Nach der positiven Resonanz auf ihr Debütalbum „Own Way“ aus dem Jahre 2007, wollen uns CAISARON jetzt mit ihrer EP „Tief in mir“ überzeugen. Die EP kommt mit Intro plus fünf neuen Songs und gleich sieben Remixen zu uns nach Hause.
Was wir da auf die Ohren kriegen ist grundsolider Electropop. Musikalisch erwartet uns tanzbarer, elektronischer Rhythmus und gut strukturierte Melodiebögen und leichte, gefällige, schnell den Gehörgang findende elektronische Musik. Unterstützt wird diese Soundstruktur durch eine männliche und eine weibliche Stimme. Letztere besticht durch ihren hohen und klaren Klang. Leider harmonieren die beiden Stimmen nicht immer optimal zusammen, da könnte mit Sicherheit noch mehr dran gearbeitet werden. Die männliche Stimme beweist zusätzlich kleine Schwierigkeiten, die englische Aussprache betreffend. Aber auch daran kann man arbeiten.
Textlich greifen CAISARON tägliche Themen auf und bringen sie teilweise sehr kritisch zu Gehör. Solche tiefgründigen Texte finde ich klasse. Aber auch bei mehrmaligem Hören vermag der Funke nicht richtig überzuspringen. Bei einigen Songs passen finstere Gedanken und „helle“ musikalische Untermalung nicht immer gut zusammen. Jetzt aber mal wieder zu etwas Positiven. Denn einer Vielzahl der Songs und auch der Remixe, beispielsweise „Deep inside“, „Knebel“ ( Negativ-Mix von Dirk Laux by Pleasant Fiction) oder auch „Two Souls“, kann man definitiv Tanzflächentauglichkeit bescheinigen. Die Remixe an sich sind teilweise technoider gehalten, wie der SOMAN-Remix von „Wenn der letzte Tag verblasst“. Sehr gelungen finde ich auch den Remix von „Diese Bürde“ ( Letzte Instanz Rmx by M.Stolz), bei dem ich leichte Drum’n’Bass- Einflüsse höre - hebt sich eindeutig vom Rest ab.
Alles in allem eine schön anzuhörende EP , leichte Kost mit kleinen, aber zu behebenden Schönheitsfehlern. Die Elektropop-Begeisterten unter uns werden der Scheibe nicht abgeneigt sein. Und ich harre der Dinge bis zum nächsten Album.
Miss Achtung
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