Eine kleine Geschichte, da ich leider kein grosser Poet bin. mal sehen was ihr davon hält

Bild von AngelofNothingness131
Posted by AngelofNothingn... on 26. April 2009 - 0:12 in Gedichte

Wahnsinn

Ende eines Streitgesprächs zwischen A und B. Die Diskussion war noch nicht entschieden, bis…:

A: … Weißt du was es heisst Wahnsinnig zu sein?

B: Ja, das bedeutet die Kontrolle über sich und den Halt in der Welt zu verlieren.

A: Nein, da täuschst du dich, Wahnsinn ist viel mehr, es ist ein Prozess. Stell dir vor, wie Ketten, Fesseln aus dem Boden springen und dich umschliessen. Die Fesseln schlingen sich stärker um deinen Hals, enger, enger. Dein Körper eingeschlossen enger, enger, quetschend, erstarrt. Dein Körper zittert vor Schmerz, ein Krampf den du nicht fühlen kannst; die Bedrängnis hindert dich daran überhaupt zu fühlen. Aus den kalten Fesseln spriessen Dornen. Doch du betrachtest nur die Blüten der Rosen in all ihre Farbenpracht, dabei stechen die Nadeln, durchbohren so den Körper, enger, enger, schmerz. Kaltes Metall in deinen Gliedern, ein eiserner Pfahl durchs Herz friert alles ein. Kälter, enger, schmerz! So stürzt dein Körper in ein graues Meer von Trauer und Verzweiflung nur du siehst darin alle verlorenen Farben deutlicher als zuvor. Dieses Wasser schliesst sich eng um dich. Dein Atem wird schneller, das Gefühl der unausweichlichen Unerdrückung, ein kaltes feuchtes Grab um meine Luft, der Hals zusammengepresst, schneller, enger, mühselig. Ich versuche an die Oberfläche zu fliehen, bin schon fast da, Hände die mich zu fassen versuchen, ich greife, fast, nur noch ein Stück, Herzrasen, enger, Luft! Die Fesseln scheinen noch immer wie eine Umarmung, doch in Wahrheit zerquetschen sie meine Knochen, pressen meine Lunge zusammen, mein Hals beinahe komplett zugeschnürt, der Atem wird schwach, keuchend schnell dringt jeder Atemzug schmerzhaft hervor. Ich bin schon fast an der Oberfläche. Doch was ist das, ich bin blockiert, kalt, eine Eisschicht, ich komme nicht durch Luft! Ich kratze mit meinen Händen, versuche mich zu befreien, meine Finger sind wund, das Blut mischt sich mit dem grau des Wassers, stumme Schmerzensschreie, dabei lache ich aus tiefster Brust über mich selber. Ich möchte weinen! Die Tränen bleiben meinem Gesicht fern. Aber nun, rollen sie, ein Strom, darunter ist nur noch das grauenhafte Lachen, welches alle Übel der Welt in sich vereint. Ich möchte sterben, Tränen fliessen weiter, doch ich kann nicht. Du wirst dir nie fremder sein als in diesem Moment!

A geht weg. B bleibt seltsam berührt zurück.

Kommentar hinzufügen

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Mollom CAPTCHA (Audio-CAPTCHA abspielen)
Geben Sie die Zeichen ein, die in den oben gezeigten Bild zusehen sind. Wenn die Zeichen unlesbar sind, senden Sie das Formular ab und ein neues Bild wird generiert.