Hallo MECHANICAL MOTH! Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht’s euch?
Tandrin: Den Umständen entsprechend sehr gut. ? War einiges los, viel musste organisiert werden. Ich glaube die Rebirth ist bis jetzt die aufwändigste CD insgesamt. Dieser Tage habe ich noch einige Remixe fertig gemacht und das nächste Novastorm-Album will auch angegangen werden.
Salacity: Super gut, jetzt wo die Rebirth endlich durch ist, ist doch erstmal einiges an Spannung von uns abgefallen. Aber natürlich rasten wir nicht und sind schon fleißig am Sammeln neuer Ideen.
Dann stellt euch unseren Lesern / Hörern doch bitte einmal vor und erklärt uns, wie die Aufgaben bei euch verteilt sind.
Tandrin: Wir sind Mechanical Moth, intern auch „Motte“ genannt. Wir, das sind Ivy, Salacity und meine Nichtigkeit. Ivy und Salacity übernehmen auf der Rebirth weitläufig die Vocals und Texte während ich komponiere, mische, aufnehme und mich um den grafischen Teil und unsere Webseiten (www.mechanicalmoth.de, http://www.myspace.com/mechanicalmoth) kümmere.
Wie würdet ihr Leuten den Sound von MECHANICAL MOTH beschreiben, die bisher noch nichts von euch gehört haben?
Tandrin: Wir wandeln uns von Album zu Album. Die Weiterentwicklung und das Experimentieren mit Sounds und Ideen ist eindeutig unser Bereich. Auf der „Rebirth“, dem aktuellen Album, gehen wir auch diesmal Schritte in eine neue Richtung und kombinieren elektronische aber auch akkustische Elemente mit neuen Einflüssen im Gesang wie zum Beispiel Gospel und Soul, was Ivy beeindruckend mit in die Band brachte. Es ist schwierig ohne immer irgendwie unpassende Vergleiche Mechanical Moth einzuordnen. Ich würde sagen: Mechanical Moth erzählen Geschichten, mal sanft, darkwavig, aber manchmal auch härter, elektronischer.
Wann und wie bist du, Tandrin, auf die Idee gekommen MECHANICAL MOTH ins Leben zu rufen und warst du vorher schon musikalisch aktiv?
Tandrin: Das ist schon so lange her. Ich rechne immer mit dem 26.09.2002 als Geburt der Motte. Davor war ich in einigen Bands als Gitarrist unterwegs und hatte bereits massig Bühnenerfahrung. Ich war z. B. in einer Crossoverband namens Abused Poetry die verdächtig nach System of a down klang (bevor die überhaupt bekannt wurden). Das warn Zeiten, sozusagen als QuotenGruft. Aber irgendwann wollte ich etwas bleibendes schaffen, was genau meinem Geschmack entsprach, ohne den Einfluss von einer ganzen Band wollte ich ausleben wonach mir war. So entstand die Grundidee zu Mechanical Moth. Eigenständigkeit und Freiheit. Vivre la revolution!
Wie habt ihr euch damals alle kennen gelernt?
