffen hat um einfach Spaß zuhaben.Ich war in den Neunziger sehr oft auf dem Rot Schwarzen Treffen auf der Kölner Domplatte. Da hat man sich noch unterhalten, ein paar Bier getrunken, und sich über die Normalos lustig gemacht. Und jetzt? Wenn Du nicht eine bestimmte Marke trägst wird man schon wie ein Aussetziger behandelt. Einfach nur traurig. Deshalb.
Zurück zu den Wurzeln!!!
Schwarze Grüße
Der-Wanderer-666

Schwarzkuttenträger on 1. December 2008 - 15:32
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Sehr Konstruktiver Kommentar

Sehr Konstruktiver Kommentar -.-
Wird das heute nichtmehr getan? Und das mit den bestimmten Marken, Nein sogar in Zeiten in denen Aderlass einen großteil der Szene beeinflusst ist es nicht cooler Markenklamotten zu tragen als normale oder gar selbstgemachte. (Meine Erfahrung)

Mittlerweile wird sich mehr über andere Szenenangehörige mehr lustig gemacht (In Fachkreisen auch lästern genannt) als über "Bunte". Das ist echt Schade.

schwarze sonne on 27. November 2008 - 17:24
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hm...

Ich bin nicht der Ansicht das die " Alten" die "Neuen" aufklären sollten, da ich finde, das Goth sein für jeden etwas anderes bedeutet und das jeder eine andere Einstellung dazu hat. Ein jeder hat eine andere Definition und denkt anders darüber. Ob es nu eine Lebenseinstellung ist oder nicht, das muß doch jeder für sich selber entscheiden. Wenn jemand Aufklärungsbedarf hat, bin ich der Ansicht das er in der Szene falsch ist. Heutzutage wird die Bezeichnunung "Goth" soeieso verunstaltet und so gebogen wie es jeder braucht... Wo sind die alten Ideale? Ich hatte mit Leuten zu tun bei denen ich mich echt frage... Was wollen die? Von nix´ne Ahnung aber´ne große Fresse und alles besser wissen wollen.
Aber dennoch denke ich das ein jeder seine eigene Vorstellung von dem hat was Goth sein für Ihn bedeutet... und das ist auch gut so.

RTale on 26. November 2008 - 22:03
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Veränderungen sind Anzeichen eines lebenden Organismus

Hier wird viel gewettert und viel Gutes ausgesprochen. Tatsache ist doch, dass eine Szene sich verändern muss, wenn sie nicht aussterben soll. Unsere Szene ist eine freidenkenden, dynamische und sub-kulturelle Erscheinung UND ich muss sagen, dass ich um jeden "Schwarzen" froh bin, den ich so antreffen. Weiter so - lebt das, woran ihr glaubt und zeigt es, weil es ein Teil von euch ist. Die sogenannte Szene hat sich schon so oft verändert, dass ich ehrlich gespannt bin, wann wir wieder da ankommen, wo wir uns WAVER nennen. Das war es doch ursprünglich, der New Wave mit seiner Gegenbewegung zum Pop. Während die "Anderen" bunt und oberflächlich waren, wollten wir Tiefgang zeigen und bewußt Schwarz tragen, weil wir mit unseren Gedanken und unserem Lebensstil weiter als sie gingen - Grenzen überschritten und wieder zurückkehrten (ich rede nicht von Drogen). Ich glaube dass es auch damals Mode-Goth´s gegeben hat - und das braucht die Szene, denn auch die Menschen, die aufgrund des Outfits davon fasziniert sind, gestalten die Szene mit. Sie leben den "WAVE" auf ihre Weise - macht alle miteinander weiter so. Im Grunde sind wir nämlich einses, Menschen, die den NEW WAVE weitergetragen haben. DANKE an alle, die dazukommen und DANKE an alle, die seit den 80er dabei sind.
Robert Tale

roterose83 on 25. November 2008 - 18:21
Bild von roterose83

Gothic

Hab grad ein passendes Zitat für diese Diskussion gefunden:

Gothic ist das größte Rollenspiel, das je gespielt wurde, weltweit.
Es gibt keine Regeln. Dieses Spiel ist offen für alle.
Es hilft dir, deine innere Freiheit zu entdecken.
-Jyriki 69-

Liebe Grüsse,
Rose

Schwarzkuttenträger on 1. December 2008 - 15:38
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Rollenspiel?!

Gothic ein Rollenspiel? Also ich sehe Gothic nicht als eine "Verkleidung" oder ein Idealbild an was (wie) ich gerne sein würde und verstelle und verkleide mich. Nein das ist ganz und gar kein Rollenspiel sondern das Normale Leben, jeden Tag in seine Rolle als Angestellter, Arbeiter sonstwas schlüpfen um Geld zu verdienen und nicht gefeuert zu werden. Das ist ein verdammtes Rollenspiel.
Offen für alle? Näh dazu muss man meiner Meinung nach ne Portion Selbstbewusstsein, kritische Einstellung und den Drang anders zu sein haben.

Es hilft einem die Innere Freiheit zu entdecken, es ist Schade wenn es so rum läuft, man entdeckt Gothic und damit seine Innere Freiheit. Eigentlich sollte man diese Entdecken und damit zu Goth finden. (Aber wie man sieht ändern sich die Zeiten, was wieder sehr schön zur Diskussion passt)

Es gibt keine Regeln... Naja die gibt es wenn auch in anderer Form als "Regeln" es sind stille ethische vereinbarungen und zum Teil auch Kleidernormen (über letzteres lässt sich streiten).

