Tschüss schwarze Szene

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Posted by hila on 31. August 2010 - 21:54 in Eigener Blog

Ich erinnere mich noch genau. Mein erstes düsteres Lied, dass ich hörte war Souls von Project Pitchfork. Ich war 18 jahre alt und machte gerade mein Abitur. Das war 2001. Weiter gings mit "Silke Bischoff". Neun jahre später höre ich immer noch diese Musik, aber es hat sich alles grundlegend verändert.

"Gothic" war für mich eine Lebenseinstellung. Weiter denken als der Durchschnitt und weitreichende Beschäftigung mit dem Leben und auch dem Tod. Gesellschaftskritische, tiefsinnige Texte mit Aussage waren mir sehr wichtig. Die Musik gab mir Rückhalt und half mir auch in schwierigen Situationen. Voller Begeisterung zog ich von Konzert zu Konzert und von Festival (wenn man es so nennen will) zu Festival.

Die Szene (was auch immer darunter verstanden wird) wächst und wächst. Immer mehr wollen Teil dieser dunklen Gruppierung zu sein. Ich bin mir sicher, dass immer weniger überhaupt wissen, um was es geht. Partyyyyyyyyy - Nein das ist es eben nicht. Man braucht keine Neonplastikhaare, man braucht keine Bondagehosen oder Stiefel mit 15cm Sohlen. 2001 gab es keine Onlineversender für diese Klamotten. Wozu auch? Man war ja gerade gegen Kommerzveranstaltungen, wie man sie aus anderen Mainstreammusikrichtuungen kannte. Mir kommt es so vor, als ob Festivals und speziell das WGT nur noch eine Art Kinderfasching mit großem Schaulaufen sind. Für diese Art von schwarzem Karnival gebe ich zukünftig kein Geld mehr aus. Ich werde keine Festivals mehr besuchen.

Kommen wir zu den neuen Bands. Was hier in den letzten Jahren auf die Bühnen gestellt wurde tut mir im Innersten weh. Völlig schwachsinnige und teilweise ordinäre Texte verpackt mit Technosounds. Der neonjugen gefällt es. Bass anstatt Aussage ist auch einfacher zu verarbeiten. Man kann wunderbare an seinem Stammestanz der Cybergoth feilen. Die Plastikindianer zählen sich anscheinend auch zu den Goths. Naja, tanzt kaputt was Euch kaputt macht! Viel Spass dabei, auch ihr werdet erwachsen.

Im Gegensatz zur Cyber-Agro-Plastik Musik haben wir als krassen Gegensatz z.B. die musikalisch hochwertigere Band um den Grafen. Tiefsinnige Texte und leidenschaftliche Konzertauftritte. So habe ich Unheilig kennengelernt. Doch mit der letzten CD geht Unhelig auf große Fahrt. Ein Fahrt auf einem Superdampfer im Mainstreammeer. Seit der Graf an Bord ist, stellt man seltsame Dinge fest. Bestimmt hatten alle Goths darauf gewartet: Es gab das Unheilig Online-Game. In der Anleitung stand sinngemäß: Hilf Unheilig verlorene Gegenstände zu finden, die er auf seiner Bootsfahrt verloren hat. Merkt ihr was? Beschäftigt man sich mit seinen Texten und sieht solche Marketing-Online-Aktionen im Kontrast, komme ich mir doch etwas, öhm verarscht vor. Als erwachsener Mensch soll ich so ein schwachsinniges Spiel spielen? Na danke! Der Graf war auf RTL2, mehrfach in Bild und spielte bei "The Dome". Spätestens seit diesem Zeitpunkt haben wir hier einen ausgewachsenen Konflikt. Das ganze passt nicht zu der bewusst familär kleingehaltenen ehemaligen Goth Szene. Dieser Konflikt hatte nur ein gute Sache. Plötzlich wurde die sonst so passive Szene aktiv. Man muss nur in diesem Forum die vielen Kommentare zu Unheilig lesen (http://www.treffpunkt-schwarz.de/unheilig-rtl2). Das Thema spaltet die Schreiber. Die einen stehen weiterhin hinter dem Grafen, andere sprechen vom "Verrat an der Szene". Ist doch völlig egal. Ich denk da nur an "Puppenspieler". Wer die Puppe spielt, dürft ihr euch selber überlegen.

Ich könnte noch viele Beispiele bringen, aber das spare ich mir hier. Ich habe überhaupt keine Lust mehr auf das Diskutieren, ob Unheilig Mainstream oder Goth ist. Das ist doch völlig egal. Wichtig ist was ihr daraus macht. Ich spiele bei diesem Spiel nicht mehr mit, auch wenn ich Unheilig musikalisch und inhaltlich noch immer gut finde.

Für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen an dem ich mich von der Szene verabschiede. Feiert eure schwarz bunten Faschingsveranstaltungen ohne mich weiter. Schaut auch Unheilig auf Festivals neben anderen Bravobands an und kauft Euch die seltsamsten Klamotten. Spätestens wenn ihr Euch selbst fragt, warum ihr das ganze macht, wird es schwierig. Außer ihr gebt euch diese Antwort: Naja das machen doch alle so. Das machen Schafe auch so. In diesem Fall sind es halt mehr schwarze als weiße Schafe. Einige sogar mit Kunstoffschafswolle. Die hätte ich jetzt fast vergessen abschließend zu erwähnen.

Meinen letzten Beitrag möchte ich allerdings nicht so negativ beenden. Ich möchte mich bei allen bedanken, die ich über die Jahre kennengelernt habe. Danke an die Bands, die mir Trost und Energie spendeten (und auch noch spenden werden). Un zu guter letzt ein großes Dankeschön an alle, die versuchen in Ihrer Freizeit aus Liebe zur Musik, das ganze am Leben zu halten.

Ein letzter Schwarzer Gruß

Comments

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Gast on 29. September 2011 - 9:06
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Ich gebe dir recht

Mich nerven ganz besonders die Cyber Gothics. Können die sich keine eigene Szene suchen? Das hat nichts mehr mit Gruft sein zu tun. Das ganze ist aus dem englischen Punk, ende der 70'er entstanden. Und jetzt nur noch dieses Scheiß Techno Gedöns.

Gast on 6. March 2011 - 2:44
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Die Zeit wird nicht still stehen.