Tandrin: Matricide wurde mal bei Abused Poetry als Gastgesang mit reingenommen, man kannte sich irgendwie. Später als ich anfing eigene Instrumentale zu schreiben für eine noch namenlose Band, kam in mir das Gefühl auf das mein eigener „Gesang“ nicht all das auszudrücken vermag was ich zeigen wollte. Also überlegte ich wer in Frage kommen könnte und rief schließlich Matricide an. Am 26.09.2002, auf einem Blutengelkonzert das zufälligerweise in einem meiner Stammclubs stattfand (ich weiß noch wie ich mich über das erhöhte Eintrittsgeld ärgerte) trafen wir uns sozusagen zu einer ersten richtigen Besprechungen. Ich stellte ihr meine Idee vor und sie war begeistert. Wenige Tage später hatte ich auch schon das Equipment und einige Schulden zusammen und los gings. Salacity kam erst wesentlich später hinzu, zur Zeit als wir uns endgültig von unserer Liveband verabschiedeten (zuviel Aufwand, wir kamen nicht mehr zum musizieren vor lauter Proben) brauchten Matricide und ich zusätzliche Livebackgroundvocals. Gesucht, gefunden. Und zwar in Salacity, die soviel Energie und Kreativität mit reinbrachte das sie zur „the sad machina“ ihre ersten Parts auf dem Album bekam. Nach der TSM musste uns Matricide leider aus beruflichen Gründen, die sie glatt 500 km von uns wegführte, verlassen. Sie arbeitet derzeit mit ihrem Mann an Soundangst weiter, ihrem eigenen Projekt. Es verging wieder ein Jahr auf der Suche nach einer 2ten Stimme, man hatte sich an weibliche Duette gewöhnt und wollte das nicht missen. Irgendwann bekam ein weiteres meiner Projekte, eine GothRock Band namens Spirit of D., fast unerwartet die lang gesuchte PowerStimme mit Ivy. Es dauerte nur Tage bis ich Salacity und Ivy im Studio vorfand, über einen Text gebeugt. Salacitys Spruch bleibt mir unvergessen: „Ivy macht jetzt mit!“. Ich fand die Idee gut. Und wiedereinmal gings los, die Suche war beendet.
<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --> <!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --> <!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code -->
Folgende Frage ist ausgelullt, ich weiß, aber dennoch stelle ich sie immer wieder gern bei Bandnamen, die einfach genial klingen. Was bedeutet der Name Mechanical Moth für euch?
Tandrin: Gegensätze in sich, so wie unsere Musik. Die weißte Motte in der schwarzen Nacht. Wir sind gleichzeitig ein stilles und philosophisches Nachttier aber geben uns nicht nur mit Streichern, dem zarten Wesen der Musik zufrieden, sondern benutzen auch „mechanische“ Elemente. Die Wörter „elektronisch“ oder „industriell“ war mir damals schon viel zu überstrapaziert. Es geht darum, das wir gerne Dinge verbinden die eigentlich gar nicht zusammengehören. Nur einige meiner Lieblingsideen aus der Mottenkiste: Industrialbeats mit Streichern, Eine Ballade remixed by xotox, Experimente mit allem was mir in die Finger kommt, wilde Stilmixe und –brüche. Mechanical Moth ist unser Spielplatz um uns auszutoben, kein berechenbares Produkt. Und das ganze bitte mit Ohrwurmfaktor (die liebe ich nunmal!). Schlimm oder?
Seit Ivy 2008 in die Band gekommen ist, hat sich auch euer Sound, gesangstechnisch gesehen, verändert. Ist es nicht riskant, eine Sängerin mit souliger Stimme in einer Darkwave-Gruppe singen zu lassen?
Tandrin: Wäre es nicht riskant wäre es auch nicht interessant. Entschuldigt liebe Kollegen da draußen, aber viele Stimmchen sind wirklich schön, aber oft etwas kraftlos was der ganzen Sache den Ruf „GothicGefiepe“ gebracht hat. Wir wollen zeigen das da mehr geht. Allein das Element mal wieder etwas völlig Neues auszuprobieren, was ja in Bold mit auf unserer Fahne steht, macht GothicSoul für uns extrem interessant. Gab´s halt so noch nicht. Zeig uns ein neues Spielzeug, es funktioniert immer, wir können einfach nicht wiederstehen.
Salacity: Mal abgesehen davon, dass es vielleicht riskant ist: Ivy hat eine Hammer-Stimme, die einfach bestens zu unserem Stil passt, was alles in allem einen runden, kompletten Sound ergibt. Instrumentale mit Bums + Gesang mit Bums = Motte *g*
Ivy: Ich fühle mich mal geehrt aufgrund der Äußerungen meiner Bandkollegen und stimme zu…
In euerem Pressetext steht, dass Matricide eurer Band zu hohen Chartplatzierungen u. a. in den DAC-Charts, sowie erfolgreichen Konzertauftritten und Zeitschriftenartikeln verholfen hat. Wie war das damals für euch?
