Interview mit V2A zur Ihrem neuen Album MACHINIZED INFANTRY

Rubrik: Interview

Das deutsch-britische Trio V2A wurde im Jahre 2002 von 304 (Kevin Stewart) und 316 (Ines Lehmann) gegründet.
Seit 2005 ist auch Live-Drummer 654SMO (Matt Hawkes) offizielles Mitglied der Band.

V2AV2A sind bereits seit vielen Jahren ein international hoch gehandelter Mitstreiter der Elektroszene und haben eine große Fan-gemeinde. Ihre Musik vereint die unterschiedlichsten Stilrichtungen in sich: sei es EBM, Cyber Goth, Gothic, Industrial oder Synthpop.

304: Guten Tag! 654SMO: Guten Tag! 316: Hallo – Willkommen im V2A-Bunker!

Lucy: Bitte stellt euch einmal kurz unseren Lesern vor.

304: Hi, ich bin 304 von V2A. Ich bin verantwortlich fuer Vocals, Programming, einige Synths und Mass-Mind-Control

316: Und ich bin 316: Frontfrau, Keyboards und Chaos auf der Buehne.

654SMO: Und ich bin 654SMO: Live Schlagzeug, Schlagzeug-Programmierung, und Zerstörung.

Lucy: Erzählt uns doch bitte etwas über euere Entstehungsgeschichte.

316: Hu, Entstehungsgeschichte V2A, da liegen ja jetzt schon einige Jahre hinter uns. Genau war das 2001, also vor 8 Jahren. Jungs, wie war das noch?

304: Ich hatte damals ein DJ-Set im Slimelight und das erste Mal, dass ich 316 getroffen habe. Sie tanzte die ganze Nacht zu dem Hard-EBM, den ich auflegte. Wir haben begonnen uns über Musik zu unterhalten und verschiedene Bands. Und 654SMO kannte ich bereits zuvor, da wir beide Hard-Industrial-Elektro-Clubs in den Midlands organisierten.

316: Ja genau, es war in Birmingham und 304 hat mich dorthin eingeladen und so traf ich das erste Mal auf 654SMO.

654SMO: Ich kann mich noch ganz genau an diese Nacht erinnern als mich 304 fragte, ob ich die Band live unterstützen wolle. Und es ist warscheinlich eines der Besten Dinge, die ich jemals getan habe und es wird etwas sein, was ich immer geniessen werde.

304: Und ich schaue zurück und denke: Warum? (*lach)

Lucy: Ihr bezeichnet eure Musik als einen Stilmix aus EBM, Dark Wave, Cyber Gothic und Electro. Beim Hören von „Mechanized Infantry“ konnten wir allerdings nicht all diese Stile heraushören. Erzählt uns doch einmal, wie sich all diese Stile bemerkbar machen.

316: Also so haben wir das nie gesagt. Ich glaube das ist ein kleines Missverstaendnis. Wir sagen nicht, dass unsere Musik ein Musikstil-Mix aus den verschieden Bereichen ist, wie EBM, Dark Wave, Cyber Gothic oder Elektro sind. Sondern wir sagen das unsere Fangemeinde aus diesen verschiedenen Gebieten kommen. Manche Bands zum Beispiel spezifizieren sich und sagen: “Wir sind Synthpop” und diese wollen auch nur Synthpop-Fans ansprechen”. Aber wir um V2A machen unser eigenes Ding. Wir sind unserer Stilrichtung von Anfang an gleich geblieben und wir machen ausschliesslich Musik, die uns Spass macht und wir würden nicht sagen das der Einfluss aus den verschiedenen Bereichen kommt. Generell ist die beste Umschreibung fuer unsere Stilrichtung “HCM” – also “Hardcore Cyber Music”. Ich glaube das umschreibt am besten die V2A-Musik. Über die Jahre haben wir unseren eigenen Musikstil kreiert, was die meisten bestätigen können. Unsere Art von Musik ist nicht wirklich in einer anderen Band zu hören und wir sind auch ganz stolz darauf und wir werden auch weiterhin diesen “HCM”- Stil verfolgen.

Lucy: Auch euer Erscheinungsbild erinnert sehr an die Cyber Gothic-Szene. Was könnt Ihr uns dazu sagen?

304: Bezüglich unseres Erscheinungsbildes klassifizieren uns die Leute als Cyber-Goth. Speziell fuer 654SMO und mich: Hier in England ist die Mischung von Cyber- Goth/Elektro/EBM alles in einem, es ist nicht so segmentiert wie in Deutschland.

654SMO: Wenn wir zusammen hier in England auflegten, tanzten die Cyber-Goth Leute zu Goth, Techno.

304: Sogar zu Hardcore oder auch Gabba …

316: Mein Grund, damals 2000 nach England zurück zu ziehen war, dass wir in Deutschland damals die Cyber-Szene nicht hatten. In Deutschland wird immer alles in ein Klischee eingewickelt und ich habe schon immer so ausgesehen wie ich jetzt aussehe, wie meine Freunde bestaetigen können und ich werde auch bis ich alt werde so aussehen, da ich einfach so bin. Musiktechnisch gesehen höre ich vieles von EBM über Synthpop bis hin zu Industrial und Noise. Es gibt verschiedene Hintergründe von Musik, auf welche ich tanze und welche mir gefällt, aber ich würde mich jetzt nicht auf nur eine Richtung festlegen. Ok, vom Aussehen kann man mich als Cyber-Goth bezeichnen. Aber innerlich gibt es so viele verschiedene Gebiete, die mich ansprechen und mir gefallen.

304: Ich denke, dass es falsch ist, das Leute versuchen dich zu kategorisieren. Du musst dich dann genau so anhören wie diese Art von Musik. Als EBM-Band musst du dich wie “XY” anhören, bei Cybergoth musst du dich anhören wie “Z”, um eine traditionelle Goth Band zu sein musst du dich wie “Sisters of Mercy” anhören. Wir machen einfach unser eigenes Ding. Geht sieben Jahre zurück, als wir unsere erste CD veröffentlichten: Wir haben genau so ausgesehen wie jetzt. Uns ist es wichtig, dass es Spaß macht, die Musik gefällt und wir Chaos auf den Tanzflächen verursachen.