Hab den text gerade beim surfen gefunden......und bin der Meinung, das sich eben alles und stetisch ändern wird.......
das war schon immer so. Jede Gesellschaft Kultur usw. macht das mit. Mal beim Computer angefangen XD. Oder beim Kaffee kochen........
Und dann immer: "Die Jugend von heute taugt nichts mehr"
Naja, dann wohl hier auch nicht mehr oder wie......???
Wärs den jetzt nicht an unseren alten schwarzen Hasen, den Kern aufrecht zu erhalten, statt alles hinzuwerfen?!?
Und noch viel mehr der Welt den Spiegel entgegen zu halten?!?
Ich finde es gut, das es so ist wie es ist...... das es so viele neue kreative Ideen gibt. Wie man die Welt noch dunkler machen kann, in text und sound.
Und wollten wir alle nicht eigentlich tolerant sein????
Mein schwarzes Herz, ist in erster Line mal meine Sache. Und dann wird es eben immer die geben, die sich ausprobieren oder es reine Mode ist. Aber die welche sich darin wiederfinden, die bleiben da. Und für sie wird es ihr leben.
Ich glaube der Weltuntergang sieht anders aus.......XD
Jeder ist anders und wird auch alles anders auffassen, zu anderen oder neuen Musikrichtungen hingezogen fühlen. Und deshalb wird sich des "leider, leider" ;-) immer mehr Aufspalten, es wird immer mehr neue kreative Ideen geben und ich bin eigentlich gespannt darauf.
Idividuum wir kommen.........=))))

GLG von der Alex.

Gast on 27. September 2010 - 18:48
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lol

Der dramatisch klingende Abschied eines Trend-Goths. Unheilig ist gar nicht wirklich unheilig, buhuhuwinselflenn. Immerhin werden frei Dinge klar: Der echte Goth hört nur Unheilig. Und er liest nur ein Forum. Und er kümmert sich einen Sche... um alles, was darüber hinaus geht.

Gast on 26. September 2010 - 18:54
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Also, ich habe angefangen,

Also, ich habe angefangen, das muss man mir zu meiner Verteidigung lassen, aber nach etwa der Hälfte dieser Romane von Comments, die man leider Gottes überall in der Szene zu hören bekommt, wenn man seine Meinung äussert, habe ich aufgegeben.

Dein Eintrag spricht mir aus der Seele. Und dann auch wieder nicht.

Die Frage ist, warum du die Schwarze Szene für dich als Kommerz definierst?

Jeder wird die Szene so erleben, wie er sie sich macht.
Meine Alten Freunde, gute, relativ ruhige Musik und der Zusammenhalt in dieser kleinen Gruppe, das Definiert für mich "Gothic".
Alles, was mir an der Szene nicht passt, muss ich weder mitmachen, noch auch nur ansatzweise zur Kenntnis nehmen.

Gruß,
Schabe

Gast on 26. September 2010 - 17:28
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jedem das seine

Ich verstehe den Ausgangskommentar und auch das was mich ursprünglich bewegte, in diese "Szene" einzutauchen, waren eben die damit verbundenen Werte, ja Ideale, vielleicht auch Träume... Träume vom Anderssein, die jeder irgendwo hat. Ich bewegte mich in diesen Kreisen, weil ich einst tiefsinnige, denkende Menschen suchte, die ich bei 0815 Veranstaltungen nie zu finden vermochte.

Ich besuche zwar noch heute regelmäßig schwarze Festivals oder diverse Konzerte, so wie ich es früher zu Hunderten getan habe, aber wirklich identifizieren kann ich mich damit in der Tat nicht mehr. Mir sind diese Veranstaltungen zu glamourös geworden, zu Selbstdarstellerisch und zu weit weg von dem Gedankengut, dass sich die Szene ursprünglich auf die Flagge schrieb. Zum Vergleich: Man lese sich mal den Wikipedia Artikel über die Gothicszene durch und vergleiche das mit all den lustigen Gestalten, die sich dort so bewegen...

Allerdings habe ich persönlich damit kein großes Problem, denn auch in dieser schwarzbunten Party- und Karnevalsmenge finden sich immer wieder angenehme Ausnahmen. Wenn sich einige Technofans, die ausschließlich zum abtanzen kommen, nun gerne auch so anziehen möchten, dann sollen sie das doch tun. Mit ein bisschen Menschenkenntnis ist eine Unterscheidung nicht wirklich schwer.

Gast on 26. September 2010 - 17:25
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Ich verstehe den

Ich verstehe den Ausgangskommentar und auch das was mich ursprünglich bewegte, in diese "Szene" einzutauchen, waren eben die damit verbundenen Werte, ja Ideale, vielleicht auch Träume... Ich bewegte mich in diesen Kreisen, weil ich einst tiefsinnige, denkende Menschen suchte, die ich bei 0815 Veranstaltungen nie zu finden vermochte.

Ich besuche zwar noch heute regelmäßig schwarze Festivals oder diverse Konzerte, so wie ich es früher zu Hunderten getan habe, aber wirklich identifizieren kann ich mich damit in der Tat nicht mehr. Mir sind diese Veranstaltungen zu glamourös geworden, zu Selbstdarstellerisch und zu weit weg von dem Gedankengut, dass sich die Szene ursprünglich auf die Flagge schrieb. Zum Vergleich: Man lese sich mal den Wikipedia Artikel über die Gothicszene durch und vergleiche das mit all den lustigen Gestalten, die sich dort so bewegen...

Allerdings habe ich persönlich damit kein großes Problem, denn auch in dieser schwarzbunten Party- und Karnevalsmenge finden sich immer wieder angenehme Ausnahmen. Wenn sich etwa einige Technofans, die ausschließlich zum Abtanzen und Dampfreden einherkommen, nun gerne auch so anziehen möchten, dann sollen sie das doch tun. Mit ein bisschen Menschenkenntnis ist eine Unterscheidung nicht wirklich schwer.

Wichtig ist doch, dass du selbst weißt was du darunter verstehst und so lebst wie du es für richtig hältst. Clowns, Selbstdarsteller und Lackaffen gibt es überall, nicht nur auf dem WGT..

Gast on 23. September 2010 - 9:52
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Abschied

Nun Ihr Lieben, sehr gut kann ich als Sound-Darbietender die Einstellung verstehen, welche zum Abschied von der Schwarzen Szene führte.

Nun bin ich sicher schon eine Art Ur-Gestein imnerhalb der Szene, weil die 90ziger bereits schwarz für mich waren.

Es hat sich sehr viel verändert. Nur; diese Diskussion hatten die 80ziger Jahre Gruftis mit den 90zigern auch schon.
Und dennoch besteht und lebt die Szene mit Ihren Neuerungen und Subszenen.

Der Begriff "Gothic" lässt sich heute in mind. 10 Unterkategorien einteilen, jeder ist irgendwie Teil des Ganzen.
Die Dissen haben sich mit unterschiedlichen Floors darauf eingestellt und versuchen das Ihre um dem ganzen halbwegs gerecht zu werden.