Also meiner Meinung nach sehr schlechtes Zitat.^^

gnark on 1. December 2008 - 16:19
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sorry, subtrahiere bei

sorry, subtrahiere bei einigen leuten ihr outfit und übrig bleibt steuerzahler xy. nimm jemandem seine leds und goggles weg und übrig bleibt ein häufchen identitätskrise

Schwarzkuttenträger on 1. December 2008 - 17:07
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Einige

Wie schon gesagt es gibt einige Leute, deswegen sind es noch lange nicht alle, in der cyber szene leider gehäuft ,die keine Ahnung haben, merk ich doch selber, doch haben in der Seibär Szene und auch in anderen Teilen Leute die sich rausputzen trotzdem eine gesunde Einstellung und Hintergrundwissen usw... usf....
Also sind schon einige, aber denke eher ein geringerer Teil (die schlechten Beispiele fallen am meisten auf, ist einfach murphys law).
(Und ich kann das Reply dazu auf meinen Post nicht ganz nachvollziehen)

gnark on 1. December 2008 - 22:37
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du bist auf jedenfall

du bist auf jedenfall endlich mal wieder jemand der nachdenkt. das ist selten :)

Schwarzkuttenträger on 2. December 2008 - 20:40
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Danke

Danke, aber ich kann nur dasselbe von dir behaupten ist leider selten dass sich mal jemand genügend mit dem Thema auseinandersetzt und sich dann vor allem auch die Mühe macht es auszudiskutieren und seine Meinung anderen mitzuteilen.

Silence on 23. November 2008 - 18:19
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Und ich geb auch noch meinen Senf dazu ab...

Also ich habs jetzt nicht alles gelesen...erstmal freutmich, dass hier mal wieder etwas los ist!
Und nun zum Thema: Ich bin eine dieser jungen (18) und keine Ahnung von irgendwas habenden Menschen. Also kann ich leider gar nicht beurteilen wie sich die Szene verändert hat, aber (villeicht auch ein regionaler Unterschied?) hier in München fällt mir immer wieder auf, dass das Alter keine Rolle spielt, neulich meinte eine Freundinn: heute sind wir aber eine ganz junge Gruppe (17-24 Jahre alt und noch eine 27 jährige dazu) da ist mir erst aufgefallen, dass ich durchaus auch 30 und mehr jährige Freunde habe und auch einen 46 Jährigen, der mir und einer Freundinn dadurch, dass er uns einfach mitgenommen und vorgestellt hat in einen Teil der Münchner Szene "reingebracht" hat. Allerdings höre ich die Musik nur zum weggehen, sosnt eher Metal, Mittelalter oder Punk/Ska. Aber ich mag die Menschen aus der Szene, es macht Spaß sich mit ihnen zu unterhalten.
Noch etwas zum äußeren: wer mit einer Nähmaschiene umgehen kann ist klar im Vorteil: einmal weil ich nicht so aussehen will wie jeder, aber auch weil ich oft nicht das finde was ich suche...

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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Guten Appetitt!

schwarzmeister on 22. November 2008 - 13:51
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Euer Wunsch ....

.. ist mir Befehl.

Auf vielfachen Wunsch habe ich diesen Beitrag noch einmal ganz nach vorne gezogen!

Herzlichen Dank für die vielen Meinungen!

Euer
schwarzmeister

Ala on 21. November 2008 - 17:59
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die ewige Diskussion..

Ich möchte mich hier auch kurz miteinschalten und einen Beitrag leisten zu dem schwierigen Thema über die Gothic-Frage.
Es ist interessant zu sehen, was für einen Generationskonflikt es in der Szene gibt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. (Diejenigen, die die Ursprünge miterlebt haben, die nachfolgende Generation und die jüngste Generation der Jugendlichen)

Wobei das etwas natürliches ist, denn die Schwarze Szene ist nunmal keine Jugendszene und man muss sich damit abfinden , dass es in ihr alle verschiedenen Altersklassen gibt, deren Angehörige zu anderen Zeiten geboren sind und somit auch mit anderer Musik aufgewachsen sind.
Oder wäre es besser, wenn die Szene langsam sterben würde ohne Nachwuchs?!

So viel zum Thema die heutige Auffassung von Industrial und der eigentliche Ursprung aus den 60ern, den die neue Generation natürlich nicht mitbekommen hat und stattdessen erfährt, dass Combichrist, Suicide Commando, Agonoize zu Industrial gehören.
Doch sollte es kaum einen wundern, wenn auf Clubevents eine sogenannte "industrial Night" stattfindet und man u.a. die oben genannten Bands und Musikrichtungen zu hören bekommt statt Throbbing Gristle und die anderen wahren Industrialstücke.
Aber wer würde solch ein Event "TBM, Harsh Electro, AggroTechno,usw. Night" nennen, wie man es eigentlich tun sollte?
Und warum heißt ein Lied von Combichrist "Sex, Drugs & Industrial"?
Da ist es doch kein Wunder, dass der neuen Generation klar wird, dass diese Musik ebenfalls als "Industrial" als Oberkategorie genannt werden kann, und sich die älteren Szenekenner über all die Szenenverschmutzer aufregen, die den wahren Industrial nicht kennen.
So viel zu diesem Thema.

