Interview mit Zeromancer

Rubrik: Interview

Leo: Hi Leute! Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, um mit der PromoFabrik das Interview zu machen. Obwohl Euch sicherlich die meisten Leser kennen, stellt Euch bitte kurz noch einmal vor...

Kim: Hi, ich bin Kim – der Bassist und Songschreiber bei Zeromancer.

ZeromancerAlex: Hi, und ich bin Alex, der Zeromancer-Frontmann.

Leo: Das neue Album “Sinners International” ist nun in den Startlöchern – habt Ihr bereits Feedback von den Fans bekommen?

Kim: Bisher ist es total fantastisch. Wir haben umwerfende Antworten von unseren Fans erhalten. Ich muss sagen, sie haben ja eine Ewigkeit auf diese Scheibe gewartet, was natürlich auch hohe Erwartungen verursacht. Deshalb denke ich, dass diese Reaktionen schon bedeuten müssen, dass wir mit “Sinners International” auf dem richtigen Weg sind und alles richtig gemacht haben. Und um mal ehrlich zu sein: Es würde schon wehtun, wenn ein Fan wirklich enttäuscht wäre und wir eine schlechte Kritik lesen würden. Am Ende sind es die Fans, die einen kennen und wissen, worum es bei Deiner Band geht.

Leo: Es ist schon eine Weile her, dass Ihr im Jahre 2003 das letzte Album “Zzyzx” heraus gebracht habt. Gab es einen Grund für diese lange Pause?

Alex: Wir hatten geplant, eine kleine Pause zu machen. Wir hätten allerdings nicht gedacht, dass diese fünf Jähre dauern würde. Wir hatten eine Menge getourt und fanden, dass es nach dem Release von „Zzyzx“ ein guter Zeitpunkt für eine Auszeit wäre. Kim wollte sein Side-/Solo-Projekt „Ljungblut“ machen und der Rest von uns hatte auch eine Menge Pläne. Ich wollte zum Beispiel mein Studio bauen. Aber der Hauptgrund war die Reunion unserer alten Band „Seigmen“. Die Reunion war so ein großer Erfolg, so dass wir fast zwei Jahre damit beschäftigt waren. Außerdem wollten wir „Sinners International“ erst komplett fertig haben, bevor wir auf die Suche nach einem neuen Plattenvertrag gingen. Alles zusammen hat also doch länger gedauert, als wir es ursprünglich gedacht hatten, aber es war ein sehr inspirierender Prozess und die Zukunft für Zeromancer sieht sehr gut aus.

Leo: Der Titelsong „Sinners International“ beschäftigt sich mit Religion und Kults. Aber er spielt auch mit Worten wie etwa “Sünder aller Länder”… Was steckt dahinter?

Kim: „Sinners International“ war ein Titel, der uns vor Jahren einfiel, als wir uns einen Albumnamen überlegt haben. Er ist beeinflusst von der Faszination für religiöse Kulte und hat eigentlich seinen Ursprung bei dem Album „Children of God“ der Band Swans aus dem Jahr 1987. Dieser Kult hat seinen Namen auf „Family International“ geändert, um Verdächtigungen in Hinblick auf sexuellen Missbrauch und Inzest zu entgehen. Es sind Kulte wie dieser oder FLDS, Heaven’s Gate oder People’s Temple, die mein Interesse geweckt haben. Mit ihren manipulativen und intellektuellen Führern, die behaupten Söhne Gottes oder Propheten zu sein, bauen sie Utopien für ihre Gefolgsleute auf. Ich empfinde das sehr Furcht einflößend und unterhaltsam zugleich – bezüglich des verbindenden Elementes: Ich meine damit, dass es die Sünde und nicht die Liebe ist, die uns alle verbindet. Das ist etwas, was wir alle gemeinsam haben.

Leo: Was ist für Dich Sünde – Gedanken oder Taten?

Kim: Für mich ist alles Sünde, was ein Schuldgefühl verursacht. Wenn Du etwas tust, was in Deinem Gewissen falsch ist und Dir ein unwohles Gefühl macht. Die Erregung liegt darin, es Dich immer wieder tun zu lassen. Ich denke, Menschen sind darauf programmiert, eine Menge schlechter Entscheidungen zu treffen.

