Gewagte musikalische Fusionen und bizarrer Crossover sind beileibe nichts Neues. Da diese stilistischen Wagnisse aber in den meisten Fällen bewusst „trendy“ und berechnet sind, verpufft der Überraschungseffekt und der Gag schon nach kürzester Zeit.
Eine löbliche Ausnahme ist das amerikanische Bruderpaar Alexander and Monanani Palermo.
Gegründet 2003 hat ihre unkonventionelle Mixtur aus dunklem Elektro, Hip-Hop und ihre hedonistische Attitüde mit der eindeutigen Thematisierung von Sex, Drogen und Nachtleben schon auf dem Debüt „Never Had A Daddy“ (2004) eine beachtliche Fangemeinde auf den Plan gerufen –nicht zuletzt auch bedingt durch ihre interaktiven Liveshows, die unter anderem auf youtube zig tausendfach aufgerufen wurden.
Während sie von Kritikern nicht ohne Bewunderung, aber dennoch etwas hilflos als die neuen Beastie Boys bezeichnet wurden, ist mit „One’s Not Enough“ nun das zweite Album der ausschweifenden Brüder erschienen. Schärfer und deutlicher noch als auf dem Erstling ist hier die geballte, rotzige Kraft und der rüde, unverschämte Witz der beiden Brüder zu hören, der zugleich von der herkömmlichen oberflächlichen Elektro-Punk-Attitüde anderer Formationen weit entfernt ist: „Come On, Come Out“ ist ein höchst atmosphärisches, an beste 80er Synthi-Pop-Tradition gemahnendes Zitatwerk mit pointierter, punktierter Hip-Hop-Intonation, wohingegen in dem Titelstück „One’s Not Enough“ deutlich härtere Töne und Riffs
angeschlagen werden.
„One’s Not Enough“ ist ein erfrischend ungestümes Werk, dessen Kraft und konkurrenzlose Radikalität abseits jeglicher Klischees seine Wirkung nicht verfehlen wird!
Musikrichtung:
Electronic / Dance
Tracklist:
01. Introduction
02. Lucky Lover
03. Bullet Train
04. Come On, Come Out
05. Still Alive
06. Connections
07. One’s Not Enough
08. Pretty Mess
09. Yay & Alize
10. Don’t Kill For Me
11. Bar Fly
12. Win, Loose, Die
Gründungsjahr:
2003
Release-Date:
13.03.2009

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