Auch zu dem neuartigen Trend der Cybergoths muss ich mich äußern, weil ich persönlich keine Gegnerin der neuen Bewegung bin und selbst gerne mit Cyberloxx in den Club gehe, u.a. die Musik höre und in der Richtung Kontakte habe.
Ich weiß, sie genießt einen schlechten Ruf unter alteingesessenen Goths oder unter den klassischen, gotischen, düsternen Goths, die mit dem totalen Gegensatz des Cybers nicht zurecht kommen.
Wobei die Meinung manchmal auch leider zurecht entsteht. Viele Cyber Goths sind oberflächlich, arrogant, einseitig interssiert und leben in ihrer eigenen Party/Clubwelt.
Doch wenn man hinter die Kulisse schaut, hören viele nicht nur die Bum-bum Klänge sondern auch typischen Goth oder Mittelaltermusik ganz gerne. ( zumindest habe ich das öfters mitbekommen)
Auch sind sicher die meisten aus dem typischen Goth Schema in die Cyber Goth Szene umgestiegen, und nicht aus der Raver Szene, wie man oft behauptet.
Wäre denn nicht für einen gewöhnlichen Raver EBM, Industrial, usw. viel zu polit-, sozial- und religionskritsch aufgebaut?
Ein Unterschied ist auch, dass Cybers die aktivsten Menschen in der Szene sind, wenn es um Partys, Spaß, usw. geht und sich auch dadurch einen schlechten Ruf als "dumme Technohüpfer" erhalten haben.
Dabei sind sie oftmals freundlicher und offener als jeder andere Goth, der sich nicht mit der dummen, jüngeren Generation abgibt und sich über den Wandel beschwert.
So denke ich, dass man Cybers in den Clubs ruhig akzeptieren sollte, denn es sind nunmal Diskotheken zum "feiern" und man sollte nicht erwarten, dass man bei lauter Musik ein gehobenes Gespräch anfangen kann, sondern das lieber für die Kneipe oder ein privates Treffen verschieben sollte.
Also könnte man sagen, dass sie die beschränksten und unpassendsten "Szenemitglieder" sind, aber dafür welche die wissen, ihr Leben zu geniessen und sich nicht um das Abstoßen von den Szenenmitgliedern scheren.
Aber auch ich bin sehr zwigespalten über dieses Thema und kann die Wut vieler verstehen und nachvollziehen, die sie gegen die neonfarbenen Cybers haben.
Doch trotzdem sollte man sie Akzeptieren und sich nicht ständig beschweren, denn man muss sagen, dass Nürnberg kein Vergleich zum Ruhrpott ist, was die bunte Cyberszene betrifft sodass bei uns der "Virus" noch nicht eingetroffen ist.
Und es gibt noch genung die nicht dem Klischee entsprechen , sodass man mit einem Cyber ebenfalls ein gutes seriöses Gespräch führen kann.

Was das Schaulaufen auf Festivals betrifft..
Wie schon im Post unter mir geschrieben wird: War es nicht schon immer so?
Natürlich sind die Dimensionen um einiges größer, teurer, auffälliger doch da sich die Menge der Festivalbesucher verdoppelt hat, hat sich auch die Menge der auffälligen Stylings verdoppelt um in der schwarze Masse trotzdem noch seinem Motto treu "individuell" zu sein.
Es ist hübsch anzusehen und ich persönlich empfinde es auf Festivals als Gefühl " sich ausleben" zu können.
Wo man im Alltag sofort als psychisch Gestörter (mit Absicht übertrieben) gelten würde, kann man sich auf dem Festival sogar erfreuen, Bestätigung durch Komplimente oder Photgrafien zu erhalten.
Ich denke da spielen Minderwertigkeitskomplexe und Oberflächlichkeit ebenfalls eine große Rolle, aber der Ursprung ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Wobei man manchmal wirklich sagen muss, dass je weniger man gestylt ist, desto mehr Hintergrundwissen zur Szene hat man.
Schade, dass bei all dem der kreative, selbstgestaltlerische Gedanke verloren geht, und die meisten sich ihre Klamotten im Internet bestellen.
Mir macht es Spaß, Outfits selbst zu designen, zu kreieren und sie dann zu tragen.
Trotzdem muss man sich doch immer im klaren sein, dass all die Schauläufer am WGT oder anderen Festivals niemals genauso im Alltag aussehen und sich dann kaum von den anderen Szenenangehörigen in Sachen Klamotten unterscheiden.

Ich hoffe ich habe niemanden angegriffen sondern auch die anderen Seiten von kritischen Themen zeigen können, denn es gibt so viele Menschen die vieles nicht hinterfragen und den gegenüberliegenden Aspekt nicht betrachtet.

mfg

WinterMoon on 21. November 2008 - 17:25
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keine ahnung von nichts aber dennoch goth???

