KOMMANDO XY - WELCOME TO GESTRIKLAND

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Posted by Black-Bruno on 27. January 2009 - 20:42 in Kommando XY, Rezensionen
KOMMANDO XY - WELCOME TO GESTRIKLANDZwei schwedische Kommandanten rollen das Brachland zwischen den Schützengräben auf und marschieren ein mit hartem industriellen Electro-Punk. Die Texte handeln von so schönen Themen wie Party, Alkohol, Maskulinität oder dem Leben in ihrer Heimatstadt und werden komplett schwedisch gesungen.

1. Gestrikland
2. Genesis Does (what Nintendon’t)
3. Gruvarbetare
4. Varför?
5. Vargavinter
6. Kvinnor
7. Parkfesten
8. Älgjakt
9. Brynäs IF
10. Vargen
Kommando XY sind:
Gustav J (lyrics, programming)
Jocke M (singing, machines)
Total Time: 31:48

Während der Opener “Gestrikland” noch zerstörerisch holprig klingt, ist  “Genesis Does (What Nintendon’t”) ein roboteriger Electro-Stomper. Die aggressive kommandierende Stimme von Jocke M. peitscht den Rhythmus voran, die Antwort kommt vom sprachentfremdeten Predator. 150 beets per minute machen das Stück zum ersten dancefloortauglichen Erlebnis der CD.
“Gruvarbetare” schliesst sich an. Klingt auf den ersten Blick/Hörgang russisch. Minimalistisch blubbernder 32tel Synthie-Bass, der sich nach ca. einer  Minute in einen electro-punkigen House verwandelt. Ich bin versucht, den daffigen Refrain “Die lustigen Stiefel marschieren über Polen” zu singen, lasse es dann aber - man weiss ja nie, wer gerade zu hört.
“Varför” ist einer der besten Titel: Auch hier wird hart bis an die Grenze marschiert - ich sehe schwarz gewandete lederbekluftete Gestalten mit schwarzen Lederkappen, schwarzen Stiefeln und anderen nützlichen Fetisch-Artikeln.
 “Älgjakt” hat groovigen Ohrwurm-Charakter, klingt sogar trotz düsterer Song- Charakteristik lustig, denn teilweise erinnert mich der Keyboard-Loop an eine Heimorgel aus den 80ern. Punk-Electro-Twist für dasneue Jahrhundert. Und beim Mitgrölen mache ich die Feststellung, dass das “g” gar nicht ausgesprochen wird. Alter Schwede!
 “Brynas IF” ist ebenso zum Mitshouten geeignet wie man zum abschließenden electro-rockigen  “Vargen” ”herumpogen” kann. Einzig der Track “Vargavinter” geht mir am Allerwertesten vorbei - aber wer mag schon den Winter?

für alle Fans von: Sturm Café - Nitzer Ebb - DAF - Pouppée Fabrikk

Drei Stücke zum Hören gibt e bei: www.myspace.com/kommandoxy     

FAZIT: Es ist eine ungemütliche Platte. Die harten Silben der schwedischen Sprache tun ihr übriges, um den aggressiven Touch der 10 Stücke zu bekräftigen. Gestrikland war gestern, KOMMANDO XY zerstören mein Weltbild von langmähnigen Metal thrashenden schwedischen Blackmetal-Horden, denn sie spielen modern Electro-Punk ohne grossen künstlerischen Anspruch,aber  toll zum Herumflippen und zum Pogo-Tanzen. Kritikpunkt gibt es auch: Wenn man so musikverrueckt ist wie ich, ist der Ärger über eine kurze Spielzeit von gerade mal 32 Minuten natürlich recht gross. 

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