Gelingen kann dies sicher niemals. Gerade als DJ kannst Du nie jeden zufrieden stellen, weil zuviele und verquere Einflüsse gewünscht werden. Da kommt dann schonmal der Wunsch nach "100 Blumen (Band)", gefolgt von "Rammstein" - beides keine echten Szenebands.

Dennoch tolerieren wir dergleichen, weil es auch immer noch die alten Bands, wie "Deine Lakaien" u.a. gibt.

Die Locations in welchen die sogenannten "echten" Grufti-Bands (oder doch Darkwave...?) spielen sind kleiner geworden, die Gäste dafür authentischer. So hatte ich "Fetisch Mensch" in Tübingen nicht mit einer unsäglichen Masse teilen müssen, welche vielleicht keinen Sinn für die Schönheit dieser Musik besitzt.

Empfehlen kann ich als Altgruftie und DJ unbedingt die gut recherchierte "Lebensbeichte" eines anderen Altgruftis: Alexander Nym's Buch "Schillerndes Dunkel"

Was den Plastiksound himself betrifft; der Scheitelpunkt ist bereits überschritten, den Rest sitze ich aus...

Chris

Schwarzkuttenträger on 6. September 2010 - 2:27
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Zu einfach

Ein toller Weg den du einschlägst. Anstatt Dinge zu verändern die dir nicht passen wirfst du das Handtuch. Das will ich vor meinem Beitrag gleich mal vorwegnehmen.

Vorab auch noch ich spreche hier von der Schwarzen Szene, nicht der Gothic Szene die Meiner Meinung nach nur ein relativ neuer Teil dieser ist. Nannte man Szenengänger früher nicht "Waver" oder "Grufties". Gothic ist nur ein Teil des ganzen wenn ich mich recht entsinne.

Mal ganz davon abgesehen wie einige hier schon erwähnten, die gesamten Probleme in der gleichen oder anderen Art 2000 genauso existierten wie sie es heute immer noch tun.
Damals hat es dich anscheinend nicht gestört oder du hast dich mit einem anderen Teil der Szene mehr beschäftigt.
Der Kern der Szene ist immer noch der selbe wie 1980 wage ich mal in den Raum zu stellen, doch alles außen herum hat sich verändert, es kommt neues hinzu, bestimmt Unterkulturen verlieren an Zulauf andere blühen auf.

Die Szene wächst, das ist nichts schlechtes. Idioten gab es schon immer, genauso wie Kommerz. Die Zahl der Idioten und Oberflächlichen Teilzeit-Szenengänger wächst stetig. Doch der Kern bleibt immer noch derselbe.

Vieles läuft heutzutage in der Szene schief, die Großen Medien versuchen Gothic Gewinnbringend zu vermarkten und schöpfen diese Geldquelle immer mehr aus und es funktioniert super, das geht über Lafee, Tokio Hotel bis hin zu Bands über die gestritten wird wie Unheilig.

Dennoch findet eigentlich jeder seine Niesche in der Szene die ihm gefällt an der er wenig auszusetzen hat. Immer noch besser als alles andere. Genau das was du in deinem Beitrag so verteufelst ist unsere Normale Gesselschaft. Das Leben außerhalb der Szene. Der Mainstream. Das ergibt in keinster Weise Sinn dein Szenenausstieg, zumindest für mich. Wie hier jemand meinte ist das nicht sehr erwachsen.

Der Großteil dessen was du hier schreibst ist wirklich Korrekt, doch ist das eine idiotische plumpe pauschalisierung und hat sehr wohl etwas mit der Definition von der Szene, von Goth zu tun. Ob Unheilig nun Gothic ist oder nicht ergibt einen gewaltigen Unterschied. Wenn er keines wäre, und die dummen Teile der Cyber Szene, gäbe es doch einen großteil deiner Probleme mit der Szene nicht!!!

Die Szene ist oberflächlich und bedient sich Schubladendenken, das ist kein Geheimnis und es ist in meinen Augen sogar gut so. Wieso sollte man sich mit anderen Leuten abgeben, wenn die Wahrscheinlichkeit mit diesen Interresen zu teilen (also sich gut zu verstehen) einfach viel geringer ist, als die Wahrscheinlichkeit sich mit ähnlich gekleideten gut zu verstehen!

Das Schaulaufen auf dem WGT macht es für mich erst so richtig liebenswert. Ein Schaulaufen der Eitelkeiten und das ist gut so! Gothic ist nicht nur eine Einstellung es ist auch ein Kleiderstil was innerhalb der Szene mittlerweile vergessen wird, der Stil ist so vielfältig und sogar butn, dass jederman etwas in ihr findet, es ist nicht einfach sich immer passend zu kleiden weil man dadurch auch Nachteile erlangt, doch das muss es einem Wert sein aus der beschissenen Non-Konformen Masse auszusteigen. Non-Konform in einer Non-Konformen Masse zu sein ergibt da für mich keinen Sinn, und Individualität innerhalb der Szene finde ich zwarr schön, muss aber nicht zwingend vorhanden sein, da man ja keinen Grund hat sich großartig abzuheben.
Es zeigt auch dass man sein Geld in und mit der Szene verdienen kann, inwiefern man hier die Ideologie verrät ist eine andere Sache. Aber es ist möglich als Model, Band, Künstler, Veranstalter, Verkäufer sein Leben in der Szene zu beschreiten ohne sich großartig mit der normalen Gesselschaft zu arrangieren, davon konnten die Grufties damals nur träumen!!!

Dass Cyber kein wirklich vernünftiger Teil der Szene ist, ist wohl sogar den meisten CYBER GOTH´s klar. Doch gab es das 2001 genauso, nehmen wir mal die Gothic-Metal Szene, für viele ein Teil der Schwarzen Szene (für mich keineswegs) Sinnige Texte suchst du da auch vergebens, (Und noch so vieles mehr) meist deprimierende Texte die extrem an die heutigen Charts erinnern -.-
Doch darüber zu diskutieren inwiefern Cyber und Cyber Gothic und all dass zur Szene gehört ist ein Neuer Punkt und spielt hier zwar eine Rolle, wäre aber zu komplex um ihn hier auch noch aufzuführen.

Ich finde es schon fast ein wenig erbärmlich von dir.

lg
Schwarzkuttenträger

Gast on 6. September 2010 - 2:26
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Zu Einfach

Ein toller Weg den du einschlägst. Anstatt Dinge zu verändern die dir nicht passen wirfst du das Handtuch. Das will ich vor meinem Beitrag gleich mal vorwegnehmen.

Vorab auch noch ich spreche hier von der Schwarzen Szene, nicht der Gothic Szene die Meiner Meinung nach nur ein relativ neuer Teil dieser ist. Nannte man Szenengänger früher nicht "Waver" oder "Grufties". Gothic ist nur ein Teil des ganzen wenn ich mich recht entsinne.