ich habe nun aufmerksam die thematik gelesen (vieleicht nicht alles begriffen aber das macht ja nichts-hoffe ich) ich mit meinen knappen 25 bin ja nun auch recht jung, aber dennoch möchte ich mich da auch mal mit einklinken. da mir eine textzeile von Pluestier recht gut gefallen hat!!!
da sich hier ja nun irgendwie der streit um die musik frage dreht möchte ich nun mal beginnen:
ich bin ehrlich, ich bin auch nicht wirklich die, die einen wirklichen plan von der musik hat, aber es ist nun nicht so das ich mir nicht die mühe mach auch mal bei andren in die cd schränke zuschnuppern. das liegt aber allein daran (und das ist eigentlich mein kern meiner legende) ich war zu schulzeiten schon immer ein aussenseiter(nein ich erzähl und heul nun nicht wie scheiße ich es hatte) und daher war mein bestreben immer anders zusein wie alle andren. wärend die mädelz hinter backstreetboys und so nen kram herhechelten wollte ich was anderes -wusste nur nie woher und was genau- nun gut, schwarz fand ich schon immer toll und daher freute ich mich als mir irgendwer einen schwarzen rollkragen pulli zuspielte -dazu eine ausgeblichene schwarze jeans und ferig war mein erstes gothic outfit!!! in der schule galt ich dann als satanist (tja 10jährige haben halt noch keine ahnung-aber egal). auf einer messe kaufte ich mir dann einen pentagram anhänger den ich stolz um meinen hals trug (heute ziehrt dieser platz ein großer skorpion) nun gut, weiter, später (mit 13) traf ich ,dank meines ersten freundes, auf Böhse Onkelz und fast gleichzeitig auf Rammstein und so war mein weg ein wenig mehr geebnet! doch trotz allem fand ich nie freunde in der gothic szene und blieb daher mit mir , rammstein und den onkelz allein. dann mit 16 lernte ich dann einen kerl kennen der mir dann bands wie mirillion, NIN, the cure und depeche mode etwas näher brachte und ich fand es gut und bekam meinen ersten Orkus sampler. später dann fingen wir dann an regelmäßig (und ungeschminkt) in schwarz zu gehen, kauften uns schwarze mäntel etc und schockten die raver in der techno disco. nun gut- zwischenzeitlich verlaufen in der zeit der raver lies ich mich breitschlagen und ging öfter mit in techno discos im feieroutfit. was zur folge hatte das ich da auch nicht wirklich anerkannt wurde da ich einfach schlicht gegen drogen bin naja und dann wieder back to the roots -immer schwarz dennoch unauffällig-. konntakt zu gothics hatte ich bis zu dem zeitpunkt als ich diese seite fand wahrlich nicht, denn wie schon erwähnt sind viele sehr arogannt und erkennen ihre eigenen leute nicht wirklich an. macht aber nix, da ich eh eher der einzelgänger bin. nun gut ende dieser geschichte: ich habe viele nette leute hier im treffpunkt kennenlernen dürfen die mich mit zu ihres gleichen zählen und daher habe ich auch die chance bekommen was anderes zuhören als nur blutengel und in strict confidence. aber dennoch ist es ja so, nicht nur die liebe zum schwarz ist mein bestreben gothic zusein sondern wie es eben bei allen hier ist eine einstellung und das was sich nun letzlich als gothic nennt ist wahrlich die schuld der medien denn wer wars gleich noch die den look so in die medien trug? tokio hotel? vanilla ninja??? ich weiß es nicht mehr. denn seit ja fast 5jahren sehe ich kein fernsehen mehr denn ich bestrebe wirklich danach lieber gute bücher zulesen und selber geschichten zuschreiben aber rutsche ich durch meine unwissenheit was die vergangenen jahre und das aufleben der gothicszene betrifft auch in diese spalte der unwissenden und dummen jugend? nur weil ich keine grundlage in sachen musik hatte? blutengel hörte ich als erstes mit 16 oder doch schon 17, aber heute gibt es leute wie ich schwerenherzens festellen musste die sich gothic nennen aber nicht mal wissen wer CHRIS POHL ist wo das doch eigentlich jeder wissen sollte (denke ich ob nun gemocht oder nicht) aber wie es eben schon gesagt wurde nicht nur uns geht es so in anderen dingen der farb gesellschafft ist es so musste ich mich schon früh damit ärgern das ein 16 jähriger schnösel (ich war 23) mir die legende der onkelz verklickern wollte als ich dann aber fragte WER ODER WAS IST NOREIA (lächel meine lieblingsfangfrage) konnte er mir diese nicht beantworten und sagte er kenne sie erst seit 2000 also noch fragen? ich denke nicht. ich mach nun mal schluß sonst schlaft ihr gleich und das kann ich nun wahrlich nicht verantworten....
wer denn aber dennoch lust hat etwas von meinen werken zu lessen findet hier http://www.gedichte.com/showthread.php?t=129446 meine besten stücke (hoffe jetzt gehts *lächel*
CARPE NOCTEM
WinterMoon

Still waiting for an Angel to come
To make all these Hurtful Events undone (In Strict Confidence)

gnark on 22. November 2008 - 11:48
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genau das ist das problem,

genau das ist das problem, dass man viele leute haben: chris pohl sollte man kennen? wieso? weil er auf jedem magazin rumtanzt oder weil er was kann? definitiv ersteres. gerade dass nur noch metaphorisch flacher, ausgedünnter, inhaltsbefreiter, stereotyper einheitsbrei wie blutengel heute so populär sind, zeigt doch, dass man sich auf einem subkulturellen holzweg der völligen verflachung befindet.

Schwarzkuttenträger on 21. November 2008 - 14:46
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Schade

Schade hätte mir mehr Aktivität erhofft. Da es ja alle hier was angeht.
Wäre schon wenn man den Thread nochmal "nach vorn" holen könnte.

miss oldschool on 17. November 2008 - 20:04
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Toleranz oder Akzeptanz?