654SMO: Zu sagen, dass wir uns für einen speziellen Look entschieden haben, ist falsch. Da wir schon immer so waren wie wir jetzt sind. Das sind einfach wir, unsere Art wie wir uns kleiden und wir machen das nicht um einen speziellen Markt anzusprechen.

304: Und das ist der GRund, weshalb wir V2A sind: Gleiche Interessen, gleiche Lebenseinstellungen, gleiche Musikinteressen.

316: Und die Leute, die uns schon einmal getroffen haben können das auch bestätigen. Wir sind nicht “nur” Cyberleute, wir sind wir, ganz einfach, “down to Earth”.

304: Was ich als schlimm empfinde sind Bands, die versuchen auf den Modezug aufzuspringen, um zu gefallen. Dieses Jahr sind wir Cybergoth, nächstes Jahr sind wir dann Futurepop und das Jahr danach machen sie wieder etwas anderes. Eines, was wir immer getan haben ist, dass wir uns immer treu geblieben sind. Ob es euch gefaellt oder nicht, das sind wir.

316: Wir sind V2A und wir werden immer V2A bleiben.

Lucy: Wir stellen uns das sehr schwierig vor, wie Musiker aus Großbritannien und Deutschland musikalisch zusammen arbeiten können. Wie findet denn bei euch der Austausch von Ideen statt?

654SMO: Also ich kann jetzt nicht verstehen, warum es schwer sein soll, als Deutsche oder Engländer zusammen zu arbeiten und das es musikalisch Probleme mit sich bringen soll. Wir arbeiten immer zusammen und steuern alle verschiedene Ideen dazu. Wir Proben regelmaessig und bauen diese Ideen dann ein. Es ist gut, dass man Input aus zwei verschiedenen Szenen bekommt. 304 und ich kennen uns durch unsere Clubs und die Englische Szene sehr gut und dann ist es gut, den Input von 316 zu bekommen, welche die Deutsche Szene sehr gut kennt. Daher ist es gut, die verschiedenen Ideen miteinander zu verstricken. Es gibt das eine oder andere, was vielleicht nicht funktioniert aber das ist wie man lernt. Du musst Dinge probieren, um zu wissen, ob es funktioniert oder nicht. Dann wird halt was anderes probiert.

304: Aber noch mal auf die Länder zurück zu kommen: Ich klassifiziere mich nicht als englisch oder deutsch. Wir sind Planet Erde.

316: Generell muss ich auch sagen, dass 304, 654SMO und ich auch privat sehr gute Freunde sind, was natürlich auch sehr hilft, um Musik zu kreieren. Ich kann nicht sagen, dass es irgendwelche Probleme gibt, nur weil wir aus anderen Ländern kommen.

Lucy: Die Frage war nicht auf verschiedene Nationalitäten bezogen, sondern darauf, wie die Zusammenarbeit von Land zu Land funktioniert. Aber so wie es nun mitbekommen habe, wohnt ihr mittlerweile alle auf der britischen Insel. Kommen wir zur nächsten Frage: Wie entsteht denn letztendlich ein Song?

304: Als erstes beginne ich mit dem Thema, worüber der Song handeln soll. Danach kann ich mir ein Bild im Kopf über die Geschwindigkeit des Songs machen, wie er sich anhören soll und dann beginne ich mit Vers und Chorus. Wenn ich mit der Musik fertig bin, brenne ich es auf CD und spiele es im Auto um ein Gefühl für den Gesang zu bekommen. Das ist dann der Punkt, an dem ich es an die anderen zwei weitergebe.

316: Die Texte generell sind Erfahrungen, die wir persönlich gemacht haben oder Situationen, die wir versuchen zu verarbeiten. Daher kommt es wirklich darauf an, was wir erlebt haben und worum der Song dann handelt.

654SMO: Und ich spiele dann an verschiedenen Drum-Loops und freaky Samples. experimentiere dann auf den Drum-Pads um zu sehen, welche Beats ich dazu bringen kann. Wir nehmen dann diese mit zu 304 und sehen, was er darüber denkt und wie wir es einarbeiten können.

304: Das funktionert ganz gut. Ich benutze am Anfang einfache Drumbeats, was mir ein gutes Gefuehl für Tempo und Rhythmik gibt. 654SMO kann dann wild an seinen Drumparts basteln. 316 beginnt dann für komplettes Chaos im Studio zu sorgen. Sie tendiert dazu, öfters dem Käfig zu entkommen und sie hat ein sehr besonderes Talent Dinge zu zerbrechen ….

316: Ich – was habe ich zerbrochen?

304: Ja, wenn man vom Teufel spricht, jetzt schon wieder…. (*lach). Nein, aber wir haben ein Problem mit 254SMO …

654SMO: Ich glaube, er ist im Moment im Arrestschacht, oder?

304: Ja, ist er. Wenn Leute über die positiven Seiten des Klonings sprechen: Es gibt schlechte Seiten – böse Seiten. Du musst dir sehr sicher sein, bevor du es machst.

316: Glaube uns, wir wissen wovon wir reden – wir haben es getan….

Lucy: Ihr trefft euch also auch zum Musikmachen und Proben. Was genau gibt es darüber zu berichten?

316: Wir haben unser eignes Studio – “DEATHMACHINE STUDIOS”, wo wir uns regelmässig treffen, Ideen austauschen, Musik aufnehmen, etc…. Wenn dann Gigs anstehen, gehen wir zu den Session-Rehearsal Studios, in welchen wir regelmässig unsere Proben für unsere Live-Auftritte machen.