Tandrin: Ich hätte damals notieren sollen (den Rüffel vom Label hab ich schon) in welchen Charts wir alles waren, gerne auch unter den oberen drei. War schon sehr schön zu sehen, dass auch andere unsere Kopfgeburten mögen. Wir hatten nicht mit so positiver Resananz gerechnet. Schließlich sind wir nie absichtlich mit dem Strom geschwommen, hätte auch sein können das das niemand mag. Wär uns egal gewesen. Schließlich machen wir Musik für uns um mit unseren Dingern klarzukommen. Aber als wir dann mitbekamen das das echt gut ankam waren wir natürlich auch sehr stolz und haben uns gefreut.
Meint ihr, ihr könnt mit „Rebirth“ an diese Erfolge anknüpfen?
Tandrin: Wie erwähnt: Mechanical Moth war schon immer etwas neben der Mainstreamspur. Ich weiß es nicht. Natürlich hoffe ich schon. Ich glaube mich zu entsinnen jemand Wichtiges hat am Anfang zu uns gesagt, dass wir recht avantgardistisch wären. Nun gut, die Experimentierfreudigen hattens nie leicht oder haben gleich einen ganzen Weltstil begründet. Mal schaun.
Salacity: Wünschenswert ist es!
Gibt es denn schon erste Resonanz seitens Presse, Fans?
Tandrin: Ich beginne langsam zu erkennen was für Reaktionen wir schon immer hervorbrachten. Ich verstehe es immer besser. Folgendes: Kaum jemand mag alle Songs auf einem Album gleich viel. Jeder hat Favs. Bei den Allermeisten Bands haben die Fans die gleichen Favs, das sind dann die „Hits“ wenn genügend Fans zu DJ rennen und sich immer das gleiche wünschen. Ebenso siehts dann in den Rezis und der Presse aus. Der und der Song sind Legende, den Rest gibt’s halt auch. Bei uns sieht das anders aus. Fast jeder hat andere Favouriten. In den Rezensionen reiben sich die Kritiker auf, welcher Song der Beste sei und sind sich da keineswegs einig was man herrlich an den unterschiedlichen Anspieltipps sieht. Und das war bis jetzt jedesmal so. Was schließen wir daraus? Fast jeder Kritiker ist Subjektiv, und die Hörer gothseidank sowieso. Wenn aber jeder Song wenigstens einmal für sehr gut befunden wurde und die anderen schlechter, liegt es doch am persönlichen Geschmack… Das heißt, dass wir ein durchweg sehr gutes Album haben, den jeder Song ist irgendjemandes Lieblingssong. Ich betrachte das als sehr gut.
Oder: Wir sind einfach totale Scheisse. Seit 7 Jahren. ?
Salacity: Also, der Bandbreite unserer Fans zufolge, muss unsere Musik irgendwas an sich haben. So hab ich vor ein paar Wochen z.B. einen Fan aus Kanada über das Internet kennengelernt, der (bis ich ihn vom Gegenteil überzeugt hab) der festen Überzeugung war, dass wir in Deutschland bestimmt alle Gothic und Elektro-Musik hören, weil es in Deutschland ja so viele Bands aus der Richtung gibt und die ja alle, inkl. uns, so geile Musik machen! Anderes Beispiel: Mein Bruder, der ist pubertierend und lässt sich nix sagen, hört eigentlich nur Minimal-Techno und House, verurteilt jede andere Musik als Sch… aber er mag Mechanical Moth, und das mit Sicherheit nicht, weil ich seine Schwester bin.
Ivy: Es gab so viel gute Resonanz, dass wir genötigt wurden bald noch ein Video zu drehen ?