Alles in allem hat bis jeder gute Gründe für seine Worte gehabt, aber zwischen den Zeilen lese ich doch immer ähnliche Gedanken: Akzeptanz. Toleranz reicht eigentlich den wenigsten, denen ich auch sonst so begegne. Und es ist eigentlich nicht nur die Szene, die sich verändert hat, sondern die Welt an sich - ich denke, die Szene reagiert nur auf die "schnelllebige Gesellschaft".
Warum entbrennt hier wie überall ein Kampf um Musikgenres? Naja, wenn einige in den Clubs so tun, als wären sie die totalen Kenner, um dadurch eigentlich positiv aufzufallen und anerkannt zu werden, es dann aber in die Hose geht, dann entstehen irgendwann natürlich Agressionen!
Schließlich möchte man das, was einem sehr ans Herz gewachsen ist, verteidigen!
Aber wie viele Schubladen sollen denn noch entstehen, um Musik einordnen zu können?
Ich habe für mich Gefühlskategorien, die natürlich subjektiv sind.
Und Menschen begegne ich auch gefühlsorientiert.
Und habe dabei eben nicht die Markenscanner-Brille auf und checke das Outfit.
Das schreckt mich ganz oft eher ab..
Wisst Ihr wie attraktiv ein ganz schlichtes, aber schickes Outfit sein kann?
Und nicht weil das mein persönlicher Geschmack ist! Aber wie groß die Chancen dann werden, dass die persönliche Ausstrahlung absolut gewinnend sein kann!
Damit meine ich nicht schwarze Jeans und T-Shirt, sondern schlicht-kreativ!
Seht Euch mal alte Musikvideos an - das ist großartig!
Ich wiederhole mich, aber ich würde mir wirklich eine Rückveränderung in der Szene wünschen, dass sich jeder von vorn herein wieder bewusst wird, das er etwas ganz Besonderes ist und in sich trägt! Ganz besonders mit dem sensiblen Lebensgefühl, das uns zu dem hat werden lassen, was wir sind.
Und was das "An-die-Hand-nehmen" angeht: nicht versuchen, zu beeindrucken - einfach fragen. Damit erlebt man auch genug Rückschläge - leider - aber die Trefferquote ist dann denke ich ganz gut. Außerdem bleibt Ihr Euch dann selber treu..!

gnark on 17. November 2008 - 20:35
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Vade Retro! ;) Ich finde

Vade Retro! ;)

Ich finde diese "Probleme" der heutigen Szene sind das Resultat eines völlig falschen Toleranz-Begriffes. Imho ist Toleranz eigentlich nur eine Einstellung zu etwas, die argumentativ nicht hinterbaut ist und somit irrelevant. Toleranz ist eigentlich eine Beleidigung für das Gegenüber. Aber das ist Off-Topic und sollte nicht weiter diskutiert werden ;)
Ich akzeptiere lieber, als zu tolerieren.

Schwarzkuttenträger on 17. November 2008 - 21:46
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Schon wieder Definitionssache?

Stimmt schon, (achja das ich mich mal intensiv mit der Bedeutung von Toleranz und Akzeptanz auseinandergesetzt hab verdankt ich auch dir^^)

Doch fast überall wird das Wort Toleranz in den Medien, in der Gesselschaft anstelle von Akzeptanz verwendet. Meinen sie nun Toleranz, oder ist das nun wieder eine Auslegunssache oder Definitionsfrage? Also ob nun nur das Wort falsch verwendet wird und ein anderes gemeint wird, oder dieses wirklich gemeint wird und somit ein sehr falsches ideal entsteht.

Nargothrond on 17. November 2008 - 15:38
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Alles bleibt anders ...

Zum Gruße!

Einleitend vielleicht erst einmal ein Wort des Dankes dafür, dass mit diesem Diskussionsfaden nach relativ langer Zeit einmal wieder ein interessantes Thema auf's Tablett gehoben wird, zu dem sich auch eine spannende und v.a. offene Diskussion entspannt. Die letzten Wochen und Monde hatte man ja z.T. das Gefühl, dass hier im Forum manches den Dornröschen-Schlaf schlummerte. Andererseits: Was will man zu Ankündigungen à la "Agonoize - For The Sick And Disturbed" denn auch groß sagen, wenn es einen allein um die Zeit reut, in der man die Überschrift überflogen hat ...

Mir hat es in jedem Fall Freude gemacht, die bisherigen Postings zu überfliegen und ich denke, dass die meisten Eckpunkte des Problems bereits in der ein oder anderen Färbung benannt wurden. Wandel als solcher ist im Kern ja nichts schlechtes, gehen doch meist neue und andere musikalische und künstlerische Strömungen hervor. Ohne einige morbide gestimmte Anhänger des Punk hätte es wohl Batcave nie in der Art gegeben und bei so manchem Stück in den 80er Jahren war die Grenze zwischen Kommerz und aufkeimender Untergrund-Szene bestenfalls eine interpretierbare Nuance. Die Frage ist daher vielleicht eher, ob der gesamte, extrem heterogene Zoo an musikalisch-künstlerischen, geisteshalungs-philosophischen und auch verhaltenstechnischen Strömungen sich guten Gewissens noch unter einem Dach vereinen lassen.

Bitte nicht falsch verstehen ... ich bin der letzte, der hier tatsächlich oder auch nur in den Köpfen irgendwelche Grenzen hochziehen möchte. Aber wie ein Plätzchenteig, der sich beim Auswalzen immer weiter ausbreitet und zugleich stetig dünner wird, gehen in meinen Augen die verbindenden Gemeinsamkeiten und damit im zweiten Schritt auch Aspekte wie Zusammenhalt, Solidarität oder auch nur gemeinsame Gesprächsthemen verloren. Natürlich wird hier und da etwas "frisches Blut" hinzukommen, der als neuer Teig diese Entwicklung etwas verlangsamt oder an manchen Stellen wieder etwas mehr Substanz schafft. Aber solange die grundsätzliche Tendenz der Zersplitterung und Abgrenzung voranschreitet, wird sich am Kern des Problems wenig ändern.