Leo: „Doppelgänger I love you“ zielt ja auf den Gegensatz zwischen einer guten und schlechten Seite des Menschen. Glaubt Ihr, dass jeder Mensch ein Alter Ego irgendwo im Verborgenen besitzt?

Kim: Definitiv. Ich denke, wir brauchen ein Alter Ego, um nicht verrückt zu werden. Unsere Persönlichkeit braucht es auch. Wir verlogenen Schweinehunde türmen unsere Geheimnisse, stapeln sie immer mehr. Und oft machen wir das einfach so, ohne darüber nachzudenken. Wir sind organisiert darin, vieles zu verstecken, was wir über uns selbst wissen. Wir tun das, um zu überleben. Und wir tun das, damit unsere Beziehungen überleben.

Leo: Und welche Eurer Hälften können wir bald auf der Bühne sehen?

Kim: Wenn ich auf der Bühne stehe, dann fühl ich mich ehrlich und zu Hause. Ich fühle mich da oben wohl. Ich kann mich gehen lassen, aggressiv, emotional oder glücklich sein. Man kann während der Show alles ausleben. Und man kann Verbindung mit den Fans und der Band aufnehmen. Ich sehe das als eine sehr schöne Erfahrung. Ich würde mir nur wünschen, dass ich nicht immer so verdammt müde werden würde, wenn ich auf der Bühne rocke.

Leo: Um auf die Live-Auftritte zu sprechen zu kommen: Zeromancer sind immer eine sehr kraftvolle Band auf der Bühne. Könnt Ihr uns schon was über die kommenden Shows verraten? Plant Ihr irgendetwas Spezielles für Eure Fans?

Alex: Wir haben schon einiges bezüglich der Show entschieden. Aber momentan reden wir gerade noch darüber. Wir müssen schauen, was am besten funktioniert und praktikabel ist. Das werden wir alles bei den Proben sehen und in der Vorproduktionsphase.

Leo: „It sounds like love (but it looks like sex)“ habt Ihr ja schon vor sieben Jahren geschrieben. Warum habt ihr Euch jetzt erst dafür entschieden, es zu veröffentlichen?

Kim: Es ist ja oft so, dass man einen Song schreibt, den man einfach nicht fertig stellen kann. Es fehlt ihm irgendein wichtiger Part, der ihn besonders macht. Die Refrains für “It sounds like love” waren schon in der “Zzyzx”-Periode vorhanden. Aber die Strophen und Übergänge haben dem Song nicht den richtigen Vibe gegeben. Und manchmal muss man einfach eine lange Zeit warten, bis es einfach auftaucht oder bis es sich gut anfühlt. Ich habe eine Menge Songfragmente einfach nur herumliegen, die auf eine bessere Bestimmung warten. Es macht eine Menge Spaß, es einfach zu arrangieren. Am Ende hat man dann nämlich eine Menge hübscher Überraschungen.

Leo: Verglichen mit anderen Bands ist es ja eher unüblich, dass der Sänger nicht selbst die Lyrics schreibt, die er singt. Zeromancer’s Texte sind ja immer sehr gerade heraus und emotional. Ist es sehr schwierig für Dich, Alex, die Texte rüber zubringen, weil Du sie nicht selbst geschrieben hast? Was ist Dein Erfolgsrezept?

Alex: Das Geheimnis beim Singen von Texten anderer Leute ist es, sich einfach vorzustellen, dass es die eigenen sind. Ich muss mir vorstellen, dass ich diese Texte selber geschrieben habe. Weil ich einfach an die Geschichte glauben muss, und an das, was ich da singe. Andernfalls fällt das alles für mich irgendwie auseinander. Manchmal reden wir nicht einmal über die Texte, weil es sonst schwieriger für mich ist, sie in mich aufzunehmen. Ich denke, es ist manchmal schon ziemlich hart für Kim, wenn ich seine Texte singe. Es ist etwas sehr Persönliches, aber wir würden es nicht mehr anders machen wollen.

Leo: Woher bekommt Ihr die Inspirationen für Eure Songs – zum Beispiel für einen Song wie den erwähnten „It sounds like love...“?