Tandrin hat neben MECHANICAL MOTH das Industrial-Electro-Nebenprojekt NOVASTORM und Ivy hat laut Pressetext schon als Lead-Sängerin in dem Gothic-Rock-Nebenprojekt SPIRIT OF D. mit Tandrin zusammengearbeitet. Könnt ihr uns etwas zu diesen Nebenprojekten erzählen und gibt es da vielleicht noch andere Kooperationen?
Tandrin: Novastorm ist das geistig zurückgebliebene Kind von Disdain, meinem Mitstreiter, und mir oder auch der gewalttätige Horrorbruder von Mechanical Moth. Wir haben Spaß, sind laut und machen ordentlich BUMBUM. Das funktioniert live hervorragend weil wir einfach drücken. Die Tanzflächen sind ebenso voll. Eben da wo vollelektronisches Einheitsgestampfe mit Industrialparts eben wirkt. Novastorm ist genaugenommen mein humorloses Fun-Neben-Projekt und gleichzeitig Disdain Lieblingskind. Und Disdain hat eine verdammt große Splatterfilmsammlung. Noch kürzer: Harte Clubmusik. Zum Tanzen. Macht Spaß.
<!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --> <!-- END PARTNER PROGRAM -->
Spirit of D. hingegen ist recht trockener (also nicht 80´ mit tausend % Hall, für die Insider) und moderner Gothrock. Wir versuchen das schon etwas staubige Image dieses Stil etwas abzuwaschen und zu zeigen was man mit den Intentionen „Moderner Rock“ + „Gothic“ alles anstellen kann. Ich liebe nunmal auch Gitarrenkram, bin ja selbst Gitarrist und meine Framus Diablo Pro will endlich wieder schwingen. Ich hatte also Lust auf noch etwas völlig anderes. Mir geht’s langsam auf den Geist das alle Goth-Gitarrenbands entweder wie the Cure oder wie Type O Negative klingen und nichts mehr rauskommt was irgendwie ins Ohr geht. Da hatt selbst der große Kommerz mit Evanescence mehr Innovation reingebracht. Möglichst Innovativ möchte Spirit of D. gar nicht sein. Einfach nur guten GitarrenGruft ohne viel Hall und Cure-Geheule (Ich liebe the Cure! Nur eben selten die Wannabees) mit Rammstein Druck und Simplizität, Evanescence Vocals und Lyrics die man sich ohne Magenkrämpfe anhören kann. Jetzt noch ne Prise System of a Down hinzu (ich mag meine Wurzeln nicht ganz ausser acht lassen) und fertig ist: Spirit of D.
Könntet ihr euch vorstellen auch mit anderen Bands etwas zusammen zu machen?
Tandrin: Immer und ständig. Bei jeder Gelegenheit. Ein genauer Blick auf die Rebirth genügt, nochmehr haben wir gewollt aber die Zeit ist davongerannt. Remixe, Gastvox hin und her, Gastinstrumente und überhaupt alles was geht. Bei uns ist leider Konkurenzdenken gleich null. Wir sind Musiker von Herzen und nehmen jede Gelegenheit war mit anderen zusammen was zu machen. Wer genaueres wissen will der möge auf unserer Homepage in der Diskographie nachsehen. Ganz unten. Die ewiglange Liste. Sie wird noch länger werden.
Auf eurem neuen Longplayer „Rebirth“ ist auch ein Kammersänger am Start. Wie habt ihr diesen kennen gelernt?
Tandrin: Oh, das ist eine lange Geschichte. Ich versuche grob abzukürzen.