Mal ganz davon abgesehen wie einige hier schon erwähnten, die gesamten Probleme in der gleichen oder anderen Art 2000 genauso existierten wie sie es heute immer noch tun.
Damals hat es dich anscheinend nicht gestört oder du hast dich mit einem anderen Teil der Szene mehr beschäftigt.
Der Kern der Szene ist immer noch der selbe wie 1980 wage ich mal in den Raum zu stellen, doch alles außen herum hat sich verändert, es kommt neues hinzu, bestimmt Unterkulturen verlieren an Zulauf andere blühen auf.

Die Szene wächst, das ist nichts schlechtes. Idioten gab es schon immer, genauso wie Kommerz. Die Zahl der Idioten und Oberflächlichen Teilzeit-Szenengänger wächst stetig. Doch der Kern bleibt immer noch derselbe.

Vieles läuft heutzutage in der Szene schief, die Großen Medien versuchen Gothic Gewinnbringend zu vermarkten und schöpfen diese Geldquelle immer mehr aus und es funktioniert super, das geht über Lafee, Tokio Hotel bis hin zu Bands über die gestritten wird wie Unheilig.

Dennoch findet eigentlich jeder seine Niesche in der Szene die ihm gefällt an der er wenig auszusetzen hat. Immer noch besser als alles andere. Genau das was du in deinem Beitrag so verteufelst ist unsere Normale Gesselschaft. Das Leben außerhalb der Szene. Der Mainstream. Das ergibt in keinster Weise Sinn dein Szenenausstieg, zumindest für mich. Wie hier jemand meinte ist das nicht sehr erwachsen.

Der Großteil dessen was du hier schreibst ist wirklich Korrekt, doch ist das eine idiotische plumpe pauschalisierung und hat sehr wohl etwas mit der Definition von der Szene, von Goth zu tun. Ob Unheilig nun Gothic ist oder nicht ergibt einen gewaltigen Unterschied. Wenn er keines wäre, und die dummen Teile der Cyber Szene, gäbe es doch einen großteil deiner Probleme mit der Szene nicht!!!

Die Szene ist oberflächlich und bedient sich Schubladendenken, das ist kein Geheimnis und es ist in meinen Augen sogar gut so. Wieso sollte man sich mit anderen Leuten abgeben, wenn die Wahrscheinlichkeit mit diesen Interresen zu teilen (also sich gut zu verstehen) einfach viel geringer ist, als die Wahrscheinlichkeit sich mit ähnlich gekleideten gut zu verstehen!

Das Schaulaufen auf dem WGT macht es für mich erst so richtig liebenswert. Ein Schaulaufen der Eitelkeiten und das ist gut so! Gothic ist nicht nur eine Einstellung es ist auch ein Kleiderstil was innerhalb der Szene mittlerweile vergessen wird, der Stil ist so vielfältig und sogar butn, dass jederman etwas in ihr findet, es ist nicht einfach sich immer passend zu kleiden weil man dadurch auch Nachteile erlangt, doch das muss es einem Wert sein aus der beschissenen Non-Konformen Masse auszusteigen. Non-Konform in einer Non-Konformen Masse zu sein ergibt da für mich keinen Sinn, und Individualität innerhalb der Szene finde ich zwarr schön, muss aber nicht zwingend vorhanden sein, da man ja keinen Grund hat sich großartig abzuheben.
Es zeigt auch dass man sein Geld in und mit der Szene verdienen kann, inwiefern man hier die Ideologie verrät ist eine andere Sache. Aber es ist möglich als Model, Band, Künstler, Veranstalter, Verkäufer sein Leben in der Szene zu beschreiten ohne sich großartig mit der normalen Gesselschaft zu arrangieren, davon konnten die Grufties damals nur träumen!!!

Dass Cyber kein wirklich vernünftiger Teil der Szene ist, ist wohl sogar den meisten CYBER GOTH´s klar. Doch gab es das 2001 genauso, nehmen wir mal die Gothic-Metal Szene, für viele ein Teil der Schwarzen Szene (für mich keineswegs) Sinnige Texte suchst du da auch vergebens, (Und noch so vieles mehr) meist deprimierende Texte die extrem an die heutigen Charts erinnern -.-
Doch darüber zu diskutieren inwiefern Cyber und Cyber Gothic und all dass zur Szene gehört ist ein Neuer Punkt und spielt hier zwar eine Rolle, wäre aber zu komplex um ihn hier auch noch aufzuführen.

Ich finde es schon fast ein wenig erbärmlich von dir.

lg
Schwarzkuttenträger

Gast on 2. September 2010 - 20:03
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Partyyyyy?

Ich will und muss unbedingt meinen Senf zu deinem Beitrag geben. (Habe mir auch die Kommentare durchgelesen, manche mit einem traurigen Kopfschütteln, andere mit tiefer Zustimmung).

Vorab möchte ich sagen, dass ich seit ich 13 bin in den "dunkleren Gefilden" unterwegs bin und mir diese Musik damals ein sehr, sehr wertvoller Halt in meinem Leben war, als ich glaubte, sonst niemanden zu haben, der mich wirklich sieht wie ich bin., mag wie ich bin.

Nun bin ich zwanzig und gehöre zu denen, die laut deinem Beitrag nur "Partyyyyy" im Sinn haben und es macht mich traurig, da ich weiterhin aus der Musik, die ich höre (auch "traditionellem Gothic") meine Kraft schöpfe und ein Ventil für alle Gefühle, ob negativ oder positiv, habe.

Ich fühle mich in der schwarzen Szene wohl, weil sie nicht vorverurteilt und den Menschen an sich sieht (zumindest sollte dies so sein).
Wie in so vielen Kommentaren schon erwähnt, ist die Toleranz, die in der Szene herrscht/vorherrschen sollte der Grund, warum ich mich dort zuhause fühle.

Der Name Cyber Goth ist in der Szene größtenteils nicht gern gelesen oder gehört, was traurig ist, da hier die Toleranz verloren geht, die ich so sehr schätze. Wenn ich mir dann auch noch Beleidigungen wie "Glühwürmchen" (vergleichsweise harmlos) anhören muss, geht auch mein Respekt vor solchen Leuten verloren.

Ich werde dich nicht wegen deiner Meinung vorverurteilen, ich hoffe nur, dass du dich fragst, was du dem Menschen unter den "Neonplastikhaaren" damit antust, wenn du ihm die Akzeptanz und Toleranz, die er vielleicht sein ganzes Leben gesucht hat, versagst.

Ob du es gutheißt, steht auf einem anderen Blatt und deine subjektive Meinung dazu werde ich auch nicht als falsch oder richtig bezeichnen, da es nun mal deine Meinung ist und ich diese akzeptieren muss, kann und möchte.

