Ein Hamburger Politiker hat ein Gerät zur Selbsttötung entworfen. Das ganze soll ähnlich wie eine Giftspritze wirken. Zuerst wird ein Narkotikum gespritzt, danach das tödliche Kaliumchlorid. Aus rechtlichen Gründen soll das Gerät vom Patienten selbst zu bedienen sein. Nach vier Minuten soll der Tod eintreten.
Als ich von diesem Gerät heute in der Zeitung las, wurde mir kalt und heiß gleichzeitig. Auf der einen Seite stehen sicherlich die totkranken Sterbewilligen, die sich unter starken Schmerzen nach einem schnellen Tod sehnen. Auf der anderen Seite, Menschen wie ich, für die eine Selbsttötung so weit weg ist wie der letzte Stern des Universums.
Nehmen wir mal an das Gerät stünde ab Morgen zur Verfügung. Wie soll das ganze ablaufen? Mache ich einen Termin mit einem Arzt aus, um meine Selbstötung durchzuführen? Wie pervers ist dieser Gedanke eigentlich?
Auf der anderen Seite gab es in letzter Zeit doch einige Fälle in den Medien, in denen unheilbar kranke Menschen in der Schweiz eine Sterbehilfe-Organisation aufsuchten. Im Jahr 2006 sollen ca. 110 Menschen zum Sterben in die Schweiz gefahren sein. Glaubt man diesen Zahlen aus dem Internet, scheint also wirklich Bedarf für so eine Gerät vorhanden zu sein?

Habt Ihr Angst vor absoluter Freiheit?
Kaum wer in Eurer Szene scheint sich wirklich mit Geist, Körper und Seele zu beschäftigen. Es endet immer bei Gott oder Satan, egal wie man darüber denkt, woran man glaubt. Und Diskussionen um Sterbehilfe, Selbstmord etc. enden hier immer bei "legal/illegal", oder bei beschämter Distanz - ``pervers´´, grenzwertig...
Ich habe mir nicht ausgesucht geboren zu werden, hab die Welt nicht so geformt, vorbereitet und ich habe, wie kaum wer, nicht die Möglichkeit, sie so zu beeinflussen, dass ich hierher geboren werden will/wollte etc. - ich habe aber das Leben angenommen, dieses kaum selbstbestimmte Gestrampel und habe mich immer bemüht meinen Platz zu finden, wie auch Ihr Euren Platz hier unter ``Gleichgesinnten´´ gefunden habt. Was, wenn jemand das alles nicht mehr will, satt ist am Erleben dieser Welt/der Gesellschaft, nicht mehr versuchen möchte, seinen Platz zu finden? Dann bleibt nur der Weg straffällig zu werden und Menschen im Umfeld weh zu tun, weil man ja gezwungen ist, seinen Platz einzunehmen, sich zu bemühen.
Die absolute Freiheit wäre losgelöst vom Egoismus der Angehörigen und Bekannten. Wer kann aus Angst vor Trauer und Verlust erwarten, dass man sich immer weiter hoffnungslos bemüht, dass man ein beschissenes Leben immer weiter erduldet? Können die Leute nicht gemeinsam den Wünschen eines solchen Menschen nachkommen, ohne schlechtes Gewissen, ohne Leid und Trauer in dem Wissen, dass dieser Eine nur so erlöst werden kann?
Mit dieser Maschine erwartet man nicht von anderen über ihren Schatten zu springen - man erwartet nur, nicht so egoistisch, so menschheitsverliebt, so voreingenommen im Glauben, so rücksichtslos zu sein - den Rest erledigt man ja selbst. Man kann mit niemandem tauschen und doch wird verlangt es ähnlich optimistisch oder fortwährend pessimistisch, also unglücklich, zu versuchen.
Haben die Menschen also nur Angst vor den Entscheidungen anderer Menschen, Angst jemanden zu verlieren, jemanden aufzugeben, nicht den richtigen Rat, die wirkliche Hilfe zu bieten/bieten zu können?
Verdammt - ich will, dass es diese Maschine gibt. Ich will, dass es die Möglichkeit gibt, dass man weiss: Wenn ich (schon lange, also dauerhaft) diese Entscheidung treffe, kann man sich mit Bekannten, Freunden und Verwandten zusammenfinden, sich verabschieden, einiges gemeinsam noch regeln und Erde und Gesellschaft verlassen. Und da die Möglichkeit/Maschine allseits bekannt ist, gibt es keine unerledigten Dinge, keine Vorwürfe, kein hätte und kein wäre, keine speziellere Trauer oder unverarbeiteten Verlust - nur die freie, persönliche Entscheidung, die Freiheit und das Wissen der Hinterbliebenen, dass diese Welt demjenigen einmal die absolut freie Entscheidung, seinen eigenen tiefsten Willen gelassen hat - ohne sich wiederum aufzuzwängen.
Ich kanns mir auch net
Ich kanns mir auch net vorstellen, natürlich, es kann sehr kranken Menschen helfen, aber wenn es frei zugänglich ist, dann werden auch viele die Selnbstmordgedanken haben sich umbringen, die villeicht sonst noch leben und wieder glücklich geworden wären.
also für kranke find ichs gut, aber wenn des frei zugänglich wär, dann net
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Guten Appetitt!
Kann es mir nicht vorstellen
Hallo,
ich versuche mich gerade in die Situation zu versetzen, dass ich mit dem Leben abgeschlossen habe und nun vor diesem gerät sitze und den Knopf drücken muss, um mein Leben zu beenden. Tod auf Knopfdruck sozusagen. Allein bei dieser Vorstellung wird es mir ganz flau im Magen. Ich könnte das nicht.