Tandrin -> ASP Fan -> ASP Konzert (die Zusammenkunft in FFM) -> Chamber gesehen -> Tandrin liebt seitdem Chamber -> die nächsten Jahre jedes Konzert in der Gegend besucht -> irgendwann fragt Chamber Matricide für Gastvox an (für die Solitude) -> Juhu! -> Jahre später fragt Motte bei Chamber nach Gastvox für Velvet Dancer, weils so schön passen würde -> Max (der Kammersänger von Chamber) sagt: Gerne -> kam vorbei. Wir haben uns sofort musikalisch verstanden und so sind die Aufnahmen zu Velvet Dancer und kleine Parts für Dance Revolution ganz schnell im Kasten gewesen.
Wenn ihr LIVE-Auftritte habt, wird dieser dann auch mit auf der Bühne stehen?
Tandrin: Muss mal fragen. Ich denke wenn dann hängt es von Zeit und Ort ab.
Mit „Rebirth“ habt ihr ein richtig fettes Päckchen geschnürt, denn neben 13 Tracks befinden sich auch etliche Daten darauf. Könnt ihr uns das alles einmal aufzählen?
Tandrin: Ich versuche das mal zusammenzubekommen: 13 AudioCD Tracks 10 Remixe 2 Bonus Tracks 1 Video Briefe der Band an die Hörer. Bilder der Band
Mehr ging nicht drauf. ?
Und wie kamt ihr auf die Idee, all dies auf das Album zu packen?
Tandrin: Because we can! Wir hatten Lust und die Möglichkeiten dazu. Wir wollten nicht gleich wieder eine DoppelCD machen, wollten aber unbedingt Remixe mit drauf und ein paar Tracks die einfach nicht auf die AudioParts gepaßt haben aber einfach zu gut zum wegwerfen waren.
Ivy: Vielleicht auch irgendwie, weil uns viele der in jüngster Zeit erschienen Platten zu Herzlos waren…
Wie lange habt ihr insgesamt für das Album gebraucht? Vom ersten Ton bis ins Presswerk ...
Tandrin: Ganz grob geschätzt etwas 2,32 Jahre. Aber richtig los gings erst mit Ivys Einstieg. Der war etwa 1 Jahr vor Release.
Ivy: Für die reine Vocal-Aufnahmezeit und Songwriting haben wir in der Tat nur 6 Monate gebraucht…
Gemastert wurde das Ganze dann von Jan. L aka NOISUF-X oder auch X-FUSION. Kennt man sich?
Tandrin: Nur über die Arbeit. Kann man ja mal ändern. Hörst du Jan!
Auf „Rebirth“ befinden sich eine Menge abwechslungsreiche Tracks. Es tummeln sich sehr viele Ideen darauf. Wer hat da die Ruder in der Hand oder sprecht ihr alles im Team ab?
Tandrin: äh, ja. Mal so mal so. Je nach Song. Wem ein einzelner Track am meisten am Herzen liegt der hat sozusagen bei allen Entscheidungen das letzte Wort.
Teilweise klingen die Tracks sehr wirr. Das ist nicht böse gemeint. Beim Hören empfindet man sehr viel Input. Wie könnt ihr uns das erklären?
Tandrin: Ist da jemand zu viel Dauergestampfe mit einer einzigen Melodie und einem Sample gewöhnt? Ja. Motte ist nicht gerade FastFood. Wir bekommen immer wieder gesagt das man sich erst ein bißchen reinhören muss. Aber dafür ist der musikalische Langzeitnährwert erheblich höher wie man mir geflüstert hat. Also Motte ist definitiv etwas für die anonymen Musik-mit-Hirn-Hörer. Diese beeinflussen zwar momentan nicht gerade die Floors (ich hab seit ewig nirgendswo mehr Silke Bischoff gehört, es sei denn ich lege auf…), aber auch für die BumBum Fraktion ist ja was dabei. Auch diese Wertung war nicht negativ gemeint. Es gibt Musik mit soviel Hirnwurst das mir davon übel wird. Auch Lautstärke und Aggressivität haben ihre Ästhetik. Einer meiner momentanen Favs ist z.B. Stage 2 von „X-rX“. Aber zuhause hört das fast keiner ständig. Man hat ja auch für unterschiedliche Gelegenheiten unterschiedliche Klamotten im Schrank. Manchmal muss es simpel („Novastorm“) sein und einfach tanzbar und den Boden vibrieren lassen und wenn ich Bock aufs philosophieren habe und Komplexe Klangebilde, dann hab ich Motte.