654SMO: Und die Proben machen mir sehr Spaß. Sie geben uns die Chance, alles bühnengetreu aufzubauen, so als würden wir live spielen. Es ist auch gut, die Musik wirklich laut zu hören, da man im Studio ja nur beschränkt die Lautstärke aufdrehen kann.

316: Es hilft, um uns für die Live-Auftritte zu koordinieren. Wir überlegen, was wir Live machen können. Ohne das Üben wäre das nicht möglich.

304: Was wir auch manchmal machen ist, neue Songs live auszuprobieren. Eben wie sie ankommen beim Publikum und dann zu Hause werden diese wieder verarbeitet. Und natürlich arbeiten wir regelmässig an unseren Weltherrschaftsplänen, aber das ist ja wieder ein anderes Thema.

Lucy: V2A wurde 2002 gegründet. 2005 stieß dann Live-Drummer Matt Hawkes dazu. Was waren euere Gründe, einen Live-Drummer in die Band aufzunehmen und wie wurde er auf euch aufmerksam?

316: V2A wurde im Jahr 2001 gegründet. 2002 war das Jahr in welchem unser erstes Release “EBM” weltweit veröffentlicht wurde. Am Anfang ging es 304 und mir darum, Musik zu machen die uns gefällt. Später haben wir uns dann entschlossen V2A auch live zu vertreten und somit entschlossen wir uns, einen Live-Drummer hinzuzufügen. Das war dann der Moment, als 654SMO zu uns kam. Da er von Anfang an mit dabei war, haben wir uns dann später entschlossen, dass es an der Zeit ist, ihn als festes Mitglied bei V2A aufzunehmen und unsere Drum-Maschine durch 654SMO zu ersetzen. Seitdem ist er ein festes Mitglied und wir sind ganz froh darüber.

304: 654SMO ist seit Anfang an dabei. Zunächst war er nur für unsere Live-Auftritte geplant. Aber er ist ein sehr guter Schlagzeuger und hat viel zur Band beigetragen. Er hat niemals ein Konzert verpasst und war immer besser mit seinem Drumming als ich im Programmieren, so dass wir uns 2005 dazu entschlossen, ihn voll bei V2A aufzunehmen.

654SMO: Ich kenne 304 seit vielen Jahren und ich fühlte mich sehr geschmeichelt als sie mich fragten, ob ich ein festes Mitglied werden möchte. Ich habe kein Konzert verpasst und ich werde auch keines missen, ob Erdbeben, Sturm, Fluten, am Ende der Welt: ich werde dort sein. V2A – wir drei werden immer zusammen sein.

316: Ja, V2A das Dreigestirn. Wir könnten uns V2A ohne 654SMO überhaupt nicht vorstellen.

Lucy: Hallo und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Lucy: Okay, dann war ich mit dem Gründungsjahr wohl etwas falsch informiert. Gab es denn seitdem ihr einen Drummer habt, musikalische Veränderungen?

316: Ich würde nicht sagen, dass es seitdem musikalische Veränderungen gab. Wir haben uns weiterentwickelt von “EBM” zu unserem neuen Werk “MECHANIZED INFANTRY”. Aber im Großen und Ganzem sind V2A einfach V2A und wir machen die gleiche Art von Musik. Ja, es entwickelt sich weiter aber immer im V2A gleichen Stil.

Lucy: Da ihr aus zwei verschiedenen Ländern kommt, könnt ihr uns doch bestimmt die Unterschiede von den britischen und den deutschen Fans aufzählen, oder gibt es da keine?

654SMO: Nachdem wir in Deutschland waren und dort aufgetreten sind, muss ich schon sagen, dass die Szene in Deutschland viel besser und größer ist als die Szene hier in England. Die Englische Szene hat sich in den letzten Jahren sehr verkleinert. Es gibt nicht mehr so viele Elektro-Clubs wie damals. Die Deutsche Szene ist sehr einladend. Selbst wenn diese nicht von einem gehört haben, werden sie trotzdem tanzen. Wobei in England die Leute nur da stehen und sich die Show anschauen. Dazu sind noch die Arme verschränkt und es gibt viel Zwischenraum auf der Tanzfläche.

304: Und auch viel Zwischenraum im Gesicht … (*lach)

654SMO: Es ist ziemlich schockierend zu sehen, dass es in Deutschland die Liebe zur Musik ist und hier in England ist das Image einfach wichtiger.

304: Ja, Image und Fashion. Aber um fair zu sein, wir haben auch hier in England Hardcore-Fans, speziell in London (Slimelight), Cardiff/Wales …

316: Und auch im Norden von England, auch wenn wir nicht oft dort gespielt haben, es ist nicht nur der südliche Teil Englands.

304: Ja, auf alle Fälle. Die meisten unserer Hardcore-Fans kann man immer schnell erkennen: Sie leuchten im Dunkeln und tragen Gasmasken.

316: Und es gibt nun endlich auch genügend davon in Deutschland. Wenn man sich unsere Weltkarte auf MySpace anschaut, so hält es sich die Waage mit englischen, amerikanischen und deutschen Fans. Jeder hat seine Eigenarten und wir sind in jedem Land zu gleichem Maße gerne.

304: Wir sind alle ähnliche Leute, weshalb wir uns alle zur gleichen Musik hingezogen fühlen.

Lucy: Auf welchen Bühnen trifft man euch mehr an? Auf den britischen oder auf den deutschen?

654SMO: Beziehen wir uns noch einmal auf die vorherige Frage. Wenn wir die Wahl hätten, so würden wir natürlich immer auf deutschen Bühnen stehen. Die Szene in Deutschland ist so viel besser. Jeder hat eine gute Zeit, es ist eine große Szene. Auf jeden Fall Deutschland.

316: Ja, auf alle Fälle. Wir haben jetzt einige Konzerte dieses Jahr hier in England gespielt und es liegen noch einige in Vorbereitung die wir für dieses Jahr planen. Aber generell ist unser nächster Schritt eine Europatour und später im Jahr steht auch eine US-Tour an. Das wird das erste Mal für V2A sein und wir freuen uns sehr darauf. Aber im Vordergrund stehen jetzt erst einmal die Konzerte in Deutschland, was wir kaum erwarten können.

