Rezension: October Blue Uk - WALK AMONGST THE LIVING

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Posted by Black-Bruno on 30. January 2009 - 14:49 in October Blue Uk, Rezensionen
Blue October UKDie ungewöhnliche Stimme von Ross Carter steht gleich in “The Miracle’s Gone” im Vordergrund. Gesang und Instrumentierung erinnert an die 80er: Limahl, Duran und wie sie alle hiessen. Und Robert verfügt hier sogar noch über ein angenehmes Falsetto-Tremolo, er wexelt geschickt zwischen Kopf- und Bruststimme - hier ist mal wieder einer, der singen kann! Der Song überzeugt - könnte ich mir gut als potentielle Hitsingle vorstellen.
Oh Yeah - das (“City Lights”) ist was für die Mädels, die es gern ambient und romantisch lieben - okay, ist ja gut,  ich geb’s zu, mir gefällt’s auch, he, he. Hier hält sich der Sänger etwas zurück und doppelt sich selbst im Refrain mit Terzen und Quinten (If U No Watt Eye Meen). Gut tanzbar. Das melodramatische ruhigere “Let Me See” (war auch die erste Single) überspringen wir schnell - ist mir gerade nicht danach - chilliger Love-Song.
“All Is Said And Done” ist rockiger mit guter Refrain- und Bridge-Gesangsmelodie. Könnte zwar schwarz-grooviger sein, wenn die Drums die Betonung auf das “Und” legen würden - ist aber Produzentensache, will ich mich jetzt nicht einmischen, der Track ist gut hörbar, ohne an zu ecken. Die “Tears Of Silvery Rain” beginnen mysteriös mit dichten stehenden Keyboard-Akkorden. Minimaler kaum hörbarer Drum-Loop, der Song lebt vom guten Gesang, den Ross Carter vor allem im Refrain dramaturgisch gut inszeniert.
“Taking On This Love” gefällt mir sehr gut - Hitcharakter, leicht verzerrte funkige Rhythmus-Gitarre a la The Fix - auch sehr gut tanzbar (100,1 bpm - passt gut zwischen die meisten R&B-Stücke) - kann ich mir auch sehr gut als potentielle Hit-Single vorstellen. Das Tempo wird  in “Ascension” leicht angezogen (115,0 bpm), wobei dieser Song seine Daseinsberechtigung eher beim chilligen (Autofahren) Grooven findet. Gut groovig auch das instrumentale “The Girl From Ohio”.
Und jedem Album sein Heavy-Track, werden sich die 4 Jungs aus England gedacht haben und haben daher auch noch den Party-Rock-Song “Spinning On The Fullstop” inszeniert, der sich anhört, als Robert Palmer wieder auferstanden ist und über den Rhythmus von “Honky Tonk Woman” singt.  

Links: www.blueoctoberuk.co.uk oder www.myspace.com/blueoctoberuk1  

FAZIT: Normaler Weise steht das üble Wörtchen Synthie-Pop für billige dünne  Teenie- oder Hausfrauen-Produkte a la Howard Jones (wobei dieser natürlich auch gute Songs in seinem Repertoire hatte) oder Kätscha-Guh-Guh. Die Stimme von Carter Ross ist angenehm, die Musik gut produziert, das Songwriting abwexlunxreich. “Walk Amongst The Living” kennzeichnet die 13 Synthie-Pop- Schlager der Briten als moderne zeitgemäße Hitkiste, die jedem, der es nicht zu hart und elektrisch mag,  gefallen sollte und wird Neuankömmlinge und (vor allem auch) die Fans der Band zufrieden stellen.

OCTOBER BLUE UK ”WALK AMONGST THE LIVING”

1. The Miracle’s Gone
2. City Lights
3. Let Me See
4. All Is Said And Done
5. Tears Of Silvery Rain
6. Taking On This Love
7. Ascension
8. The Girl From Ohio
9. What’s On Your Mind
10. Spinning On The Fullstop
11. Non Compos Menti
12. People Are Strange
13. Beautiful Skin
Total Time: 62:03

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