Nach der in meinen Ohren „zu krellen“ EP Hellektrostar, stellten uns EXT!ZE nun auch ihr Debütalbum, namens „FallOut Nation“ in die Regale.
Die EP konnte mich wirklich nicht überzeugen! Hören wir einmal in das Album rein.
Auch hier geht es laut, schrill und schnell-krell zur Sache. Stampfende „Utz-Utz-Beats“, gepaart mit Techno-Sound. Hinzu ein paar Samples und etwas schreiender verzerrter Gesang und fertig ist die Laube. Hellektro-Cybersound vom Feinsten, der wohl eher die Jüngeren überzeugen wird als die alten Hasen. Ich für meinen Tail gebe zu, ich bin zu alt für so etwas! Jedoch muss man den fünf jungen Herren „EXT!ZE“ eines zugute heißen: Sie haben den Trend erkannt und schwimmen somit ganz weit vorne im Strom mit. Auch wenn der Markt dieses Genres dermaßen abgedeckt ist, ist dieser Sound nicht mehr aus den Tanztempeln wegzudenken. Es fahren Neonfarbene gleichermaßen wie Schwarzkittel darauf ab und tanzen, tanzen, tanzen, was das Zeug hält.
Auf „FallOut Nation“ tummeln sich gleich 15 Tracks. An Auswahl im DJ-Koffer fehlt es also schon mal nicht! Neben 12 hauseigenen Tracks gibt es noch drei Remixe auf die Ohren (Fabrik C, The Ladder und Nexus Nemesis). Songtitel wie „Poser“, „Hypnozzz“ oder auch „Gothic Pussy“ lassen schon vermuten, dass es auf der Scheibe nicht ruhig zur Sache gehen wird, Aggression, Krach, technoide Melodiefetzen und Beat im Vordergrund stehen.
Ohne Behutsamkeit und ohne Erbarmen katapultieren EXT!ZE ihren lauten, gellenden, flotten Sound in die Gehörgänge. Verschnaufpause: Fehlanzeige!
Vom ersten Track „Poser“ bis zum zwölften Track „ We’re the night “ steht ganz klar folgende Message im Vordergrund: Party und Tanzen bis der Arzt kommt. Ob mal eher trance-lastig oder Lauschangriffe mit Samples versehen oder richtig hart zur Sache, hier gibt es keine Barmherzigkeit.
Auch die Remixer FabrikC und The Ladder nahmen sich der eher harten Zutaten an und brachten Mixe im harshen und brachialen Sound zum Vorschein.
In eine komplett andere Richtung gehen Nexus Nemesis. Hier geben sich Ruhe, Melodie, Gitarrenpassagen gepaart mit Klaviertönen und klarer Gesang die Klinke. Das gefällt!
FAZIT: Wer über Weihnachten etwas zugelegt hat und die unnötigen Kalorien wieder verbrennen möchte, könnte mit „FallOut Nation“ ein paar Pfunde verlieren, denn es sorgt für automatisches Zucken und Fans dieser Musikrichtung werden gerne das Tanzbein schwingen. Aber bitte nicht zu laut machen, um a) den Ärger mit den Nachbarn zu umgehen, b) die Gehörgänge nicht überzustrapazieren und c) Kopfschmerzen zu vermeiden.
Wenn EXT!ZE noch ein bisschen mehr Abwechslung einbauen, dann könnten sie sich von der Masse abstechen. Aber die Jungs sind noch jung und stehen am Anfang. Geben wir ihnen also noch eine weitere Chance.
Miss Achtung
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