304: Mal abgesehen wo wir spielen in der Welt, unser kleines Homeland ist London/ Slimelight wo wir auch des Öfteren Live zu sehen sind. Die Eigentpmer sind gute Freunde und für uns ist es ein zweites Zuhause.

316: Wir sind ja dort aufgewachsen, Slimelight war schon immer der Club, in welchem wir immer zusammen waren.

654SMO: Und um ehrlich zu sein, um als Band live in England spielen zu können, gibt es wirklich nur London. Es gibt nicht wirklich viele Festivals außerhalb London’s.

304: Ja, es gibt auch einen schockierenden Promoter, den ich hier nicht namentlich nennen will. Aber jeder, der in London gespielt hat, wird ihn kennen. Er tendiert dazu, sich in Schränken zu verstecken (*Lach). Ich glaube Front 242 können das bestätigen…

Lucy: Und wo habt ihr spürbar mehr Fans, mal abgesehen von eurer Weltkarte auf MySpace?

316: Also ich würde sagen, es ist 50/50 zwischen Europa und Amerika. Auf unserer MySpace-WSeite kann man das klar sehen, dass sich die Weltkarte halbiert. Ich würde nicht sagen wollen, dass wir mehr Fans in Mexico, USA oder Deutschland haben, es hält sich gut die Waage.

654SMO: Wir haben viele Fans auf der europäischen Seite.

304: Als ich es das letzte Mal ausgewertet habe, waren die meisten Fans auf Planet Erde. Wir haben die Feedbacks von MySpaceseiten von verschiedenen Planeten ausgewertet und die Zahlen waren schockierend niedrig von den außerirdischen Regionen. Es liegt wahrscheinlich an den schlechten Internetverbindungen dort.

654SMO: Ich hatte einige Anfragen von Alfa Centura… (*Lach)

304: Ja, wir waren uns aber nicht sicher, ob es männlich oder weiblich war. Die sind Uni-Sex dort hinten. Daher sind wir mehr populär auf Erden.

Lucy: Wie kamt ihr eigentlich zu euerem Bandnamen? Gibt man V2A bei google ein, so erscheint als erster Begriff „Rostfreier Stahl“. Sind wir da auf dem richtigen Weg?

316: Ja, das ist schon der richtige Weg den ihr da eingeschlagen habt. Mit V2A kommt man gleich zum Punkt. Es umschreibt bestens unsere Band, unsere Musik, unseren Style. Harte und reine Musik mit Struktur.

304: Edelstahl: Kalt, Hart, klinisch und giftig. Es rostet nicht, futuristisch...

316: Der perfekte Name für unsere Musik.

Lucy: Der Albumtitel „Mechanized Infantry“ steht für?

304: Das komplette Konzept des Albums war Mann/Maschine – Futuristisch – Erdkrieg. Die Idee von “MECHANIZED INFANTRY” war als erstes das Image der Musik zu umschreiben mit dem Aussehen der Band und die Fans zu vereinen, wie ein Stahl-Batallion.

654SMO: Es ist eine Huldigung für unsere Fans. Diese sind unsere Armee, unsere Armee von Fans.

304: Und wir selbst klassifizieren uns als Teil der “MECHANIZED INFANTRY”. (Übersetzung: “MECHANISCHES FUßFOLK”). Wir sind nicht die Großen, die von oben herab schauen, wir sind auch Fußvolk und wir kämpfen auch zu Fuß zusammen. Wir gegen die Menschheit.

316: Wie gesagt: MECHANIZED INFANTRY sind wir und unsere Fans als eine Gruppe vereint. Es liegen ja sieben Jahre zwischen dem Album “EBM” und “MECHANIZED INFANTRY” aber unsere Fans haben uns immer unterstützt und sind uns immer treu geblieben, wofür wir sehr dankbar sind. Wir haben uns viel Zeit gelassen mit dem neuen Album und die Fans sind immer noch da und halten uns die Treue und diesen Bund soll “Mechanized Infantry” zeigen.

Lucy: Die Songtitel beziehen sich auf Mechanik, Automatisierung, Krieg und Religion. Wie kommt ihr zu diesen Titeln und Textfragmenten?

304: Jeder Song ist sehr persönlich die Band betrachtend. Es gibt tiefe Hintergründe zu den Texten und zu den Liedern, auch wenn dieses auf dem ersten Blick nicht so scheint. Vieles hat mit Lebenserwartung zu tun, unsere Abneigung zur Menschheit, von welche wir versuchen uns zu entfremden / zu distanzieren.

316: Zu den Songs: Zum Beispiel dreht sich in “MECHANIZM” alles um’s Überleben durch Implantate. Ein nahes Familienmitglied ist nur noch am Leben durch den Einsatz von Implantaten, die lebenswichtig für diese Person waren. Jeder Text hat einen tiefen Sinn für uns, auch wenn viele Leute denken, sie haben keinen. Wir wollen Leute nicht mit unseren Texten langweilen, weshalb wir diese zweideutig machen. Und Leute, die sich für den Hintergrund der Texte interessieren, werden dies herausfinden. Das ist halt ein Weg, auf dem wir spezielle Situationen und Erfahrungen verarbeiten.

654SMO: Auch die derzeitige globale Situation, in der wir uns befinden, reflektiert sich in unseren Songs: Menschheit, Existenz auf dem Planten, wie wir versuchen zu überleben. Es sind alles versteckte Bedeutungen.

304: Es macht uns Spaß beim Schreiben der Songtexte, diese Themen / Gefühle und Empfindungen zu vereinen. Es ist eine gute Art die Dämonen im Kopf zu trainieren. Wir lassen sie los auf die Menschheit und die meisten Leute wissen nicht, was wir meinen. Es macht Spaß. Auch Zweideutigkeit spielt eine große Rolle. Wir verstecken auch Codes in einigen Songs. Wir hatten Codes und versteckte Nachrichten auf dem ersten Album, soweit wir wissen hat diese niemand gefunden ….