Kim: Ich hole mir meine Inspiration von überall her. Vom Beobachten der Menschen, von Magazinen, beim Bücher lesen, Musik hören, reisen, touren, nach Hause kommen oder beim Erleben eines tollen Konzertes. Manchmal versetze ich mich auch zurück in eine bestimmte alte Erfahrung, um eine bestimmte Stimmung zu fühlen. Oder ich versuche mich in andere Leute hineinzuversetzen und mir vorzustellen, was sie denken könnten. Oder man lässt einfach seine eigene schmutzige Phantasie spielen. Das z.B. sind auch Anspielungen auf Kulte, so auch in “It sounds like love“ und natürlich sind es auch eigene persönliche Sachen. Ich schmeiße häufig viele verschiedene Dinge in einen Song, um es aufregender und bizarrer zu machen. Dann ist es für mich irgendwie dauerhafter.

Leo: Magst Du es, mit Deinem I-Pod Musik zu hören und Leute zu beobachten, wie in einem Stummfilm, wie Du es in “Fictional” beschreibst? Welche Erleuchtung hast Du denn dabei bekommen, die Du mit uns teilen würdest?

Kim: Ja, das ist irgendwie mein Lieblingssport. Ich laufe durch die Welt und beobachte Leute. Ich mache in solchen Situationen oft Ambient-Musik an. Wie die alten Brian Eno oder Harold Budd Alben. Eine perfekte Rückblende für Stunden reiner Beobachtung. Ich denke, eine Menge Leute fühlen genauso, wenn sie die Musik in ihrem Kopf hören. Es ist eine Art Flucht. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das gesund ist und ich mache das nicht jeden Tag. Aber es ist gut, die Fähigkeit zu haben, sie zu isolieren, wenn man den Drang dazu verspürt.

Leo: Wer hatte die Idee dazu, eine Pringles-Dose mit toten Fliegen zu füllen und als Shaker zu benutzen? Nutzt Ihr oft solche unkonventionellen Aufnahmetechniken, die mich ein wenig an die Einstürzenden Neubauten erinnern?

Kim: Das ist eigentlich eine sehr gute Story, die sich bei einer verrückten Demo-Session in einem Sommer zugetragen hatte. Wir hatten ein kleines Set-Up in einer Scheune aufgebaut und da kamen diese ganzen Insekten in den Raum. Es war ziemlich gruselig. Wir haben sie die ganze Zeit getötet und in die Pringles-Dose getan. Die Idee, die dann als Shaker zu benutzen kam entweder von Rico oder Ted, glaube ich. Mit den beiden haben wir damals gearbeitet – coole Jungs, die auch bei Apoptygma Berzerk mitgemacht haben. Wir hatten viel Spaß bei den Sessions und haben eine Menge lustiger und abgedrehter Sachen ausprobiert. Wir haben zum Beispiel auch eine Menge organischer Klänge durch die Filter unserer alten Keyboards gejagt. Wir versprechen Euch, es wird in Zukunft noch mehr davon kommen.

Leo: „Imaginary friends“ macht mich etwas traurig hinsichtlich der zwischenmenschlichen Verhaltensweisen. Ist das als eine Reflektion an die Menschheit gedacht?

Kim: Ich finde, es ist nicht gut, über Dinge jenseits meines Kopfs zu schreiben. Ich denke da an gigantische Weltverschwörungen und Politik. Das ist nichts, zu dem ich als Individuum oder einzelner Künstler eine Beziehung hätte. Ja, ich will da nichts vorgaukeln, aber das ist die Art, wie ich denke. Obwohl ich eine Menge pompöser und kraftvoller Worte verwende, so verwende ich sie doch nur, um kleine und leidenschaftliche Themen zu beschreiben. Es ist meine Art, damit umzugehen, weißt Du? Ich kann Dir gerne etwas mehr darüber erzählen, wie ich einen neuen Song anfange: Es ist immer der Titel des Stückes. Er gibt mir Hinweise, einen Tipp dafür, wie er klingen sollte oder worum es in ihm gehen soll. So mache ich das immer und es fühlt sich für mich vollkommen natürlich an. Dann produzieren wir verdammt billig klingende Demos. Dan, der Gitarrist, und ich benutzen diese dann, um es den anderen Jungs zu zeigen. Dann setzen wir uns ins Probestudio und haben eine Menge Spaß mit dem Material. Wir probieren eine Million verschiedener Sachen aus, bevor wir damit zufrieden sind und dann gehen wir ins Studio, um richtige Aufnahmen zu machen und eine finale Version zu produzieren.

