Last Embrace nennt sich das erste Lebenszeichen der Frankfurter Band THE COLD nach fünf Jahren Abstinenz. Und dieses Album weckt mehr als Lebensgeister. THE COLD haben sich musikalisch der Wavemusik a là JOY DIVISION und THE CURE verschrieben und das ist gut so. Hört man in den Clubs fast nur noch Industrialgedresche, geriet dieses Wave- und PostPunkgenre doch schon fast in Vergessenheit. THE COLD zeigen, dass dies nicht so sein sollte.
Musikalisch wirken die Jungs wie aus den 80ern ins Jetzt und Heute gebeamt. Schöne, fast träumerische Melodiebögen, traurige Gitarren und eine passende Stimme machen die Musik aus und verbreiten die für diese Musikrichtung typische dunkle Atmosphäre. Wer jetzt meint, dass dies ja alles nichts Neues ist, dem muss ich zustimmen, aber auch Altbewährtes hat seinen Reiz und muss deshalb nicht schlecht sein. Genau da setzen THE COLD an und bringen mit ihrem Sound schon lange vermisste Melancholie ins Wohnzimmer und in die Clubs. Dabei sind die Songs durchweg abwechslungsreich. Von etwas schnelleren wie „Seaside Vagancy“ über das traurige „Just for tonight“ und dem seelestreichelnden „I don`t wanna“ bis hin zum tiefgehenden „Set the controls“ ist für jeden was dabei.
Postpunkfans und Waver der Nation aufgepasst! Dieses Album ist genau das richtige für euch. Aber auch alle anderen können sich in die gute alte Zeit zurückversetzten lassen, wo diese Musik überhaupt nicht aus den Clubs wegzudenken war. Schön, dass es noch solche Musik gibt. Ein mehr als empfehlenswertes Album.
Miss Achtung
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