Wer kennt sie nicht aus den 80er Jahren: The Sisters Of Mercy. Mit Klassiker wie "Marian", "Temple of Love" und "Alice" prägte die Gothic-Rock Band eine Generation von Gothics. Gegründet wurde die Band 1982 von Gary Marx und Andrew Eldritch.
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Genau diese Band ist ab Februar wieder auf Tour:
HAMBURG Do.,26.02.2009 21:00
BERLIN Fr.,27.02.2009 20:00
DRESDEN Sa.,28.02.2009 20:30
MÜNCHEN Mo.,02.03.2009 20:30
WIESBADEN Do.,05.03.2009 20:00
KÖLN Fr.,06.03.2009 21:00
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Leichenfledderei
Hmmm ...
... muss das wirklich sein?
Ganz ehrlich: ich war und bin ein großer Sisters Fan, hatte an den Alben seinerzeit viel Spaß und krame die Silberlinge noch immer ab und an mal an verregneten Herbstabenden hervor, um bei einer heißen Tasse Tee den Klängen alter Tage zu lauschen und über das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu sinnieren.
Dennoch werde ich diese Tour mit Sicherheit nicht besuchen & möchte allen, die sich mit dem Gedanken tragen, zumindest noch eine kleine Warnung mit auf den Weg geben. Zu präsent ist noch der Eindruck von der letzten Tour, als die barmherzigen Schwestern in der Fürther Stadthalle einen so dermaßen unterirdisch schlechten Gig spielten, dass man das Ganze eigentlich nur als Ikonen-Demontage und Leichenfledderei bezeichnen konnte. In meiner Erinnerung ließen sich auch mit gemeinschaftlichem Rätselraten nur zwei oder drei Stücke zweifelsfrei identifizieren, der Rest war ein in dichtestem Nebel so dermaßen lustlos dahergespielter Brei, dass alles zu spät war.
Vielleicht sind sie ja dieses Mal wieder besser, voller Spielfreude und Elan, wegen den treuen Fans zurück aus der Mottenkisten gekommen und nicht um des schnöden Mammons willen. Wer allerdings im Frühjahr 2009 dorthin pilgert sollte sich zumindest darüber im klaren sein, dass er höchstwahrscheinlich einiges an Knete dafür zahlt, sich sein gutes Bild einer früher wirklich bedeutsamen Band ein für allemal ruinieren zu lassen.
Manchmal sollte man den Sargdeckel einfach zu lassen ...
Gruß
N.
_________________
We are the music-makers,
and we are the dreamers of dreams,
wandering by lone sea-breakers,
and sitting by desolate streams ...
[ODE / Arthur O'Shaughnessy]
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