Ein nicht ganz dummer Mann hat einst eine Aussage getätigt, die recht gut auf die aktuelle Situation zutrifft: "Durchschnitt klingt immer gut, es klingt nach Kompromiss oder gar Konsens. Man darf aber nie vergessen, dass das Durchschnittliche für fast alle Beteiligten ungenügend ist bzw. nicht das, was sie eigentlich wollen.". Übertragen auf einen typischen Disco-Besuch heißt das: die Geschmäcker sind verschieden & Toleranz ist eine feine Sache. Wenn also trotz breitem Musikgeschmack am Abend mal zwei oder drei halbstündige Phasen mit als persönlich wenig geschätzter Musik zu überbrücken sind, ist das ja an sich nicht weiter schlimm.Wenn aber aufgrund der immer größeren Diversifizierung innerhalb der Szene und dem (per se gut gemeinten) Ansinnen, allen etwas bieten zu wollen, am Ende nur noch ein schlackiger Mischmasch herauskommt, an dem keiner mehr wirklich Freude hat, dann führt das auf Dauer zu Frust oder der Entscheidung, doch lieber zu Hause zu bleiben.

Subkultur braucht zumindest weich definierte Grenzen zu der vorherrschenden Pop- oder Konsumkultur und ein Minimum an Zusammengehörigkeitsgefühl stiftenden Gemeinsamkeiten. Ein sehr einprägsames Erlebnis hatte ich dieses Jahr auf dem M'era Luna, wo neben einigen lieben Freunden auch deren Bekannte mit uns zelteten. Da kam man morgens voller Tatendrang aus dem Zelt, setze das erste Kaffee-Wasser auf, studierte das Line-Up des Tages und war begierig darauf, sich bei einem guten, gemeinsamen Frühstück über die Bands, Musik, die Szene, sonstige Interessen sowie Gott & die Welt zu unterhalten.

Wenn dann aber das einzige Thema der (zum Großteil männlichen!) Mitzeltenden die Wahl des perfekten Mascaras bzw. der Erfahrungsaustausch über nicht-splitternden schwarzen Nagellack ist, aufgrund des Nieselregens nicht ganz gelungene Iro's Selbstmordstimmung auslösen und der vordringlichste Gedanke zur Tagesplanung sich darum dreht, ob man im noch abgefahreneren Outfit heute vielleicht noch öfter photographiert wird als gestern ... nun, dann ist es eher Essig mit Gesprächen. Man muss sich ja nicht über Baudelaire, Poe oder den franz. Existentialismus unterhalten, aber zumindest das ein oder andere spannende Thema aus dem Leben und Denken des jeweils anderen sollte doch eigentlich möglich sein.

"Sollte" ... denn die Praxis zeigt, dass es allzu oft nicht der Fall ist. Was bleibt, ist in logischer Konsequenz dann doch wieder eine Aufweichung des im dritten Absatz genannten "Grenzen ziehens". Allerdings werden diese Grenzen nicht durch den musikalischen Geschmack, das Outfit, das Alter oder auch nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene bestimmt sondern schlicht dadurch, mit welchen Menschen man einen gemeinsamen Nenner findet. Dem internen Zusammenhalt der Szene (so es diesen noch gibt) wird das einerseits nicht unbedingt gut tun, in der Summe aber auch nicht weiter schaden. Keiner von uns hat Zeit und Lust, sich mit Menschen zu befassen die ihm unsympatisch sind ... daran ändert es auch nichts, dass der oder die Gegenüber eben auch schwarze Klamotten anhat.

Von daher werde ich für meinen Teil auch weiterhin versuchen, mich mit Leuten vorurteilsfrei zu unterhalten. Ich werde innerlich grinsend zur Kenntnis nehmen, wenn jemand nicht von der Meinung abzubringen ist, dass Blutengel und L'âme Immortelle Urgesteine der Gothic Szene darstellen und Agonoize die Szene um einen einen tollen, neuen Musikstil erweitert haben ... und mich dennoch mit dieser Person gut verstehen, wenn dafür eben auf anderer Ebene Übereinstimmungen vorhanden sind, die gute Gespräche ermöglichen. Denn darum geht es doch im Kern in der schwarzen Szene: ein Hauch Andersartigkeit, Interesse an Themen abseits des Mainstream ... und nicht zu vergessen eine ordentliche Prise Toleranz

In diesem Sinne: Lieben Gruß & allzeit tapfer bleiben!

Nargothrond
_________________
We are the music-makers,
and we are the dreamers of dreams,
wandering by lone sea-breakers,
and sitting by desolate streams ...

[ODE / Arthur O'Shaughnessy]

HerzBlutTod on 16. November 2008 - 22:52
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Gothic Szene - Ältere Neulinge

Zitat von Kyra :

Mir ist ganz stark aufgefallen das die älteren (soll jetzt kein vorwurf an alle sein) den jüngeren nichts mehr erklären wollen. Wo früher mal die Jungen zu den Alten gehen konnten und einfach fragen stellen konnten weil sie intresse hatten trauen sie sich heute kaum noch. Der Grund dafür? Ich hab keine ahnung! Kann auch sein dass das nur bei mir in der Gegend so ist dennoch finde ich es schrecklich.

Ich bin noch relativ neu in der Szene, obwohl ich schon 39 bin.

Ich stell gleich mal so einen Frage Antwort Blog in den Raum.

Auch ich bin durch Rammstein und andere kritische Texte aufmerksam geworden. Ich ziehe an, was mir gefällt und was ich mir leisten kann. Manche Sachen gibt es nicht in XL.
Und manche Möbel gibt es nicht bei XXL.

gnark on 17. November 2008 - 12:55
Bild von gnark

was hat rammstein mit

was hat rammstein mit "gothic" zu tun? nichts! genau das ist das problem, dass ich heute ankreide.