Lucy: Wie stellt ihr den Bezug zwischen euerer Musik und dieser Thematik her?

304: Es beginnt mit einer Idee. Mit dieser Idee bekomme ich eine weitere Idee, worum es sich drehen soll, was dann wiederum zur Geschwindigkeit des Songs, welchen Sound wir wollen, Refrain, Vers, etc… beifügt. Die meisten unserer Songs sind sehr Refrain orientiert, sehr einprägsman, wie z. B. “Jesus loves you”, “Electrowhore”, etc…

316: Die Grundlage für alle unsere Songs ist, dass sie tanzflächentauglich sind. Unser Standpunkt ist harte elektronische Tanzflächenmusik zu schaffen. Ich denke nicht, dass wir je langsame Balladen veröffentlichen werden. V2A ist dancy Musik.

654SMO: Wir versuchen mit unseren Texten auch die Zuschauer zu involvieren. Es ist ein super Gefühl, wenn du auf der Bühne stehst und einem die Zuschauer die Texte zurufen. Es ist gut, Feeback während den Konzerten zu bekommen.

Lucy: Wie ihr eben schon angesprochen habt, ist der Titel einer eurer Songs „Jesus loves you“. Seid ihr gläubig, oder kann man dies eher als Ironie bezeichnen?

654SMO: Ja, es ist schon eine Art Ironie. Es geht wiederum um den momentanen globalen Status, in dem wir uns derzeit befinden. Wenn es Jesus oder Gott gibt, würde er es in diesem Zustand belassen?

304: Meine Eltern waren sehr religiös und ich habe es immer in Frage gestellt: Wenn es einen Gott gibt, warum gibt es soviel Leid?

316: Ja, wenn das Liebe ist – was ist Hass?

304: Genau. Mit V2A stellen wir immer diese Frage an die Welt, nehmen nichts als selbstverständlich. Wir stehen in der Welt, unsere Augen sind weit geöffnet und können nicht begreifen, dass die breite Masse keine eigene Meinung hat, sondern nur folgt, wie Schafe.

Lucy: Wie eben schon erwähnt, wollt ihr mit euerer Musik zum Tanzen anregen. Wollt ihr gleichermaßen auch zum Hören und Nachdenken anregen?

304: Der wichtigste Grund für uns ist Musik für die Tanzflächen. Massen-Chaos / Verwüstung / Stroboskop / Nebelmaschine...

316: Und Leuchtstäbe, hier in England …

304: Wenn sich die Leute interessieren und die Zeit spenden wollen, sich in die Musik zu vertiefen und sich damit zu beschäftigen, werden sie verborgene Informationen finden.

316: Wie schon mehrmals erwähnt, haben alle Songs persönliche Bedeutungen, aber wir wollen damit nicht unsere Außenwelt belasten, sondern wir wollen, dass die Außenwelt unsere Musik genießt. Es ist wichtig für uns, spezielle Situationen zu verarbeiten und nach außen hin wollen wir, dass die Leute feiern, abtanzen, Spaß haben und wild auf den Tanzflächen umherhausen.

304: Und das ist wiederum ein Grund, dass wir keine Texte mit unseren CD’s veröffentlichen. So es ist den Leuten selbst überlassen, auf welcher Ebene sie unsere Musik erforschen wollen. Sie können in einem Club gehen, tanzen, den Verstand verlieren und vielleicht den Refrain für die Konzerte lernen. Dann gibt es auch die anderen Leute, die sich wirklich damit auseinandersetzen. Selbst wenn sie die Texte vor sich haben, so würden sie nicht wirklich gleich wissen, was wir meinen.

654SMO: Und es kann nicht übertroffen werden, wenn tausende Leute live mitsingen und Spaß an der Musik haben.

Lucy: Was genau möchtet ihr mit „Mechanized Infantry“ vermitteln und wo liegen die gedanklichen Hintergründe für dieses Album?

304: Das Hauptziel von “MECHANIZED INFANTRY” ist, dass wir dem Publikum einen Einblick auf unseren derzeitigen geistigen Zustand vermitteln wollen, in diesem präzisen Moment der Zeit.

316: Es gibt hier nichts Wirkliches, was wir nach außen hin vermitteln wollen. Jeder Song steht für sich selbst aus verschieden Bereichen und Erfahrungen in unserem Leben, die wir derzeit verarbeiten. Wir wollen nichts vermitteln und nicht sagen: Holt euch Implantate, tretet aus der Kirche aus oder was auch immer. Es hat nichts damit zu tun. Es sind Thematiken, mit welchen wir uns selbst beschäftigen, nicht mehr nicht weniger – ausgenommen das man Spaß auf der Tanzfläche haben soll.

654SMO: Es ist einfach gut anzusehen, wenn Leute da draußen eine gute Zeit haben und das ist etwas, was wir mit “MECHANIZED INFANTRY” erreichen wollen. Wir wollen Leute glücklich machen, wollen sie tanzen sehen.

304: Und unsere Weltherrschaft – die unterbewussten Nachrichten sind hierzu ausschlaggebend…. (*lach)

Lucy: Gibt es einen persönlichen Lieblings-Track von euch auf dem Album?

654SMO: Also mein Favorit ist “CONTAGEN”, nahe gefolgt von “BODYHAMMER”. Der Grund für “Contagen” ist, dass ich mich für Sci-Fi interessiere und dieser Song ist sehr Sci-Fi „Alien vs Armee“ orientiert. “Bodyhammer” ganz einfach aus dem Grund, dass er ein wirklich guter Tanzflächenhit ist.

304: Denkst Du 254SMO hat die gleichen Interessen bezüglich der Songs? Da er ein Klon von dir ist?

654SMO: Wahrscheinlich nicht.

316: Nein, auf keinen Fall. Ich habe ihn persönlich getroffen.

