Was ROME mit ihrem Album „Flowers from Exile“ abliefern, sprengt alle Vorstellungen. Mir fehlen ganz ehrlich die Superlativen, um zu beschreiben, wie gut ich dieses Werk finde. Keine andere Band hat in ihrer Erfolgsgeschichte so eine Entwicklung durchgemacht wie ROME. Mit jeder Veröffentlichung kam die Band der Perfektion näher und hat sie jetzt erreicht.
„Flowers from Exile“ beschäftigt sich thematisch mit dem Exilthema, spanischen Bürgerkrieg, Freiheit, Heimat und der damit verbundenen Wanderschaft und Suche. Ein wie immer schwieriges und tiefgründiges Thema in genialer Umsetzung. Die Aufteilung in die vier Kapitel „Reiseherrschaft“, „Besitzbegrenzung“, „Ruheverbot“ und „Verzicht“ und deren Umsetzung zeugen vom künstlerischen Wert dieses Albums.
Musikalisch besticht ROME durch dunkle, traurig und zugleich romantische Melodien, die durch den Einsatz von Sprachsamples, weichen, aber starken Beats, diversen Instrumenten wie Violine und dem Thema entsprechend, einer Flamencogitarre, gänsehautverursachende Melodramatik versprühen. Die ausdrucksstarke, melancholisch, tiefe Stimme von Jerome transportiert die Emotionen auf geniale Weise und das musikalische Gesamtkunstwerk ist perfekt.
Hier gesondert auf spezielle Titel einzugehen, halte ich im Fall von „Flowers From Exile“ völlig fehl am Platz, da jeder Song für sich steht.
Jerome Reuter und Patrick Damiani haben sich selbst ein musikalisches Denkmal gesetzt. „Flowers from Exile“ ist kritisch und mit enormen Tiefgang sowie musikalisch einzigartig. Wenn auch viele Anhänger dieses Genre das Album als zu kommerziell bezeichnen, sollte man sich vor Augen halten, dass ROME endlich wieder eine Band ist, die genre- und szeneübergreifend überzeugt und den Ruf dieser nur verbessern kann. Tolles Album was seinesgleichen sucht. ROME bleiben unübertroffen genial. Ich bin jetzt schon gespannt darauf, was uns die beiden als nächstes vorlegen, denn besser geht es nicht, oder?
Miss Achtung
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