Nach dem Motto “Gut Ding will Weile haben“, haben sich die beiden Mannen der Elektro-Pop-Formation viel Zeit gelassen, um neues Material auf den musikalischen Markt zu werfen.
Beim Hören der ersten Takte des Openers musste ich mich allerdings erst einmal vergewissern, ob ich wirklich die richtige CD eingelegt habe. Denn Ähnlichkeiten zu DEPECHE MODE sind definitiv nicht zu leugnen, vor allem stimmlich. Trotzdem schaffen es Lars Rohnstock und Drazen Kostelac dem Album ihren eigenen Stempel aufzudrücken.
Elektronischer Sound in seinen ganzen Facetten, gekonnt in Szene gesetzt und unterstützt durch den Einsatz ruhigerer Gitarren, Streichern und Piano verpassen den Songs extrem Atmosphäre. Eingängige Melodien und die mehr als passende Stimme vereinen sich zu einem hörenswerten Album. Leider wartet man vergebens auf so einen richtigen Knaller. Bis auf „My Body needs“ und „Take me back“ sind alle Songs eher ruhiger gehalten, wobei diese aber mit Melancholie nicht geizen. Nicht so gut gelungen finde ich leider den deutschen Song „Halt mich fest“. Dieser wirkt irgendwie etwas steif auf mich. Großer Pluspunkt: die 80minütige Bonus-DVD mit Konzertmitschnitten, Studiosessions und Videoclip.
PERFIDIOUS WORDS veröffentlichen mit „Feel Like Me“ ein sehr gutes Synthie/Elektro-Pop-Album, welches an sich nur die Schwäche hat, nicht abwechslungsreich genug zu sein. Es fehlt noch dieses kleine Quäntchen mehr Pep. Trotzdem ist die Scheibe den Freunden dieses Genres auf jeden Fall ans Herz zu legen.
Miss Achtung
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