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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, uns ein paar Fragen zu beantworten. Stelle dich unseren Lesern / Hörern doch bitte einmal kurz vor.
Bastian: Hallo, mein Name ist Bastian Polak, ich bin 30 Jahre alt und ich produziere seit etwa zehn Jahren unter dem Pseudonym Septron meine eigene Musik.
Wie fühlt es sich an, so kurz nach der Veröffentlichung des ersten richtigen Albums „Wuterguss“?
Bastian: Es fühlt sich super an!
So langsam realisiere ich, dass meine CD wirklich Veröffentlicht wurde und um ehrlich zu sein, fällt auch eine große Last von meinen Schultern, denn es war zeitweise ganz schön stressig.
Aber nun freue ich mich darauf an neuen Songs zu arbeiten und ich hoffe dass meine 2. CD im Mai fertig ist.
Da wir gerade von „Wuterguss“ sprechen, ein sehr schönes Wortspiel übrigens. Wie bist du darauf gekommen und was steckt genau hinter diesem Albumtitel?
Bastian: Da ich ja vor dieser Veröffentlichung schon 3 CD's in Eigenregie produziert habe und ich unbedingt wollte das davon einige Songs mit auf die neue Cd kommen, viel mir dieser Titel ein.
''WUT'', da ich in diesem Album viel Hass gegenüber unserer Gesellschaft verarbeitet habe und ''Erguss'', weil viele ältere Songs mit eingeflossen sind.
Die ersten vier „Alben“ hast du im Alleingang auf CDR produziert. Nun steht dir ein Label zur Verfügung. Wie hast du zum Label gefunden?
Bastian: Ich suchte ein Label in meiner Nähe, dass diese Art von Musik unterstützt und so bin ich durch Zufall auf das Label Sonic-X gestoßen.
Ich schickte fleißig Demo Tapes an Tommy und besuchte eine Veranstaltung von ihm.Dort gab ich ihm einige neue Songs von mir und ein paar Tage später meldete er sich und es kam zu Zusammenarbeit.
Und was hat sich für dich und deine Musik verändert?
Bastian: Verändert hat sich eigentlich nicht viel.Vielleicht dass ich am Anfang die Musik für mich gemacht habe und jetzt bekomme ich Mails das anderen Menschen meine Musik gefällt, was natürlich ein Traum für jeden Musiker ist.Ich versuche einfach nur den Hörer Nachdenklich zu stimmen und es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn die Message ankommt.
Wird dir nun vorgeschrieben, was du zu tun und zu lassen hast, oder lässt dir das Label „freie Hand“?
Bastian: Bis jetzt darf ich noch machen was ich will ;)
Nein das ist mir auch wichtig, dass ich mir und meinem Stiel treu bleibe.
Du sagst ja von dir, du verarbeitest in deinen Liedern Ängste, Hass und Versagen. Sind viele dieser Ängste beruhend auf Erfahrungen oder betreffen sie eher dein Umfeld, also deine Umwelt?
Bastian: Das ist unterschiedlich, denn manche meiner Songs handeln von persönlichen Erfahrungen wie z.B. Blumenwelt und Unter deiner Obhut.In diesen Songs verarbeite ich persönlichen Kummer.
In anderen Liedern setze ich mich mit meiner Umwelt und meinem Umfeld auseinander und verarbeite so meine Unzufriedenheit.
Wenn ein neuer Song entsteht, was entsteht bei dir zuerst? Eine Melodie im Kopf oder wird aus einem deiner Gedichte ein Songtext und die Musik fügt sich dann hinzu?
Bastian: Meistens entsteht zuerst die Musik.Diese komponiere ich mit Hilfe von verschiedenen Programmen und während ich dann an der Musik arbeite, Inspiriert mich oft die entsprechende Stimmung zu den einzelnen Textpassagen.
Es kommt aber auch vor, dass ein Gedicht die Grundlage für einen neuen Song ist.
Es ist ja heute sehr schwer geworden, heutzutage mit der Musik Geld zu verdienen. Was machst du eigentlich beruflich?
Bastian: Gelernt habe ich Modellbauer, aber im Moment bin ich noch bei einem Sicherheits Unternehmen beschäftigt.Ich würde mich aber gerne Beruflich weiterentwickeln und im Gefängnis als JVA Beamter arbeiten.
Dein Wunsch ist es, in einer Metalband mitwirken zu dürfen. Sollte sich das irgendwann einmal ergeben, stirbt dann dein Soloprojekt Septron?
Bastian: Nein, auf keinen Fall stirbt das Projekt Septron. Dafür hab ich schon zu viel Blut, Tränen und Schweiß reingesteckt.
Würdest du denn das Soloprojekt Septron zu einer Band ausbauen, wenn sich Musiker finden würden, mit denen du zusammenarbeiten könntest oder würde sich so eine Zusammenarbeit ausschließlich auf Bühnenarbeit beschränken?
Bastian: Ja, ich würde mich sehr gerne Musikalisch weiterentwickeln und das Projekt Septron vergrößern und natürlich wäre dann die Zusammenarbeit nicht nur auf die Bühne beschränkt.
Deine Texte sind allesamt deutschsprachig. Mit Hilfe einiger Interpreten sind deutsche Texte durchaus gesellschaftsfähig geworden. Hattest du jemals auch den Drang, einen Teil auch in englisch aufzunehmen, um mehr als nur den deutschsprachigen Raum zu erreichen?