654SMO: Er ist der komplette Gegensatz zu mir.

304: Was würde sein Song sein?

316 + 654SMO: “Electrowhore” ... 304: Für mich ist es immer der letzte Song, an dem ich gearbeitet habe. In diesem Fall ist es “JESUS LOVES YOU” auf dem Album. Es war mein Favorit, aber ich arbeite bereits am neuen Album und habe daher einen neuen Favoriten.

316: Meine persönlichen Favoriten sind “MECHANISM” und “BODYHAMMER”. Der Grund für “Mechanizm” ist, wie zuvor bereits erwähnt, dass es um ein nahes Familienmitglied geht, welches dank der Implantate noch am Leben ist und mir sehr am Herzen liegt. “Bodyhammer” - ich liebe es einfach, diesen zu singen. Es ist ein super Tanztitel und es macht mir super Spaß, diesen Live zu performen, da die Tanzfläche einfach wie wild tanzt und verrückt wird.

Lucy: Mit welcher Musik seid ihr eigentlich aufgewachsen und welche waren die ersten Schritte in Richtung Cyber-Goth?

304: Also ich bin mit Kraftwerk, Gary Numan, Visage groß geworden und ein sehr, sehr großer Visage-Fan. Von hier aus bin ich auf in die frühen 80’er EBM-Bands wie Nitzer EBB, Front 242, Casandra Complex, Cat rapes Dog, Armageddon Dildos, Bigod 20… gestoßen.

316: Ich persönlich wurde im Alter von 12 Jahren mit Beeing Boilt eingewiesen, was mein erster Kontakt war. Dann folgten natürlich meine langen Jahre mit Depeche Mode. Ich war für viele Jahre ein begeisterter Anhänger der Band, was natürlich zu vielen EBM-Parties im Rhein & Ruhrgebiet führte, wie z.B. Bonn “Biskuithallte” (Keksdose), welche sicherlich dem einem oder anderen EBM/Elektrofan bekannt sein dürfte. So bin ich in die Szene geraten. Cybermässig wurde ich in London der Szene näher gebracht und alles andere ist Vergangenheit.

654SMO: Ich bin ein riesiger “Front 242” Fan, dann KMFDM, habe sie persönlich kennen gelernt da sie in einem meiner Clubs aufgetreten sind. Dann “Front Line Assembly”, “Skinny Puppy”....

316: Und ich muss auch sagen, das ich echt happy bin, in der Zeit aufgewachsen zu sein. Weil die Bands zu diesem Zeitpunkt noch sehr einzigartig und eigenständig waren. Heutzutage gibt es so viele Klon-Bands, was die Musikszene in meinem Augen wirklich langweilig macht und somit nicht viel zu bieten hat.

Lucy: Welche Musik hört ihr privat zu Hause?

304: Ich höre hauptsächlich 80’s, EBM, Old School EBM.

316: Ja, elektronische Musik, manchmal etwas gitarrenlastig angehaucht, wie NIN. General würde ich aber sagen: elektronische Musik.

654SMO: Meine musikalischen Interessen schwanken. Im Moment ist es “Lacuna Coil”. Das höre ich momentan zu Hause. Auch “Front 242” sind eine meiner größten Favoriten. “Suicide Commando”....

316: Es kommt auch ganz darauf an, in welcher Stimmung man sich befindet. Man hört sich ja nicht Hardcore-EBM an, wenn man sich grade hinlegt und ausruhen möchte….

Lucy: Habt ihr musikalische Vorbilder, welche in die Musik mit einfließen?

316+304+654SMO: NO! (*Lach)

316: Ich würde nicht sagen, dass wir Vorbilder haben . Es gibt Leute, die wir gerne anhören, wie z.B. Szenegrößen wie “Front 242” und bewundern, was sie erreicht haben. Oder auch “Nitzer Ebb”, aber ich würde nicht sagen, dass wir uns durch diese Musik beeinflussen lassen.

654SMO: Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man seinen eigen Stil verfolgt und versucht niemanden zu kopieren. Trage etwas anderes dazu bei. Ich weiß, es ist nicht leicht, im heutigen Zeitalter, da viele Dinge schon gemacht wurden. Versuche deinen eigenen Stil zu finden, ohne jemanden zu kopieren.

304: Ich finde es einfacher, wenn wir uns die neuen Bands nicht anhören. Wir sind die meiste Zeit in unserem Studio und hören nur unser eigenes Material. Ich höre so gut wie nie Radio oder Musik-TV, da wir gerade hier in England keine szenespezifische Magazine haben.

316: Was ich auch nicht verstehe ist, warum soll ich mich wie Band XY anhören, die es ja schon gibt? Warum darf ich nicht meinen eigenen Stil kreieren und meine eigene Musikrichtung machen? Warum muss ich mich anhören wie eine andere Band? Also ich verstehe das nicht.

Lucy: Anfangs ward ihr bei „Trisol“ und nun seid ihr bei „Biohazzard Records“ unter Vertrag. Wie kam es eigentlich zum Labelwechsel?

316: Mit Trisol hatten wir einen guten Partner gefunden, um unser erstes Werk “EBM” zu veröffentlichen, was ja weltweit erschienen und bereits nach kurzer Zeit vergriffen war. Aber jetzt nach sieben Jahren haben wir uns entschlossen, V2A auf die nächste Etage zu bringen und wir haben mit Biohazzard jetzt einen guten Partner gefunden, da wir dort erstmal das Labelmanagement haben und auch wieder weltweite Distribution plus Bandmanagement, was wir bei Trisol ja nicht hatten. Wir sind sehr glücklich bei Biohazzard und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

654SMO: Ich denke auch, dass es gut war, mit dem neuen Album zu einem neuen Label zu wechseln. Es ist also ein frischer Start für V2A. Neues Album, neues Label, neuer Start.

304: Und groß ist nicht immer hübsch. Manchmal ist es besser mit einem kleineren Label, es sind bessere Leute mit denen man arbeitet.