"Mir ist ganz stark aufgefallen das die älteren (soll jetzt kein vorwurf an alle sein) den jüngeren nichts mehr erklären wollen. Wo früher mal die Jungen zu den Alten gehen konnten und einfach fragen stellen konnten weil sie intresse hatten trauen sie sich heute kaum noch. Der Grund dafür? Ich hab keine ahnung! Kann auch sein dass das nur bei mir in der Gegend so ist dennoch finde ich es schrecklich."

ich habe eher den eindruck, dass (bitte nicht angesprochen fühlen) ein leider wachsender teil des nachwuchses meint, die weisheit mit löffeln gefressen zu haben und sowieso schon alles zu wissen. beispiel: leidige industrial-diskussion. NEIN, das was in 95% aller szene clubs läuft ist KEIN industrial. der ganze einfältige techno-kram ist kein industrial, auch was sich hier in nbg "industrial music and art" schimpft hat damit nichts zu tun. nur mal als beispiel und so weiter...

prinzipiell hast du aber recht, wenn es um das "an die hand nehmen" geht. oder leute mal nach cooler musik fragen, o.ä. da gibts extrem viele leute die dich da mit handkuss annehmen würden und dir tonnenweise kram überlassen ;)

Schwarzkuttenträger on 17. November 2008 - 15:38
Bild von Schwarzkuttenträger

Handeln statt Motzen

Rammstein hat minimal was mit "Gothic" zu tun. (Industrial Metal (mit pop einflüssen))
Und teils sehr kritische Texte (falls du dich noch nicht mit rammsteins texten auseinander gesetzt hattest) also weist doch einige parallelen auf und ist bestimmt für einige eine Einstiegs band.

Und natürlich wird kein Szeneneinsteiger auf die großen zugehn und zugeben er hätte keine Ahnung von der Szene und würde sich gerne aufklären lassen, selbst wenn er es tun würde wenn er den mut dazu hätte wäre die erfolgschance meiner meinung nach sehr gering, da die alten teils zu abgehoben sind.

Anstatt sich hier drüber aufzuregen und sich mit einem so relativ unrelevantem Thema auseinanderzusetzen wäre ein funktionierender Lösungsweg doch mal ne Idee.... Anstatt immer nur rumzumotzen wie es immer mehr gemacht wird mal selbst hand anlegen und die "kleinen" sozusagen aufklären und was tun!!!!1

naliaah on 19. November 2008 - 10:55
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na...

na sollten die "Alteingesessenen" vielleicht auf die neuen zugehen und sie aufklären?? Sicher nicht. Das war nie so und wird auch nie so sein! Das sind eben noch die, die das Goth-dasein leben. Goth zu sein ist eine Einstellung zum Leben und zu sich selbst welche die Leutchen verbindet. Ich halte nichts davon auf Jungspunde zuzugehen und sie aufzuklären, denn sobald das notwendig ist hat er/sie in der Szene nichts verloren. Das ist bei jeder Szene so üblich. Sonst wärs ja keine!? :))

Schwarzkuttenträger on 20. November 2008 - 15:52
Bild von Schwarzkuttenträger

Ja natürlich sollten sie

Ja natürlich sollten sie selbst genug "potential" und wissen mitbringen, wäre klasse wenn es bei allen so läuft, doch so wie hier manche reden sind alle neueinsteiger so, und wenn dies so wäre, dann wird das doch die Zukunft der Szene werden, also im Klartext wird es die Schwarze Szene nach meinung mancher hier in einigen jahren nichtmehr geben da die wahren Goth´s ausgestorben sind.
Und nunja was ist dir lieber? Ne Szene die von "nichts" mehr ne Ahnung hat sich nichtmehr mti der ursprünglichen Idee identifizieren kann weil sie von alleine nicht drauf kommen. Diese Leute ziehen dann mit ihrer Unwissenheit die Szene in den Dreck, die gehen nicht einfach, natürlich ist es schrecklich wenn sich jemand nicht selbst informiert, doch was willst du tun, da es so viele von diesen gibt, sehen die sich nicht als minderheit und werden die "szene" doch auch nicht verlassen. Da ist es mir noch lieber ich erzähl den "kleinen" mal lieber um was es geht, als dass sie mit ihrer Unwissenheit die Szene kaputt machen.

Und was könnte man deiner Meinung nach tun? Die alle ausschließen, damit erreicht man nur heutzutage leider nichtsmehr da es einfach zu viele "unwissende" gibt, die sich dann selbst als "goffics" untereinander bezeichnen und somit niemals merken werden dass sie keine Ahnung haben. Und werden auch sich nicht von alleine informieren da es ihr freundeskreis auch nicht tut usw... Die finden damit nur alle "altgrufties" arrogant und eingebildet. Ich bin auch der Meinung dass jeder der sich als "schwarze szene mitglied" (kling irgendwie komisch) bezeichnet eine ähnliche einstellung und wissen besitzen soltle dass er sich selbst angeeignet hat, doch helfe ich trotzdem lieber, denn selbst aus solchen leuten kann man diese einstellung aufwecken, und wenn nicht, nehmen sie diese halt einfach nur an, da steckt auch ein gewisser selbstzweck dahinter, wenn sie nun "aufgeklärt" sind werden sie weniger kommerzielle Bands fördern, weniger falsches wissen über die Szene verbreiten usw.....