Bastian: Ja diesen Drang hab ich schon oft verspürt, aber um ehrlich zu sein reichen meine Englischkenntnisse nicht aus um in Reimform zu schreiben und ich könnte auch nicht dass ausdrücken was ich gerne dem Hörer vermitteln möchte.
Ich werde es aber in angriff nehmen.
Der Titel „Mädchen Ohne Kopf“, welchen Hintergrund hat er? Wie bist du auf den Text gekommen?
Bastian: Eigentlich hat dieser Song keinen Tieferen Hintergrund.Ich wollte zu dieser fröhlichen Melodie einen makaberen Kontrast schaffen und so entstand diese Geschichte von diesem kleinen Hexenkind. Da dieser Song Live immer sehr gut ankommt, taucht dieses kleine Mädchen ohne Kopf natürlich auch auf dem CD Cover auf.
Gibt es zur Entstehung des Songs „Opfer“ eine Geschichte? Was bewegte dich dazu, ihn zu schreiben?
Bastian: In diesem Stück drücke ich meine Wut gegenüber engstirnigen, kranken und korrupten Menschen aus.
Ich widme diesen Song allen pedofielen Priestern unserer Welt.
Beschreibe uns doch bitte einmal den Titel „Das Ende der Welt“ genauer. Wie und warum geht die Welt deiner Ansicht nach im Song zugrunde?
Bastian: Mich macht es krank wenn ich sehe wie dumm doch die Menschheit ist.Es dreht sich doch alles ums Geld und unsere Umwelt muss leiden.
(Öl Katastrophe)
Irgendwann hat unsere Welt genug gelitten und oft wehrt sie sich ja auch schon gegen uns, aber ich glaube dass es erst der Anfang ist.
„Der Dialog mit dem Tod“.... Wie kommt man auf solch einen Titel? Stecken da persönliche Erfahrungen drin oder ist es reine Fiktion?
Bastian: Ja, dieser Song handelt von einer persönlichen Erfahrung. Ich hatte schon mal ein Nahtod Erlebnis und ich denke dass jeder Mensch Angst vorm Tod hat, egal an was er glaubt. Also wenn man die Gelegenheit hat, den Tod zu besiegen sollte man sie ergreifen.
Nun folgen ein paar Stichworte, bitte spontan antworten...
Gesellschaft: Nutze ich als Inspiration
Kirche: Ein Kranker Verein
Hass: Verarbeite ich in meinen Songs
Angst: Sie macht mir Angst
Versagen: Spornt mich an
Metal: Bringt mich zum tanzen
Industrial: Gefällt mir auch sehr
Hip Hop: Tanzfläche verlassen und ein Bier holen
Vergangenheit: Daran denke ich gerne zurück.
Gegenwart: Macht mich glücklich
Zukunft: Kann hoffentlich mit der Vergangenheit mithalten
In deiner Musik steckt, wie man hören kann, eine Menge Persönlichkeit. Wie war es damals für dich, als du das erste Mal auf der Bühne gestanden hast?
Bastian: Es war Natürlich ein überwältigendes Gefühl.
Was mich aber etwas gewundert hat war, dass ich fast nicht aufgeregt war, sondern mich eher darauf gefreut habe endlich mal zeigen zu können was ich so mache.
Es sind ein paar Auftritte geplant, erzähle uns doch mal bitte wo und wann man dich sehen kann?
Bastian: Also am 19.06.2010 gebe ich ein Release Konzert in meiner Heimatstadt Kusel.Dieses findet dort im Museumskeller statt.
Am 01.07.2010 werde ich im Media Markt Saarbrücken spielen, wo auch Mozart von Umbre et Imago eine Autogrammstunde geben wird.
Auf dem Pfeffelbach Open Air werde ich am 09.07.2010 spielen. Unter anderem mit dabei Freiwild.
Was hast du dir für die nähere Zeit vorgenommen, was hast du langfristig vor? Wo siehst du Septron in fünf Jahren?
Bastian: Auf jeden Fall arbeite ich mit Hochdruck an meinem neuen Album und ich wünsche mir für die Zukunft das sich mein Soloprojekt vergrößert.
Da ich aber ein sehr bescheidener Mensch bin kann es ruhig so bleiben wie es im Moment ist, denn ich hätte nie gedacht dass ich mal ein Interview geben darf oder in einem Radio gespielt werde.
Klar wünscht man sich als Musiker das man Bekannter wird und mehr Auftritte bekommt, aber ich finde es kann so bleiben wie es im Moment ist.
Wo sehe ich Septron in Fünf Jahren? Das kann ich leider nicht sagen.Ich lasse mich mal Überraschen.
Vielen Dank noch mal, Bastian, dass du dir Zeit genommen hast. Viel Erfolg mit „Wuterguss“! Hast du ein paar abschließende Worte für unsere Leser?
Bastian: Ich danke euch für die Unterstützung und wenn ich gerade dabei bin möchte ich diesen auch meinen Fans und meinen engsten Freunden aussprechen, denn ohne deren Hilfe könnte ich das alles nicht bewältigen.
Begleitet mich auf meinem Amoklauf gegen die Ordnung!
Denn die Welt liegt im sterben.
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