Und jetzt mal im Ernst, ich will ja gar keine Vergleiche ziehen, aber wurden die Neubauten oder später die Lakaien sowas auch gefragt?
Mit „Feenzauber“ befindet sich auch ein deutscher Track auf dem Album. Warum wurde ausgerechnet dieser in Deutsch vorgetragen und warum gibt es nur diesen einen deutschen Song?
Tandrin: Wir hatten Lust darauf und der Text kam deutsch schöner rüber. Die anderen haben uns englisch besser gefallen. Ist wie auf jeder unserer CDs. Grad so wie wir Lust drauf haben.
Wie immer habt Ihr auf eurer CD auch ein Video gepackt. Was ist Euch an diesem Medium so wichtig, daß ihr trotz des hohen Aufwandes, den man sicher dafür betreiben muß, nicht darauf verzichten wollt?
Tandrin: Spaß an der Sache. Es ging bei uns nie darum warum wir ein Video brauchen. Wir wollten einfach eins. Erweiterung des Audiosignals in das Visuelle sozusagen. Deswegen heißt es ja auch Musikvideo und nicht Videomusik. Es ist eine Kunstform und wenn wir die Möglichkeit und Ideen haben machen wirs.
Salacity: Außerdem hat es einen Heidenspaß gemacht, mit 66 Mann (und Frau) in unserem Stammclub aufzulaufen und kreative bunte Bilder zu erzeugen. Im Vordergrund stand weniger der Arbeitsaufwand, sondern die Party, die wir dabei feiern konnten!
wer setzt die Songs cineatisch in Szene – macht ihr das selbst oder arbeitet ihr mit Profis?
Tandrin: Ja und Ja.
Wie kommt ihr auf eure Texte, woher stammen die Inspirationen dazu?
Tandrin: Daily Life.
Salacity: Mittagspausen auf der Arbeit können schon mal langweilig werden und wenn der Chef gerade nervt, bekommt er eben ne musikalische Klatsche *g*. So in etwa entstehen Songideen… natürlich vielfältig aufs ganze Leben bezogen.
Ivy: Der Albtraum Leben, genauso wie der Traum Leben…
Seid ihr eher eine Studio-Band oder eine Live-Band?
Tandrin: Eher Studio. Wir haben so oft neue Ideen an denen wir basteln das wir manchmal gar nicht dazu kommen live zu planen.
Wie schaut es in der Zukunft von Mechanical Moh aus?
Tandrin: Wenn ich das wüsste würde ich auch die nächsten Lottozahlen wissen. Aber ich denke gut. Die Rebirth kommt gut an und damit sollte das nächste Album gesichert sein. Zwischen Novastorm und Spirit of D., die momentan in Arbeit sind finden sich erste Entwürfe für neue Mottensongs.
Vielen Dank für eure Antworten und viel Erfolg mit „Rebirth“. Habt ihr noch etwas auf dem Herzen, was ihr immer schon mal loswerden wolltet?
Tandrin: I fall.
Salacity: Ich danke der Academy… Ähm, ja, das wars, dankeschön!
Ivy: Ich sitze gerade auf der Arbeit rum und drück mich vor den Privatinsolvenzen…
Neueste Kommentare
vor 15 Wochen 4 Tage
vor 19 Wochen 1 Tag
vor 24 Wochen 6 Tage
vor 28 Wochen 6 Tage
vor 29 Wochen 14 Stunden
vor 29 Wochen 2 Tage
vor 30 Wochen 1 Tag
vor 30 Wochen 1 Tag
vor 30 Wochen 1 Tag
vor 30 Wochen 4 Tage