Du weinst mir tausend Tränen aus Tau und Absinth,
Wenn an des Seins Rand der Tod naht und naht geschwind.
Du singst mir ein Lied und meine Kraft sie verrint,
Denn in deinem Lied Zeit und Raum gefangen sind.
Du webst mir ein Netz aus Sorgen, das wie ein Kind,
Schläfrig sich wiegt im kühlen und flüsternden Wind.
Wundersame Erscheinung, bittersüßer Hauch,
Was ist verborgen hinter deinem Dornenstrauch ?
Wenn schillert deine Sehnsucht im Abendschatten,
Bist du aller Träume lebendiger Irrgarten
Eingehülltes Wesen, du der Rätsel Siegel,
Suchte dich mühsam hinter dem glatten Spiegel...
Doch forthin still und stumm im Waldestiefenwind,
Weintest du mir erneut tausend Tränen aus Tau und aus Absinth...

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