Lucy: Habt ihr eigentlich neben der Musik auch noch andere Hobbies? Wenn ja, welche?

316: Die V2A-Members haben viele Hobbies (*grins) Eines davon ist z.B. MMA - Cage fighting / Tierrettung – also wir sind in der verschiedensten Sachen unterwegs …

304: Ja, also MMA (Mixed Martial Arts) – Ich habe den Schwarzen Gürtel in Taekwondo, dann mache ich JuiJitsu, Eskrima Stockkampf

316: … und Paintballing

304: Ja, Paintball. V2A haben ihr eigenes 5-Mann-Sub-Air-Paintball-Team – wir sind bereit jede Band zu einem professionellen Sub-Air-Paintball-Wettbewerb herauszufordern – vielleicht etwas später im Jahr…

654SMO: Ich persönlich liebe Motorradfahren und bin oft auf meinem Speedbiest unterwegs, dann Paintball, wie grade schon erwähnt. Dann natürlich DJ’ing in meinem Club und Console-Gaming/ Online Gaming, ich liebe es. Vielleicht trifft man sich ja mal online….

316: Genau … Sind wir nicht alle einwenig Wii (*grins)

Lucy: Ihr habt es bereits erwähnt, dass zwischen euren beiden Alben sieben Jahre liegen. Warum ist so vie Zeit dazwischen verstrichen?

304: Der Grund, dass sieben Jahre zwischen unseren Veröffentlichungen liegen, ist in erster Linie, dass wir eine sehr widerspenstige Band sind. Wir lieben es wild live aufzutreten. Das ganze “im Studio sitzen” und seriös zu sein und aufnehmen.. Ich persönlich finde es sehr schwierig im Studio und wir versuchen immer zu entkommen. Durch den Studioumbau wurde es ausbruchsicher gemacht, wir haben Gitter an den Fenstern, etc… was uns endlich dazu gezwungen hat im Studio zu bleiben und das Album fertig zu stellen.

316: Dann waren wir auch noch auf anderen Planeten unterwegs, was viel Erdzeit in Anspruch genommen hatte….

654SMO: Ja wir mussten den Betonbunker verstärken, mit Stahlkabeln damit wir nicht entkommen konnten.

304: 250MO entkam aber…

654SMO: Ja, und es war ein Drama ihn wieder hineinzubekommen…. Wir hatten einige Versuche, aber es klappt nicht mehr….

304: Sieben Jahre ist auch nur eine Erdzeit – Unser Jahr dauert 5000 Tage, daher liegen wir wirklich gut im Rennen…. Das nächste Album wird schneller erscheinen …. Es ist bereits in Arbeit… Ein großes Sorry zu unseren Fans, welche uns Jahr für Jahr fragten, wann ein neues Album erscheint … Und die gleichen Fans jedes Jahr zu vertrösten, war nicht schön. Sie taten mir echt leid…. Also dieses Album ist diesen gewidmet!

316: Aber nun ist es ja da …..

Lucy: Kommen wir einmal zu eueren Live-Auftritten. Wie ist es eigentlich für euch, auf der Bühne zu stehen?

316: Wir lieben es!

654SMO: Ja, Live kann einfach nicht übertroffen werden. Ich denke, dass ist auch der Grund weswegen das zweit Album erst so spät erschien… Wir lieben es einfach.

316: Es ist einfach ein so gutes Gefühl, wenn man auf der Bühne steht und die Fans einem zeigen wie sehr sie unsere Musik mögen und tanzen ab. Wir lieben es einfach.

304: Das Gefühl der grollenden Synthesizer, der Rauch überall, die Gasmaske in der Hand, das flickern der Stroboskope. Auch die Rauchgranate, die einmalig im Slimelight benutzt wurde und zur Massenpanik führte, etc…. Machen wir nicht noch einmal – innen…. Wir machen es nicht für’s EGO oder für Geld. Wir machen das alles aus Spaß an der Sache und um Chaos auf der Tanzfläche zu kreieren….

Lucy: Sind zum neuen Album auch Konzerte geplant?

316: Natürlich haben wir Konzerte geplant. Wir haben ja dieses Jahr bereits einige Konzerte gegeben, begonnen mit dem Release-Gig im Slimelight/London, wo auch unser Live-Video für “Kill-9” gedreht wurde. Dann haben wir auf einem Festival hier in Birmingham gespielt und das nächste auf dem Plan ist das Elekktroshokk-Festival am 18.04. in Adelsheim in Deutschland, worauf wir uns super freuen, weil es unser erstes Konzert seit sieben Jahren in Deutschland sein wird. Unsere Fans haben uns über MySpace angeschrieben und freuen sich sehr. Es wird bestimmt eine super Show. Unser Management ist derzeit dabei einige Tourdaten in Europa auszuarbeiten und auch eine Tour in Amerika. Wir freuen uns sehr darauf.

Lucy: In Bezug auf die Vermarktung der eigenen Musik hat das Internet mit Plattformen wie LastFM, Youtube, MySpace oder auch Vampirefreaks über die normale Homepage hinaus einen sehr großen Stellenwert bekommen. Wie steht ihr zu dieser Entwicklung und wie intensiv werden diese von euch genutzt?

654SMO: Ich denke, das Internet ist eine sehr gute Plattform für Bands. MySpace/ Youtube/Facebook/etc…. Es ist eine fantastische Sache, sich in die Öffentlichkeit zu stellen und gesehen zu werden. Auf jeden Fall ein Plus. Die illegalen Downloads sind natürlich wiederum etwas Schlechtes, aber um den Namen nach draußen zu bekommen sehr wirksam.

304: Gerade jetzt, wo die Industrie durch gewisse Leute kontrolliert wird und man zahlen muss, um hineinzukommen oder was auch immer, ob du die richtigen Leute kennst, etc… das Internet rebelliert gegen all das.