Die Frage nach dem Warum lässt sich einfacher und sinnvoller beantworten als du denkst. Warum? Weil es mir gefällt. Ich trage "bunte" Klamotten (meine Farbkombination ist neon-grün oder hell-grün und schwarz), weil es mir gefällt. Weil ich mich so wohl fühle. Weil es meiner aktuellen Stimmung entspricht.

Meine Gefühle und Stimmungen ziehen sich durch mein ganzes Leben. Ist mir nach blauber Jeans und Kapuzenpulli werde ich es anziehen. Ist mir nach einem kurzen Rock mit Trägertop in quietsch-gelb werde ich es tragen. Ist mir nach "Neonplastikhaaren", Bondagehosen und Stiefel mit 15cm Sohlen werde ich es tragen.
Nicht weil "alle es so machen", sondern weil es mir gefällt. Und das ist alles, was zählt.
Wenn du in der Szene schwarz trägst, tust du dies doch auch, weil es dir gefällt und nicht weil alle anderen auch schwarz tragen, oder?
Wenn du auch Konzerte und Festivals gehst/gegangen bist, tust/tatest du das auch, weil du es machen wolltest, oder?

Und ich bin dann in gewisser Weise auch stolz, wenn man mich für die Mühen und Gedanken, die ich in mein Outfit gesteckt habe, lobt (Mache mir meine Haarteile nämlich selbst). Es steigert mein Selbstwertgefühl, wenn man mich fotografieren möchte. Ich freue mich, wenn die Leute mich sehen, wenn sie auf mich aufmerksam werden. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Die richtigen Worte für dieses Gefühl zu finden ist komplizierter....

Ich weiß, ich bin eine Ecke jünger als du und du könnstest jetzt meinen Kommentar mit einer Handbewegung abtun, frei nach dem Motto "Was weiß die Jugend schon?".
Ich persönlich finde deine engstirnige Haltung ziemlich unreif und jugendlich.
Damit will ich dir nicht zu nahe treten, doch ich finde nicht nur die Gothic-Szene besteht aus Respekt, Toleranz und Akzeptanz, sondern auch das Erwachsen-Sein sollte grundlegend darauf basieren.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Gruß, Charlie!

Gast on 2. September 2010 - 10:27
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*Schmunzel*

Auch 2001 gab es die ganzen "Probleme" schon, die Du angesprochen hast. Du hast sie nur noch nicht wahrgenommen.

Wenn man die Szene als ganzes betrachtet, wird man immer Mitläufer und Kommerz finden. Aber wenn man sie liebt und in ihr lebt, dann verabschiedet man scih nicht, sondern versucht, etwas zu bewegen. Ist es nicht das, was Du genau vermisst? Ist es nicht die Toleranz, die uns immer ein grundlegender Wunsch war, und Du meckerst (wie so viele) über Cyber? Statt zu verstehen dass eben auch in diesem Bereich viele agieren, für die Goth mehr ist als nur Party?

Schade, dass solche Beiträge genau das angreifen, was den Kern dieser Subkultur imemr ausgemacht hat: Den Zusammenhalt und die Akzeptanz gegenüber den Machen der anderen.

MFG,
Otti

Gast on 2. September 2010 - 9:39
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Ich bin noch nicht soo lange

Ich bin noch nicht soo lange dabei, aber ich hab die kleinen Konzerte mit nicht so vielen Leuten kennen und lieben gelernt.

Beim Grafen sind ja die Konzerthallen etwas größer geworden, aber...

.... ich werde eine von den Muttis sein, die sich mit ihrer Tochter auf ein unheilig-Konzert begiebt, mit dem Sahnetörtchen vornweg, ich sag nur Apoptygma Berzerk.

Von mir aus kann sich über mich amüsieren, wer will, ich werde meinen Spaß auch haben, garantiert.

Gast on 2. September 2010 - 9:11
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Zusammenrotten

Natürlich ist es nicht schön anzusehen, in welche Richtung sich ein Teil der Szene entwickelt. Aber es ist eben wirklich nur ein Teil! Das WGT war zum Beispiel dieses Jahr extrem Death- und Gothrock-lastig und es waren verhältnismäßig wenig Cybergoten zu sehen. Über die Stände in der AGRA kann man sich streiten, aber dafür ist ja das Heidnische Dorf umso schöner! Auch kenne ich keine schwarze Disco, die nur auf die Generation bunte Plastikhaare baut! Einige ältere gehen auch weniger weg und machen eher Dinge wie DVD-Abende und ähnliches. Aber sie sind da und halten zusammen. Der Kern der Szene bleibt und so werde ich mich immer darin zuhause fühlen :-)

Gast on 2. September 2010 - 4:16
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Meine Gedanken