Leo: Um noch einmal über Inspirationen zu reden – das neue Album klingt für mich viel mehr rock-elektronik-orientierter als der Vorgänger. Wisst Ihr schon vorher, wie ein Album oder Song klingen soll oder ist das für Euch wie eine Reise, deren Ziel man am Anfang noch nicht kennt?

Alex: Wir haben immer einen Plan bevor wir ein Album aufnehmen. Als erstes machen wir Demos und versuchen, alles so gut wie möglich zu organisieren, bevor wir im Studio aufnehmen. Aber das Endergebnis ist nie so, wie wir am Anfang gedacht hätten, weil man während der Aufnahme-Sessions immer Teile verändert. Dieses Mal hatten wir die Idee, alle drei vorherigen Album zusammenzufassen.

Leo: Ihr habt Euch vom Majorlabel zu Trisol begeben. Was hat sich für Euch geändert und denkt Ihr, dass es ein Schritt nach vorn oder zurück ist?

Alex: Bei Trisol zu unterschreiben war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Ich will damit nicht sagen, dass ein Majorlabel eine schlechte Sache ist, aber da muss man eine Menge Alben verkaufen und sich in den Charts platzieren. Falls nicht, wird man vom Label gefeuert. Das ist eine Menge Druck, mit dem man umgehen muss. Mit Trisol fühlen wir uns eher wie bei einer großen Familie und die Ironie dabei ist, dass “Sinners International” bei dem Indie-Label nun in viel mehr Ländern veröffentlicht wird als beim Major und wir haben doppelt soviel Presse. Auf einem Major hat man größere Budgets, aber Trisol ist kreativer und es funktioniert wirklich.

Leo: Kim, Du hast eine Zeit lang in den USA gelebt. Welche Erfahrungen hast Du dort gemacht und hatten diese auch Auswirkung auf Deine Musik? Ich fühle bei Zeromancer zumindest eher Parallelen mit den großen Amerikanischen Industrialbands als mit europäischen Acts..

Kim: Yeah, na ja, Zeromancer wurde 1999 in den USA gegründet. Seigmen hatte sich in diesem Jahr aufgelöst. So entschieden wir, dass wir aus Norwegen weg müssen, um noch einmal neu anzufangen. Wir wollten eine andere Umgebung und wir kannten L. A. schon von vorhergehenden Aufnahme-Sessions. Ich bin aus persönlichen Gründen etwas im Land herum gereist. Darüber hinaus haben wir dort mit Zeromancer eine ausgiebige Tour und einige Einzelkonzerte gespielt. Ich muss Dir Recht geben, Zeromancer hat viel mehr mit der US-Szene gemeinsam als mit der europäischen. Unsere Vision des Genres war, das organische mit dem mechanischen zu kombinieren. Und zwar in dieser Reihenfolge. Dem gegenüber programmieren die Europäer viel mehr und packen dann die Gitarren dazu. Wir denken, dass Programmieren nur die reale Band unterstützen soll, um eine kraftvolle Kombination zu erschaffen.

Leo: Um noch einmal auf die Bandgeschichte zurückzukommen: Wo und wann habt Ihr entschieden, Zeromancer zu gründen?

Alex: Wir haben das 1999 beschlossen. Wir waren nach Los Angeles gezogen und wollten zu diesem Zeitpunkt von Norwegen weg. In L. A. haben wir dann buchstäblich ein Schlafzimmer-Demo aufgenommen – ich habe damals auf dem Klo gesungen, wirklich!!! Wir haben das nach Deutschland geschickt und wurden direkt von Warner gesignt. Es ging wirklich so schnell. Das einzige Problem war nur, dass wir nur drei Songs hatten und auf einmal war eine Deadline für ein ganzes Album da!

Leo: Wenn Ihr die Zeit noch einmal zurückdrehen könntet, welchen Song würdet Ihr von Euren Alben löschen, damit ihn nie jemand zu hören bekommt. Und warum?

