Mit „Retrofuture“ veröffentlicht OIL 10, durch Gilles Rossire im Jahre 1998 ins Leben gerufen, nach den beiden letzten Veröffentlichungen „Beyond“ (2003) und „Arena“ (2006), das mittlerweile sechste Album.
Sehr sphärisch, ja fast schon mystisch, offeriert uns Gilles Rossire hier ein dreizehn Tracks umfassendes Best-of-Album. Es liegt mir hier allerdings nicht ein einfaches gestricktes Best -of-Album vor, nein, jeder Track wurde überarbeitet und neu abgemischt. Desweiteren finden wir zwei neue, alte Remixe (Oil 5 und Oil 2) vom bereits lang vergriffenen Erstlingswerk „In/Out“, sowie zwei brandneue Tracks auf der CD. Die Fans wird es freuen.
Am Sound macht sich die jahrelange Tätigkeit Gilles in der Filmindustrie eindeutig bemerkbar. Er erreicht mit seinem Album einen atmosphärischen, satten Sound, der seinesgleichen sucht. Die eher in Midtempo gehaltenen Songs überzeugen durch ihre Vielseitigkeit und ihren Tiefgang. Und das bedeutet einen extrem hohen Chill-Faktor, der auch gleich beim ersten Song „Airway“ so richtig rüberkommt, aber auch „Propaganda“ und „Second Moon“ stehen dem in nichts nach. Wem das noch nicht ausreicht, der sollte sich „Electric Angels“, „Fade to black“ und „Counter Clock“ zu Gemüte führen. Etwas schneller geht es natürlich auch, „Grand Illusion“, „The Beast“ und „Retrofuture“ kommen rhythmisch flotter daher. Der Ambient-Grundcharakter geht von Anfang bis Ende jedoch nicht verloren und prägt das ganze Album.
Wer eine Auszeit von seinem hektischen Alltag sucht, entspannen und die Seele baumeln lassen will, der sollte sich dieses Album unbedingt zulegen. Der sehr ausgereifte und ausgetüfelte Sound lässt auch beim x-ten Mal hören und immer wieder Neues entdecken. Also, Füße hoch, Augen schließen, entspannen und andere Sphären erschließen….
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