Ein super Beitrag ;)
Allerdings bin ich etwas zwiegespalten in meiner Meinung dazu denn ich finde Vorurteile nicht gut.
Man sollte doch nicht alle über einen Kamm scheren.
Ich selbst höre viel verschiedes...alte Klassiker sowie auch einiges an Electro ect.
Kommt auf die Laune und die Stimmung an.
Dass jemand nicht gern tanzt oder hin und wieder mal eine Party mitnimmt kann sicher auch keiner behaupten.
Es gibt sicher Menschen die es ruhiger mögen...ich selbst auch oft aber manchmal muss man eben mal raus und sich alles von der Seele tanzen und je nach Emotionen entscheide ich ob ich nun zu ruhiger langsamer Musik zum Nachdenken oder Electro Beats zum Rauslassen tanze.
DAs geht sicher vielen anderen da genauso...einige tun es sicherlich weil es grad so cool ist, streite ich nicht ab aber ich denke die werden auch wieder gehen so wie das alle Trentreiter tun.
Und ich muss sagen, mir gefallen die Outfits der Electro Leute meist irgendwie recht gut.
Auch wenn sie bunt sind.
Wie Du selbst schreibst ist Gothic eine Lebenseinstellung und keine Farbe.
Vielleicht solltest Du Dich doch fragen ob Du selbst nicht auch ein bissl das Schubladendenken an den Tag legst ;)
Warum sonst regt man sich über Farben, Outfits und Frisuren auf?
Ich persönlich habe viele verschiedene Sachen im Schrank und kleide mich immer so wie mir grad danach zu mute ist.
Mal elegant in Samt, mal etwas mehr mittelalterlich aber auch manchmal etwas flippiger und auch nicht immer nur schwarz.
Kommt es nicht immer auf das Innere an und nicht auf das was man anhat oder wie man sich stylt... ?
Oder welche Musik man gerade hören will?
Wenn ich z.B. in einen Club gehe mit guter Laune oder um mich einfach mal abzulenken von dem was mich gerade beschäftigt oder belastet dann will ich persönlich nicht unbedingt traurige Musik oder was zum Nachdenken hören sondern einfach etwas wozu ich feiern kann.
Wenn ich mal in einen Club gehe und eher nachdenklicher bin dann ist es wieder andere Musik die mich anzieht und zu der ich dann tanze.
Was das WGT angeht...ich finde es nicht schlimm wie die Leute sich dort kleiden, im Gegenteil.
Es ist schon sehr schön und faszinierend anzusehen.
Und mal ehrlich, wenn man z.B. ein gewagteres oder ein sehr aufwendiges Outfit hat das einem einfach nur sehr gut gefällt, einen breiten Reifrock zu einem schönen Samtkleid z.B. wo sonst soll man das denn tragen?
Zum Tanzen gehen?
Zu Hause oder beim Einkaufen?
Sicherlich nicht oder? ;)
Da bieten sich Festivals schon gut an.
Was mich daran stört ist die Arroganz die viele dort an den Tag legen wenn man eben nicht ganz so toll aussieht.
Weil man einfach grad keinen Bock drauf hat oder sich solche Kleidung einfach nicht leisten kann.
Das sind für mich Leute die es einfach nicht verstanden haben.
Davon gibt es natürlich leider nicht wenige aber zeig mir eine Szene in der es solche Leute nicht gibt.
Soll man sich jetzt davon vergraulen lassen und ihnen quasi das Feld überlassen oder sollte man nicht vielmehr darüber stehen?
Ich habe mich für das Zweite entschlossen.
Zum Grafen...wenn ich ehrlich bin tut er mir echt leid.
Man hat ihm ja sogar verboten seine Linsen zu tragen... "Es passe nicht".
Ich hätte ihn eigentlich für schlau genug gehalten nicht in diese "grosse Label Falle" zu geraten.
Genau diese haben schon viele Künstler zerstört.
Aber wenn man erst einmal, aus welchen Gründen auch immer, in so einem Vertrag steht bleibt einem keine andere Wahl als für die Dauer diesens das Püppchen zu spielen.
Ich kenne ihn nicht persönlich aber ich kann mir dennoch nicht vorstellen dass das alles seine Ideen waren oder er das wirklich alles so freiwillig macht.
Aber das ist nur meine Meinung...ich finde das Ganze auch einfach nur noch lächerlich und traurig und kann es nicht verstehen wie ihm sowas passieren konnte.
Ich mag auch Leute nicht, die einen schief anglotzen nur weil man seine Klamotten nicht bei Xtra kauft sondern vllt in Geschäften wie Pimkie, Orsay oder gar in 2Hand Geschäften.
Das eine ist ihnen zu komerziell und das andere zu "assi".
Sowas bescheuertes!
Die merken nicht einmal dass sie selber zum Kommerz gehören denn Xtra und Co. sind nichts anderes.
Und wenn ich irgendwo ein schönes Kleidungstück sehe das mir gefällt...warum soll ich es dann nicht kaufen wo es ist?
Dennoch belächele ich diese Leute...sollen die halt das Doppelte oder Dreifach für ihre Fummel ausgeben...ich bin schlauer ;)
So sollte man das Ganze einfach mal sehen finde ich.
Vermarktet wird heutzutage ja leider alles...nur kann man selbst entscheiden ob man mitmacht oder nicht.
Man kann sich durchaus noch in der Szene aufhalten ohne Teil dessens zu sein, das liegt ganz an einem selbst.
Es zwingt einen auch keiner auf dem WGT die Agra leerzukaufen ;)
Ich verstehe das, was Du geschrieben hast sehr gut und kann es auch nachvollziehen und sehe es bis zu einem gewissen Punkt genauso.
Nur wie gesagt finde ich, wenn man schon so denkt und fühlt wie Du, gerade dann sollte man selber nicht auch oberflächlich oder bevorurteilend sein oder?
Dass man sich das alles manchmal anschaut und sich denkt, es ist einfach nur noch traurig...klar...
Aber dann soll man sich einfach auf die Sachen konzentrieren die noch immer schön in der Szene sind und sich mit Menschen umgeben die einem besser zusagen, nicht so oberflächlich, eingebildet, arrogant oder einfach nur "trendy" sind und davon gibt es noch verdammt viele ;)
Ich sag ja z.B. auch nicht ich gehe nie wieder in meinen Lieblings Supermarkt weil mir da zu viele blöde Leute rumlaufen ;)
Ich geh da rein weil ich das will, nehm das mit was mir gefällt und lasse den Rest links liegen ;)
Sprry *g*.
Besseres Beispiel fiel mir jetzt auf die Schnelle nicht ein aber ich denk mal ganz sooo schlecht ist es gar nicht.
Hoff ich ;)
Also, vielleicht denkst Du ja etwas nach über meine Worte und versuchst einfach Deinen Groll zu vertreiben und wieder die Dinge zu sehen die Dir an der Szene gefallen haben denn sie sind immer noch da ;)

Viele liebste Grüsse aus Berlin,
Lilin

Lusy on 1. September 2010 - 23:35
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und es ist die warheit es ist

und es ist die warheit es ist fast nur noch ein maskenball

Gast on 1. September 2010 - 22:19
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schwarze Szene und so

Hallo
Ich habe lange Jahre (1997 - 2007) ein Printmagazin (Astan) in die Kioske gebracht. Rückblickend muss ich sagen: Ich fand (qualitativ) die 90er sehr hochwertig. Die Musiker waren noch Musiker und keine PC-Techno-Preset-Soundler und die Szene zeigt sich stark an historischen und kulturellen Dingen interessiert. Ausserdem war die Szene weit weniger sexistisch und weit stärker von Frauen dominiert wie heute. Gothic, New Wave, Industrial, Mittelalter etc. etc. das war eine bunte Szene, die sich ergänzte und befruchtete. Die Musiker (Das Ich, Lakaien, Estampie, Ensemble Sarbande und viele andere) brachten neue Klänge und intelligente Texte unters schwarze Volk.
Diese Zeiten sind vorbei. Die schwarze Szene hat sich nicht weiter entwickelt. Im Gegenteil, das was heute unter Gothic firmiert sind Mainstream Rock und Techno Bands. Deren Image hat in der Regel keinerlei Aussage und ist nicht selten einfach nur peinlich in Optik und Image. Festivals? Auf denen die immer gleichen Bands sich in immer peinlicheren oder bestenfalls langweiligen Auftritten darstellen?
Die Szene der 80er und 90er hat keinerleil Gemeinsamkeiten mit dem was heute unter Gothic läuft. DIE Gothicacts sind nicht mehr unabhängig, sondern werden von den großen Palttenfirnen via RTL2 vermarktet, mit den entsprechenden Begleiterscheinungen. Immer wenn mit irgendetwas Geld verdient werden kann, dann kommt der immer gleiche Menschenschlag und verbiegt das, was mal als Lebenseinstellung geboren wurde, letztendlich hin zum komsumorientiertem Livestyle ( mit I-Pad, I-Phone und Gucci Handtasche)
Mag sein dass ich mit 44 Jahren zu alt für die Szene bin und vieles einfach nicht mehr "verstehe". Mag sein, das es daran liegt, das 1990 eben nicht 2010 ist. Kann aber auch sein, dass es an der Vielzahl der schwarzen Jürgen Drews´ dieser Republik liegt. Ob sie nun Blutengel, Der Graf oder sonstwie heissen. Wie sie auf den Loveparades der Szene in Leipzig und Köln ihre Hitparadenmusik präsentieren, oder auf RTL2 / The Dome oder ab 2020 im Bierzelt des örtlichen Schützenvereines zusammen mit dem echten Jürgen Drews. Irgenwann wächst zusammen was zusammen gehört....