Alex: Ich würde keinen löschen. Ich will damit nicht sagen, dass alles, was wir aufgenommen haben perfekt ist. Man kann nicht 100%ig mit allem zu frieden sein, was man gemacht hat. Das Beste, um kreativ zu sein, ist aus den eigenen Fehlern zu lernen. Heutzutage ist es kein Problem mehr, alles neu aufzunehmen – mit der ganzen neuen Technik. Ich meine das nicht negativ. Ich weiß, dass es ironisch klingen mag, dass wir eine ganze Weile für die Aufnahmen zu „Sinners International“ gebraucht haben. Aber was wir gemacht haben war, dass wir uns an die Ideen der Demos halten wollten. Das war uns sehr wichtig. Wenn man anfängt, alles zu ändern, kann man mehr oder weniger gleich ein anderes Album aufnehmen. Wir haben vier verschieden klingende Alben und sie stehen für verschiedene Phasen der Band Zeromancer. Ich sehe das als eine gute Sache. Es ist gut, dass wir als Band versuchen, uns weiterzuentwickeln und es wagen, auf jedem Album verschieden zu klingen. Einige Songs in unserer Vergangenheit sind schließlich anders geworden, als wir das geplant hatten, aber das bedeutet nicht, dass ich sie ändern würde, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte.

Leo: „Clone your lover“ war bisher Euer absoluter Hit und auch ein weltweites Phänomen. Warum hat der Song Eurer Meinung nach so eingeschlagen?

Alex: Keine Ahnung, vielleicht, weil es ein guter Song ist. ? Ich denke, „Doctor Online“ war aber erfolgreicher – zumindest in den USA.

Leo: Glaubt Ihr „Doppelgänger I love you“ kann es mit ihm in Hinblick auf Popularität aufnehmen?

Alex: “Doppelgänger I love you” ist ein verdammt guter Song und wir hoffen, dass er mindestens genauso gut ankommt wie „Clone your lover“.

Leo: Was ist Euer persönlicher Lieblingssong auf dem neuen Album?

Alex: Ich habe den Song “My little tragedy” gehasst, als ich das erste Demo von Kim für diesen gehört hatte. Jedoch mochte ich die Lyrics. Ich mochte einfach das Gefühl und den Klang der Instrumente nicht. Doch anstatt negativ dazu eingestellt zu sein, habe ich beschlossen, wirklich hart an dem Song zu arbeiten – damit er funktioniert. Jetzt ist er einer meiner Lieblinge auf der Scheibe. Das ist auch ein Grund, warum es so cool ist, in dieser abgefuckten Band zu sein - wir geben niemals auf!

Leo: Okay, zurück zur Zukunft – arbeitet Ihr schon wieder an neuem Material oder wie sehen Eure Pläne nach der Tour aus?

Kim: Was sicher ist, ist auf jeden Fall die Tatsache, dass wir nicht wieder eine so lange Pause machen werden. Es war eine Tortur. Wir haben es einfach vermisst, auch wenn wir viele andere Sachen gemacht haben. Ich habe schon ein paar neue Tracks geschrieben und teilweise aufgenommen. Ich habe schon eine ziemlich klare Vorstellung davon, wovon das neue Album handeln soll. Es ist zur Zeit eine gute Schwingung innerhalb der Band, dass ich denke, wir werden auf dieser Welle eine Weile weiter schwimmen können. Wir sind verrückt danach, mit Zeromancer auf Tour zu gehen und hoffen, dass wir mit “Sinners International” auch Neues für die Band erforschen können.

Leo: Ein paar spontane Antworten zu ein paar Schlagworten von Euch...

Leo: Religion - Kim: Gut und böse
Leo: Musik - Kim: Notwendig
Leo: Zigaretten - Kim: Stinken
Leo: Fjorde - Kim: Norwegen
Leo: MP3 - Kim: Gut und böse
Leo: Sünder - Kim: ich
Leo: Biogenetik - Kim: High tech
Leo: Kreuzworträtsel - Kim: Großmutter
Leo: Amerika - Kim: Gut und böse
Leo: Opfer bringen - Kim: dämlich
Leo: Natur - Kim: Geht öfters raus
Leo: Major Labels - Kim: alte Zeiten.

Leo: Danke, dass Ihr Euch die Zeit für das Interview genommen habt. Vielleicht könnt Ihr uns kurz Euer Lebensmotto verraten, oder wie Ihr Euer Leben in einem Satz beschreiben würdet?

Kim: Das müssten dann die Worte “Migräne” und “Musik” sein.