Nachdem sich AKANOID früher eher dem synthetischen Sound verschrieben hatten, kommt ihr neues Album doch mit sehr viel mehr rockigerem Einfluss daher. Die Band hat ihre Entwicklung zum eigenständigen Sound aufgenommen, doch meiner Meinung nach noch nicht abgeschlossen.
Der Sound klingt elektronisch mit deutlich alternativ-rockigen Einflüssen und man fühlt sich stellenweise zurückversetzt in die 80er und mir schwirren typische Namen wie DEPECHE MODE oder auch DURAN DURAN durch den Kopf, wobei ich nicht behaupten möchte, dass AKANOID wie Dieselbigen klingen. Dabei können AKANOID richtig heftig zur Sache gehen und hauen einem fette Beats und rockige Gitarren um die Ohren („Headless“, „Nexxus“) und kommen dem Metal auch schon mal sehr nahe („The Nihilist“). Aber sie können auch ruhiger mit fast schon romantischen, teilweise akustischen Balladen und schönen Melodiefolgen („Climax“). Abwechslungsreichtum kann ich AKANOID definitiv zu gute halten. Leider wird das Werk durch einige nicht so ansprechende, teilweise langatmige Songs unterbrochen. Und der Hang zum Alternativen Rock ist teilweise schon zu stark ausgeprägt. Was noch hervorzuheben wäre, ist die sehr gute, markante Stimme von Sänger Hilton Theissen.
Abwechslung ist nicht gleich gutes Album. AKANOID schaffen sich dennoch eine super Basis auf der weiter aufgebaut werden kann. Für mich fehlt es noch am gewissen Etwas und deshalb ist die Entwicklung auch definitiv noch nicht abgeschlossen. Die Band ist mit ihrer Experimentierfreudigkeit definitiv auf dem richtigen Weg. Im Moment wirkt es allerdings noch etwas, sagen wir mal, durchwachsen und unruhig, aber mit innovativen Ansätzen, die ich mir bei manchen Bands umso mehr wünschen würde. Ich warte gespannt auf das nächste Werk…
Miss Achtung
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