Gast on 1. September 2010 - 17:52
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Abschied aus der Schwarzen Szene?

Ein sehr emotionaler Abschied, dem es ein wenig an Sachlichkeit und Toleranz fehlt. tolerare = ertragen. Ich denke, man muß bereit sein, Veränderungen zu ertragen. Ich bin 40 Jahre alt, seit 24 Jahren "dabei", mir hat von Anfang an manches nicht gefallen an der Szene, aber im Großen und Ganzen weiß ich, wo ich hin gehöre.
Wenn es als Negativum empfunden wird, daß die Szene wächst, anstatt sich darüber zu freuen, daß auch andere hier ihre kulturelle Heimat finden, dünkt es eher als egoistisch-neidische Reaktion auf den Verlust einer gewissen Exklusivität des AUtors - man fällt vielleicht nicht mehr so arg aus dem Rahmen wie in den 80ern, aber soll man sich nicht eher für die freuen, die auch zu uns gefunden haben?
Cyber-"Gothic" ist sicherlich eine Randerscheinung der Szene, die wenig wünschenswert ist. Das waren die, die Ende der 80er Friedhöfe verwüstet und Gräber bestohlen haben auch. Die Zeit wird es bringen, und wir werden sehen, wie die Szene sich weiterentwickelt. Die Schwarze Kernkultur und -Einstellung sehe ich aber immernoch bestehen, und es war auch vor 20 Jahren so, daß es Kern- und Randbereiche der Szene gab.
Was ist "Kommerz"? Meine Schuhe habe ich 1988 auch nicht selbst geschustert, sondern bei Scarface oder Korrekt gekauft, meine Schnürrhosen waren auch nicht Self-Made. Was hat ein Online-Shop gegenüber einem Ladengeschäft für einen Unterschied? Die Leute, die diese Läden betreiben, bringen die von den Schwarzen Seelen gewünschten Artikel unters Volk, und haben dadurch damals wie heute ihren Lebensunterhalt verdient. Was macht ein Online-Shop für einen Unterschied? Nur den, daß auch die, die nicht damit gesegnet sind, in der Großstadt alles vor der Nase zu haben, sondern auf dem Lande wohnen, auch in den Genuß kommen, Gothic ausleben zu können.
Ja, Leute aus der Szene sind im Fernsehen. Und? Klingt da in wenig Neid durch? 1986 waren auch Grufties aus Bochum und Umgebung in einer RTL-Sendung, und haben dort einen solchen Schwachsinn von sich gegeben, daß die Szene heute noch unter den ausgelösten Vorurteilen zu leiden hat. ("Hach, was haben wir die [die Reporter] doll vera..scht...", war dann die Meinung der Interviewten. Da sind mir die heutigen Fernsehauftritten von Goths, die ihre Pubertät erfolgreich hinter sich gebracht haben, echt lieber.")
Dieses ganze Geschwätz vom Kommerz geht mir auf den Zeiger. Ehrenamtlich was zu machen ist ja gut und schön, aber wenn man etwas größeres auf die Beine stellen will oder Waren, sei es Kleidung, Musik, oder sonst etwas vetreiben will, geht das eben nicht nebenbei, und wer arbeitet hat ein Recht auf seinen Lohn, wie Paulus so schön und zutreffend geschrieben hat . Warum soll jemand für gute Arbeit nicht auch sein Auskommen haben? Kommerziell im negativen Sinne wird es erst, wenn Konzerne ins Spiel kommen - die Gefahr sehe ich derzeit aber (noch) nicht, zumal Veranstalter wie die des WGT Wert darauf legen, allen Untergruppierungen der Schwarzen Szene Raum zu geben - was dann bisweilen auf Unwillen stößt, sei es wegen der Cyber-Goths am einen Rande der Szene, sei es ein von Thronstahl-Auftritt beim WGT 2000(?).

Man sollte sich davon verabschieden, die Szene nur aufgrund der eigenen Vosrstellungen zu definieren. Die Schwarze Szene ist vital, vielfältig und inhomogen, sie hat Raum für vieles, auch für einen selbst in seiner individuellen Art und Weise, Goth zu sein.

Schwarze Grüße
Dismas

Gast on 1. September 2010 - 16:49
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Ich kann Dich gut verstehen.

Hallo Hila.
Ich kann Dich gut verstehen. Mir kommt die Szene schon seit Jahren seltsam vor. (Man brauch sich ja nur diese Emo´s anschauen.)
Leider haben zu viele an der Veränderung mitgemacht, so das es jetzt ein Selbstläufer ist. Aber so war es ja auch mit der Punk-Szene, wo auf einmal am Wochenende Typen mit liefen die sonst eher zu den normalen gehörten.
Ist Schade, aber so ist das Leben.
Gruß
Michael

Gast on 1. September 2010 - 16:02
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Schließe mich an

Schließe mich dir voll und ganz an.
Auch ich habe aus selben Gründen der schwarzen Szene den Rücken gekehrt und gehe meiner eigenen Wege. Behalte mir trotzdem noch die alte Lebensart und Weise und distanziere mich aber von der kompletten Szene. Denn zumindest hier unten im Raum Saarland ist es extrem. Außer Drogen und Party ist hier nichts mehr übrig von dem was war.

Traurig aber wahr.

Gast on 1. September 2010 - 13:59
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Es war doch schon 2001 im

Es war doch schon 2001 im Argen, mit der absoluten Kommerzialisierung, gab damals schon das xtrax und Minusbands wie unheilig etc.
Aber es gab und gibt immer genügend Menschen die medienhörig sind, die alles gut finden was ihnen vorgesetzt wird und denen einfach auch das nötige Hintergrundwissen fehlt, was natürlich immer gerne arrogant geleugnet wird.

