Rezension Phosgore

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Posted by Miss Achtung on 10. November 2009 - 10:27 in Phosgore, Rezensionen
Kaum hat Florian Dietz a la PHOSGORE beim Label Dark Dimensions unterzeichnet, steht auch schon das erste Album ins Haus. Auf „Domination“ herrscht feinster Electro-Industrial mit mittelschwerem Hauch zum Techno vor. Hinzu noch ein paar nette fette Samples und fertig ist der Sound, der momentan in der Clubszene angesagt ist und die Tanzflächen füllt. PHOSGORE hat also der Zeit auf dem Zahn gefühlt und bietet eine große Auswahl an Clubfutter: 17 Titel, darunter 12 aus der eigenen Feder und fünf Remixe von u.a. von xotox, SAM und Stahlfrequenz.

Habt ihr den Enthusiasmus zum Tanzen bis euch Muskelkater ergreift, den Faible für elektronischen, technoiden Industrial, der euch den Schweiß aus den Poren treibt? Dann ist „Domination“ genau das richtige Menü für euch.

Auf die Vorspeise wird hier jedoch verzichtet. Flo geht gleich in die Vollen und holt alles aus den Boxen raus. Geräuschvoll, technoid und mit krassen Samples gewürzt, wird das Gehör mit „Noisepreacher“ sowie „Pain Tutorial“ eingeheizt und auf eine schwer verdauliche, dennoch äußerst genießbare Spezialität namens „Hardcore Shit“ vorbereitet. Auch der nächste Track „Red Red Kroovy“ zieht einen förmlich auf die Tanzfläche. Für fortwährenden Tanzsegen sorgen auch „Fleisch“ und „Destruktur“, welche eingängig, harsh und sättigend daher kommen. Ja, dass Flo die Clubs dominieren möchte beweist er im wahrsten Sinne es Wortes mit dem Track „Club Domination“, welcher geschmackvoll durch die Gehörgänge geblasen wird und wohl nun wirklich keinen Tanzwütigen mehr vom Zappeln abhält. Genau die richtige Entscheidung Jungs und Mädels. Es gibt nun kein zurück mehr, denn bei folgenden Tracks geht es so richtig ab. „P.F.I.A.“, „Smite the Weak“ „Diagnosis“ und „Killerhertz“ kommen mit einer gepfefferten Prise Krach, angereichert mit den passenden Sampleeinwürfen und mit durch den Filter gelotsten Aggro-Sounds sowie rhythmischen Soundgewürzen daher, bevor man letztendlich zum Dessert übergeht. Mit „Niemand verarscht Jesus“ wird der ohnehin schon vor Schweiß triefende Tänzer noch einmal bis auf’s Letzte herausgefordert.

Zwar setzt uns Flo unterm Strich einem fast stets gleich bleibendem Tempo aus und das lässt ein wenig zu wünschen übrig, da immer wieder die gleichen Beats erhallen. Aber dies gilt nur als kleiner Tip für weitere Rezepturen. Ruhig auch mal ein paar mehr Garnituren und Beimengungen ausprobieren! Sollten diese Begebenheiten dann auch erfüllt sein, wird das nächste Album der Hammer! Dennoch wird das angepeilte Ziel mit „Domination“ schon erreicht sein: Bebende Clubs und stampfendes Publikum.

Das Clubproviant ist köstlich und für die Tanzparketts der Industrial-Techno-Nation hervorragend angebracht. Aber VORSICHT, nichts für zierlich zarte Porzellan-Püppies und zerbrechliche Charaktere!

Miss Achtung

Phosgore - Domination (CD)

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