316: Wir persönlich haben Vampirefreaks und MySpace zu unseren Gunsten in den letzten Jahren genutzt. Wir haben eine so breite Masse von Leuten ansprechen können, die wir jetzt zu unseren Fans zählen können, welche wir ohne diese Seiten vielleicht nie getroffen hätten.

304: Wir sind sehr oft auf unserer MySpaceseite anzutreffen: http://www.myspace.com/v2a

Lucy: Musik wird von vielen Menschen in letzter Zeit herunter geladen, sei es legal oder illegal. Wie macht ihr euch als Band noch Mut Musik zu machen, ist dies doch eine brotlose Kunst geworden?

316: Ich kann jetzt nur im Namen von V2A sprechen. Wir machen es generell nicht wegen dem Geld, sondern aus der Liebe zur Musik. Natürlich ist es schwer in der heutigen Zeit – gerade wegen der illegalen Downloads – Geld zu verdienen. Ich stelle es mir sehr schwer vor, davon zu leben.

304: Wir veröffentlichen Musik, um unseren Namen bekannt zu machen und somit die Chance zu bekommen Live-Konzerte spielen zu können. Wenn ich Live-Auftritte ohne Veröffentlichungen bekommen würde, wäre ich genau so happy.

654SMO: Heutzutage sind CD’s fast überholt. MP3’s sind der Weg nach vorne. Du wirst immer Leute haben die kopieren… Es war mit Kassetten, mit Cd’s. etc…. Aber wir sind hier zum Vergnügen.

304: Ja, nur eine kleine Message zu den Leuten, die illegal runterladen:

316: Wir werden dich finden …

304: …..Ja, wir werden dich erjagen wie einen Hund .. und werden dich toeten (*lach) … Nein im Ernst. Ein Punkt für die Leute, die sich illegal Musik runterladen von der Ansicht einer Band: Wenn Du losgehst und Tausende Pfund / Euro von deinem eigenen hart erarbeiteten Geld ausgibst für die richtige Ausrüstung, wie Keyboards, Synths und dann hunderte Stunden Tag und Nacht verbringst, die Musik zu kreieren und du kannst nicht einmal das einnehmen was Du ausgegeben hast – dadurch das Leute die Musik illegal für nix runterladen – versuche es selbst einmal und sehe selbst, ob du dich gestört fühlst von den illegalen Downloads… Eines Tages werden gute Bands sagen – “Zum Teufel damit” und werden sich nicht mehr bemühen – und verantwortlich alleine sind diese Leute, die es verursacht haben. Sie haben es zerstört.

Lucy: Was empfindet ihr dabei, wenn sich jemand euerer Musik einfach so beraubt?

654SMO: Ich denke, es ist unfair gegenüber den Leuten, die entweder die CD oder den Download legal kaufen.

304: Ich denke, echte Fans kaufen die originalen CD’s oder Downloads. Sie unterstützen die Bands, sehen diese Live, tragen die originalen T-Shirts (nicht Imitationen). All die anderen Leute fliegen von einer Band zur anderen – zum Teufel mit denen…

316: Wir werden sie finden – wir werden sie jagen – und wir werden sie bekommen. Und wenn wir sie bekommen … Ich will nicht in uurer Haut stecken ….

304: Die Haut wird an 254SMO gegeben…

316: Die ganze Person …

304: Haben wir doch letztes Mal gemacht oder? Seid alle gewarnt 254SMO ist böse!

654SMO: Aber sicher im Bunker eingesperrt im Moment….

Lucy: Was meint ihr, kann man als Band gegen diese Entwicklung tun?

304: Wie wir es sehen: Die Leute, die losgehen und das Album kaufen sind ein Mitglied in “Mechanized Infantry”, wir sind alle ein Team.

316: Genau und wer nicht, der wird von der Mechanized Infantry überrollt…

304: … Vom großen Panzerroboter?

316: Ja, oder durch mein UFO.

304: Du hast dein eigenes UFO?

Lucy: Welche Pläne oder Wünsche habt ihr für 2009?

316: Für V2A natürlich ist es, viele neue Fans mit dem neuen Album dazu gewinnen zu können. Es ist schon sehr gut angelaufen und die Resonanz bis jetzt was sehr positiv. Wir waren sogar für über 3 Wochen in den DAC Top 10 vertreten, was natürlich schon ein super Ereignis für uns war, worüber wir uns super gefreut hatten. Natürlich die nächsten Wünsche sind, dass wir eine super gute Tour hinbekommen und super gute Konzerte geben werden. Und natürllich die Erstellung von Album Nr. 3, wo wir bereits mit den Arbeiten begonnen haben und wir mit Veröffentlichung Frühjahr 2010 rechnen.

654SMO: Natürlich die Arbeit an unserem 3. Album, weitere Konzerte, einige unserer Fans zu treffen und diesen persönlich für die Treue zu danken.

304: Mein persönlicher Wunsch für 2009 ist, dass ihr Spaß habt, kommt in die Gänge, bringt eure Gasmasken mit und wir sehen uns auf der Tanzfläche.

Lucy: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch viel Erfolg mit dem neuen Album und überlassen die letzten Worte einfach euch.

654SMO: Ich möchte nochmals Danke sagen an unsre Fans, die geduldig auf unser Album gewartet haben. Danke an alle, die sich die Zeit genommen und unsere Gigs besucht haben. Und ich hoffe, wir sehen Euch auf einem der nächstern Konzerte in der nahen Zukunft.

316: Ich möchte allen im Namen von V2A für das Interesse an uns danken – PromoFabrik fuer die Möglichkeit, dieses Interview zu geben und natürlich hoffen wir euch auf einen der nächsten Konzerte zu sehen. Und natürlich hoffen wir, dass euch unser Album gefallen wird. Bis bald!

304: Von mir DANKE an alle Fans – DANKE an PromoFabrik für die gute Unterstützung und eine super Arbeit. An alle: Geht nach draußen – lebt das Leben in vollen Zügen – denn ihr werdet eine lange Zeit tot sein.