Grundsätzlich spricht ja nichts gegen Fortschritt und Weiterentwicklung, aber wenn man auf einmal einer Gruppierung alles verkaufen kann was sich wo anders nicht losschlagen lässt (absolut schlechter Techno bei den Cyberjungs, Metal für den den Rüschenhemdchen Träger usw.) darf man sich nicht wundern wenn es den Bach runter geht.

Gast on 1. September 2010 - 13:55
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Vielleicht bist Du ewiggestrig, Erwachsen oder spiessig?

Ich bin 49 Jahre alt, seit ca. 25 Jahren dabei und habe Spass an neuen Entwicklungen. Und ich mache selber dementsprechend Musik. (http://www.myspace.com/computerkunst) Du gehörst zu den Leuten, die krampfhaft anders sein wollten, und deshalb die Szene auch gerne als "klein" sehen. Wehe, die hat Erfolg, dann ist das sofort böser mainstream.
Was glaubst Du, weshalb es so viele von den alten Bands nicht mehr gibt? Weil die genug Geld verdient haben?
Spiesser sind übrigens diejenigen, die früher alles besser fanden und die Welt von heute nicht mehr verstehen, ob Goth oder Kleingärtner.

Gast on 1. September 2010 - 13:46
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Das ist doch alles relativ :)

Ich z.B. bin 2000 erstmal ausgestiegen, weil ich das Ganze damals ziemlich albern fand und die Entwicklung scheiße, bin dann 5 Jahre gar nicht mehr szenemäßig unterwegs gewesen und dann wieder zurückgekehrt.

Warum ich das schreibe?
Weil es einfach immer so ist, Szenen verändern sich, man ist ne zeitlang dabei und plötzlich ist alles anders als am Anfang und es gefällt einem nicht mehr.
Als du deine Hochphase im Gothic Bereich hattest, hatte ich z.B. schon keinen Bock mehr drauf, als ich es genial fand, gab es damals schon Leute (Mitte der 90er) die die Entwicklung in der Szene doof fanden und keine Lust mehr drauf hatten ...

Du hast 2 Möglichkeiten:
1. Toleranz gegenüber anderen und Veränderung
Nimm die Leute und die Szene wie sie ist, mach dich locker, hab Spass an den Sachen die dir gefallen und spar die das andere (z.B. Verkaufsstände, Cyberpartys, ...)
2. Du lässt es einfach und suchst dir was anders
Ich war nach meinem "Ausstieg" ca. 5 Jahre eher auf Indie- und Rockpartys, oder auf elektronischen Veranstaltungen, z.B. Goa-Feiern und so, hat auch Spass gemacht :)
Aber irgendwie hat's mich dann doch mal wieder hingezogen zu ner "schwarzen" Veranstaltung, hab dort prompt meinen Mann kennengelernt und bin nun wieder, wenn ich mal weggeh, schwarz unterwegs - und auf's WGT geh ich seit dem auch jedes Jahr :)

Also, es kann nix schaden dir mal was anderes anzuschauen, aber du wirst feststellen, dass es in jeder Szene genauso läuft - das Leben ist nun mal Veränderung (und das ist auch gut so)!

Lg Sandra

Gast on 1. September 2010 - 11:45
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WGT - Zwingt dich jemand in

WGT - Zwingt dich jemand in die Ständehalle? Mal ganz ?
abgesehen davon, dass es wahrlich schlimmeres gibt als dass?
einem das Shoppen erleichtert wird. Weißt du wie ätzend es 1990?
war, einen geilen Schirm zu finden? Vieles konnte man selbst machen?
das geht übrigens heute noch genauso - manche Dinge aber?
eben nicht. Die kann - nicht muss- man heute kaufen?
??
Unheilig- ich find es auch daneben Geboren um zu leben als ?
Trailer für Haiti zu hören, aber auch dazu zwingt mich niemand?
Und - so seltsam manche Aktion des Grafen ist, er verfolgt auch viele sehr gute Ziele. Wenn man sich mit ihm unterhält nimmt man ihm dies ab. Ich hatte mehrfach Gelegenheit dazu??
Also nicht motzen über Andere, mach lieber Dein eigenes Ding, denn das heißt schwarzes Leben

hila on 1. September 2010 - 11:03
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Leipzig und zu Hause fühlen

Sicher ist das WGT einzigartig. Ich war auch ziemlich oft dort. Aber zu Hause fühle ich mich dort eben nicht mehr. Das ist alles nur noch Quatsch. Allein die riesige Verkaufhalle mit schwachsinnigen Klamotten geht mir auf die Nerven.

Und: Du hast meine Kommerz Kritik nicht richtig verstanden. Natürlich müssen die Ihre Platten verkaufen. Die Frage ist nur wie? Dieses Onlinespiel ist jedenfalls das falsche Werkzeug. Naja kommt auf die Zielgruppe an. Somit ist das Online Speil anscheinend genau passend.

Gast on 1. September 2010 - 7:49
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Hör auf zu jammern

Hallo Hila,

2001, was für eine lange Zeit, dass ich nicht lache. Ich bin seit 1987 schwarz und das mit Haut und Haaren. Trends kommen und gehen, ebenso wie Bands und Klamottenläden. Eines bleibt, diese Szene wird immer meine Heimat sein.

Wenn ich noch einmal jemanden höre, der sich über Kommerz beschwert, dann könnt ich kotzen. Glaubst Du denn die alten Bands hätten von Luft und Liebe gelebt? Sieh Dir doch Deine Helden Pitchfork und Silke Bischoff mal genauer an!

Warum denkst Du ist es Heute möglich, in dieser Szene überhaupt alt zu werden, doch nur, weil es auch Wege gibt in ihr seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. In den 80ern blieben die Leute 5 Jahre, dann waren Schule und Studium zu Ende und es begann der Arbeitsalltag und nix mehr mit krass rumlaufen.

Klar amüsier ich mich über die Muttis bei Unheilig und find die Aggro-Electro Kacke dämlich, aber ich muss es mir ja nicht antun oder. Da geh ich dann eben lieber zu Anne Clark, Qntal, Irfan, Omnia, Faun und 1000 Anderen.

Und: Das WGT ist absolut einzigartig. Lern Du mal so viele Jahre Ablehnung in der Gesellschaft kennen und dann fahr jedes Jahr Pfingsten nach Leipzig und fühl Dich zuhause.

Also hör auf zu jammern! Viel Spaß beim bunt sein!

Grüße

Der Schwarze Peter

Gast on 31. August 2010 - 22:18
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Super

Wirklich ein super Beitrag, spricht mir aus der Seele.

Gast on 31. August 2010 - 22:08
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Aus dem Herzen

hey hila. du schreibst mir aus dem herzen! hoffe du findest trotzdem noch DEINE musik.

Gruß
Michaela

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