Gruß
sabine
Hm
Es wäre auf jeden Fall richtig, wenn ein Mensch, der durch Krankheit leidet, welche nicht heilbar ist, frei über sein Leben oder seinen Tod entscheiden dürfte! Mir will es nicht in den Sinn, wie man einen Menschen leiden lassen kann, weil bei uns die Sterbehilfe nicht erlaubt ist!!! So eine Maschine wäre da echt ein Ausweg. Allerdings sollte diese Maschine echt nur für solche Menschen gedacht sein, um einen Missbrauch dieser eigentlich sehr sinnvollen Erfindung zu verhindern!
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Honi soit qui mal y pense (Ehrlos ist wer Schlechtes denkt)
Motto eines Ritterordens (Hosebandorden) gegr. im 14ten Jahrhundert
Das Recht auf freie Entscheidung !
Dieses Thema ist mal wieder ein heißes Eisen!
Einerseits ist es bestimmt für viele Menschen eine neue Hoffnung, die dadurch eine Erlösung Ihrer Schmerzen ersehnen, bzw. einen Ausweg aus der Hoffnugslosigkeit wenn sie eine unheilbare Krankheit haben und sie Angst haben müssen ihren eigenen Verfall mitansehen zu müssen.
Die Kirche wird es auf jeden Fall nicht dulden, das ist sicher!
Für die Menschen die sich nicht mehr verbal oder schriftlich verständigen können wird es ein Problem werden, außer man erweitert die nicht offiziell anerkannte Patientenverfügüng.
Die müßte man allerdings notariell bestätigen lassen, würde ich vorschlagen!
Die nächste Problem sehe ich dann bei den Versicherungen, die werden auch quer schießen! Selbstmord ist ja ausgeschlossen bei der Versicherung.
Aber wie woll man dem Mißbrauch einen Riegel vorschieben ?? Werden dann Wachen vor die Tür gestellt?? Was ist wenn der "Patient", einen Verwanden bzw. seinen Lebenspartner als Sterbebegleiter haben will ?? Glaube kaum das dies die Bundesregierung zulassen wird.
Ich kenne einige die in Altenheime arbeiten und wenn die mir erzählen wie dort manche Menschen dahinvegetieren, da muß ich mich schon Fragen was das soll. Wenn sie mit aller Macht die uns die heutige Medizin gibt am Leben erhalten werden. Obwohl es für die betroffenen Menschen keine Sinn bzw. keine Lebensfreude mehr gibt durch ihren zunehmenden Verfall.
Nur wenn sich eine zufriedenstellende Lösung zu diesem Thema sich ergibt von seitens der Gesetztgebung usw. wird dieses Gerät nach meiner Meinung nicht mehr gebraucht werden. Aber dazu fehlt es den Politikern an Mut um sich mit diesen Thema zu befassen.
Sie müßten sich ja auch mit der Kirche anlegen usw.
Bericht bei Spiegel Online
Hallo,gerade habe ich einen Bericht bei Spiegel Online über das Gerät gfeunden. Es gibt sogar ein Video von der "Produktpräsentation".
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,543963,00.html
Kritisch
Ich finde das ein sehr heikles Thema. Weil wie will man entscheiden, wer dafür in Frage kommt und wer nicht? Davon abgesehen wollen manche Menschen ihren Tod, weil sie z.B. starke Schmerzen haben, die Ursache dafür aber geheilt werden kann.
Außerdem stelle ich mir grade die Frage, wie da die Gesetzeslage aussieht, denn meines Wissens - klärt mich auf, wenn ich falsch liege - ist Selbstmord ja sogar eine Straftat (wird allerdings nicht mehr bestraft).
Und mit diesem Gerät wäre es ja Selbstmord, nachdem man es selbst bedienen muss oder? Oder legt man in seinem Testament fest, dass man das will, so wie "ich möchte nicht an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen werden"?
Liebe Grüße
Syria
Selbsttötung, das Recht auf freie Entscheidung!
Ich habe mich gefreut, zu hören, dass es mit dem System endlich ein wenig Berg auf geht.
Im Ernst, wie krank ist es, Menschen, die einem schwer kranken helfen zu sterben, auf dessen Geheiß hin, das Ableben zu finden, weil er es nicht mehr kann, zu verurteilen, als wären sie Mörder?
Es geht in diesem Falle um Menschen die bereits im Krankenhaus liegen, schwer krank und die Maschine darf nur alleine ohne Anwesenheit des Arztes benutzt werden.
Es gibt viele verzweifelte Menschen, denen der Staat hier Erlösung verwehrt, beziehungsweise deren Recht auf freie Entscheidung und DAS ist es. Jemand der unheilbar krank ist und leidet, warum sollte der sich quälen, solange er noch bei vollem geistigen Bewusstsein sagen kann, "Nein, ich will nicht mehr"? In Deutschland versucht man einem vorzuschreiben, wie man sich selbst zu behandeln hat, wie man mit seinem Leben umgehen darf. Das ist pervers.
Grenzwertig nur so Fälle, die nicht mehr selbst entscheiden können, egal ob bei vollem geistigen Bewusstsein oder nicht. Diese bleiben aussen vor.
Aber wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.
Ein Hoffnungsschimmer für all jene, die schon abgeschlossen haben, aber nicht können.
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