Also soviel zu meiner bescheidenen Meinung dazu, hoffe du lässt dir dass auch mal durch den Kopf gehn, und bleibst nicht wie leider viele andere auf ihrem hohen thron sitzen......

naliaah on 20. November 2008 - 17:20
Bild von naliaah

...

... wie wars denn bei uns seinerzeit? Uns hat keiner an der Hand genommen und uns geführt. Wir mussten uns selbst "Wissen" aneignen. Mit Respekt und Zurückhaltung haben wir uns den "Alteingesessenen" genähert und somit auch Unterstützung und das Gefühl der Zugehörigkeit erhalten. Respekt ist also angebracht, dann kommt man auch weiter! Leider können sich viele Jungspunde nicht benehmen (zum Glück gibts aber ein paar Ausnahmen). Also "Auf Aktion erfolgt Reaktion..." Lass da mal dein Köpfchen rauchen... ;)

Schwarzkuttenträger on 20. November 2008 - 17:44
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Nein, mich hat auch keiner

Nein, mich hat auch keiner bei der Hand genommen, und ich hab mir auch das ganze Wissen angeeignet genau wie du es beschreibst, doch hast du anscheinend einen wichtigen Aspekt meines ewig langen schriebs entweder überlesen oder einfach ignoriert oder bei meinem Geschreibsel nicht verstanden.

Das Problem liegt darin: Was tun wenn sie nicht auf andere zugehen (sei es aus, unwissenheit, arroganz, schüchternheit), sie werfen somit ein falsches (schlechtes) licht auf die black society, und was tut man dann? Sie das einfach tun lassen, das wird "unsere" Zukunft. Auch wenn sie nur für ein paar Jahre einen Abstecher in die kommerzielle Seite des "Gothic" machen, werfen sie doch ein schlechtes Licht darauf.

Und wenn es nur wirklich so laufen würde... Man spricht jemanden an, und man wird akzeptiert obwohl man Neuling und relativ jung ist.
Nein das ist leider nicht die Realität Wenn es um Musikgeschmack oder Einstellung geht ist alles natürlich noch nicht so ausgeprägt und alles. Und dabei stoßen sie sehr oft auf totale Unakzeptanz.

So hoffe mal ein wenig verständlicher ;-)

Kyra on 19. November 2008 - 21:38
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Tja...

"An die Hand nehmen und durchs ganze leben führen" muss auch nicht sein! Ich fänds halt schön wenn die "Neulinge" nicht wie kleine dumme Kinder behandelt werden würden. Man sollte ihnen wenigstens die Chance einräumen in die Szene reinzufinden und da gibt es natürlich auch viele fragen seis wegen Musik oder anderer Dinge, ist auch völlig egal.
Will damit eigentlich nur sagen das es meiner Meinung nach zu viele Menschen in der Szene gibt die sich für was besseres halten und die sollten sich mal dran erinnern wie sie angefangen haben (will damit niemanden beleidigen oder so).

gnark on 19. November 2008 - 10:58
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goth hat für mich nicht

goth hat für mich nicht zwingend was mit "lebenseinstellung" zu tun, ich finde diese argumentation mit "lebenseinstellung" meist sehr...brüchig

naliaah on 19. November 2008 - 11:06
Bild von naliaah

...

... na da kann ich dir auch nicht helfen ;)

Gerhard.Bauriedl on 17. November 2008 - 14:07
Bild von Gerhard.Bauriedl

industrial oder net

gnarki,

"..NEIN, das was in 95% aller szene clubs läuft ist KEIN industrial.. "
geb dir da recht. anscheinend is es eine generationenfrage .. die älteren (wie ich halt) bezeichnen kapellen wie r.dachau oder genocide organ, fleisch macht böse als industrie,
neue und jüngere partygänger meinen ausschliesslich das technoide damit.
würd mich mal interessieren welche bands od combos als "industrial" bezeichnet werden ?
nachdem ich beim vorletzten mal aus dem staunen net mer rausgekommen bin ".. kannste ma bisl industrial spielen ? wat willste denn hören ? na covenant oder asp oder sowas.. " ***STAUN ****
umfrage .. welche band ist eine industriekapelle ?

HerzBlutTod on 17. November 2008 - 21:31
Bild von HerzBlutTod

Hallo, wer hat meinen Weblog

Hallo,

wer hat meinen Weblog hier her?

Ich bin neu und stelle die Fragen, die ihr hören wollt.

Ich kenne bis jetzt nur das an Musik, was ich im Neue Welle Radio, im Koma, auf Heft-CD, beim Arbeitskollegen im Auto, auf dem Mittelaltermarkt gehört habe.

Meine Kinder (14 und 16) konnten mit Rammstein noch etwas anfangen. Als ich Eisregen und ASP hörte war ich out.

Ich wollte mir meinen Kommentar noch überlegen.

Über das Internet lerne ich auch Leute von weiter weg kennen. Dann telefonieren wir usw. Ich erinnere mich noch an Anne Clark und einiges andere und die Waverszene damals.
Norweger und Japaner machen auch gute Musik. Und englisches...

Schwarzkuttenträger on 17. November 2008 - 15:34
Bild von Schwarzkuttenträger

Definitionsfrage

auch @gnark
Ja das sind wirklich welten, mit dem "Industrial" mti dem ich "groß" geworden bin klang sehr viel anders als ich mich dann mal weiter informierte und ältere Industrial Stücke wie die alten Skinny Puppy usw... Lieder anhörte das ist wirklich ein riesen unterschied, doch warum sollte man sich wegen einer Bennenung streiten, und wir sind damit irgendwie leicht vom Thema abgekommen^^

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