Am 08.11.07, lud das allseits bekannte Elektrolabel „Out of Line“ nach Augsburg in die Kantine ein. Anlass war der Tournee-Auftakt des hauseigenen „Out Of Line Festivals“.
Das Label lockt mit Newcomern wie „DIN [A] Tod“ und „Ashbury Heights“, den bereits erfolgreichen und bekannten „Proceed“ und „Spetsnaz“ und dem Hammer-Topact: Hocico!
Als wir gegen halb acht in Augsburg ankamen – und endlich die Einfahrt zur Kantine auf dem alten Militärgelände gefunden hatten – begeisterte die Location sofort.
Die Kantine ist eine kleinere, schnuckelige Diskothek mit seitlich erhöhten Sitzplätzen und einer niedrigen Bühne, welche auch nicht mit Sperrgittern zum Publikum hin verrammelt ist. Leider war es auch kurz vor acht noch nicht sehr voll, weshalb die Show auch etwas später begann.
Bei dem Newcommer DIN [A] Tod handelt es sich um ein junges Trio, welches ihr Debüt-Album „The Sound of Cash“ erst kürzlich auf den Markt gebracht haben.
Obwohl an diesem Abend nur zu zweit auf der Bühne (Sven und Claudia), performten sie Stücke wie: „Creation Crucifixion“, „Living Dead“ und natürlich „The sound of Crash“.
Besonders positiv stach das Stück heraus das Claudia als Solo darbot: „Carol´s Fascination“.
Auch wenn die erste Band es immer schwer hat, weil die Menge noch etwas träge ist – kam DIN [A] Tod gut an. Es wurde sogar direkt vor der Bühne bereits getanzt!
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Nach einer kurzen Umbaupause, gehörte die Bühne dann Ashbury Heights. Die „Girl meets Boy-Combo“, bestehend aus Yasmin und Anders, kommt aus Schweden und hat kürzlich das Debütalbum „Three Cheers for the Newlydeads“ veröffentlicht.
Das Wort Newcomer ist hier jedoch nicht ganz richtig gewählt – denn auch, wenn beide Mitglieder noch sehr jung sind, kann zumindest Anders bereits auf mehrere Jahre Erfahrung mit Elektromusik zurückblicken. Somit ist eigentlich nur Yasmin ein Newcomer – von dem jedoch auf der Bühne nichts zu bemerken war.
Die zwei Schweden bestechen mit sehr angrogynem Äußerem. Die schmalen Körper unterstrichen mit hautenger Kleidung Lack betont. Auch wenn man im Publikum immer mal wieder Rufe hörte wie „Esst doch mal was“, gefiel einigen Zuschauer Ashbury Heights sehr gut.
Tatsache ist, dass die „Newcommer“ ihr neues Album mit Titeln wie „Bare your Teeth“, „I paint Nightscapes“, „Smaller“ und „Cry Havoc“ gut präsentiert haben.
Und Yasmin hat hat meiner Meinung nach eine wirklich gut Stimme, sehr dunkel und voll.
Beide gaben sich viel Mühe, die Menge richtig in Schwung zu bringen – was sie gegen Ende auch schafften. Beim letzten Song tanzte die „Kantine“ endgültig – und hörte auch bis zum Ende des Festivals nicht mehr damit auf.
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Weiter ging es mit Proceed. Die Gruppe, ebenfalls nur zu zweit auf der Bühne, hat kürzlich bereits ihr drittes Album herausgebracht – und war deshalb mit zahlreicher „Anhängerschaft“ angereist. Es wurde eine gute Mischung aus älteren Stücken wie z.B. „Schuldig“, „Reaktion“ und „Dein Gesicht“, sowie neueren Stücken wie z.B. (der Namensgeber des neuen Albums) „Laut“ gespielt.Im Hintergrund liefen dazu Filmausschnitte, die der Menge die richtige, aggressive „Kriegsstimmung“ vermittelte. Für den Rest sorgte der Sänger, der auf der Bühne alles gab.....
Nach Umbau war es dann an der Zeit für die „Macher“ von Proceed - Spetsnaz. Die zwei Jungs sind ja bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich – und wer sie einmal live gesehen hat, weiß auch warum. Stefan und Pontus boten eine gewaltige und aggressive Bühnenshow. Der Sänger schrie sich die Seele aus dem Leib und auch am Drumset wurde alles gegeben.
Als Bühnendeko fungierte das Cover des neuen Albums „Deas Pan“, welches auch mit Songs wie „Faustpakt“ und „Hardcore Hooligans“ nicht vernachlässigt wurde.
Aber auch die früheren Alben waren z.B. mit „Perfect Body“ und „Ampathy“ vertreten.
Die Menge tanzte und schubste, wie auch bei Proceed. Denn Gemeinsamkeiten in der Musikrichtung waren deutlich zu erkennen.
Die Schweden konnten Ihre Fans wirklich begeistern und es gab viele Zugabe-Rufe, als sie die Bühne verließen. Nach einer Zugabe, wurde für den Top-Act Hocico umgebaut.
Das Publikum änderte sich bereits in der Umbauphase, insbesondere in der Altersstruktur. Es waren wirklich Leute darunter, die vermutlich mit Hocico angefangen haben.....Kurze Zeit später ging es auch schon los. Erk und Racso betraten die Bühne – und der Sturm brach los. Erk sprang auf der Bühne herum und schwitzte bereits beim zweiten Song am ganzen Körper. Dem Publikum ging es aber nicht anders – es wurde getanzt was der Boden aushielt.
Mit Songs wie „Spirit of Crime“ und „Forgotten Tears“ kochte die Augsburger Kantine. Auch die neue Single „About a Dead“ durfte nicht fehlen – das neue Album kommt aber leider erst 2008 auf den Markt. Zum Trost hat Out of Line eine Single von Hocico verlegt, welche die Wartezeit etwas verkürzen soll – diese Single gibt es exklusiv auch auf der Tour zu erwerben.
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Besonders aufgefallen ist bei diesem Auftritt, dass Hocico unheimlich publikumsnah agiert. Da die kniehohe Bühne nicht mit Sperrgittern abgesperrt war, konnte man als Zuschauer direkt bis zum Bühnenanfang nach vorne gehen. Erk schüttelte Hände, umarmte Fans und wechselte hin und wieder Worte mit ihnen. Und die Fans waren natürlich auf Wolke Sieben...
Die Show von Hocico wurde zudem mit geschmackvollen Clips auf einer Leinwand begleitet, immer passend zum Song gaben sich Mumien, Engel und Flutwellen die Klinke in die Hand.
Die Menge tobte und Hocico musste natürlich zu diversen Zugaben auf die Bühne zurück.
Und diesen Gefallen taten Erk und Racso auch gerne – die sichtlich Spaß in Augsburg hatten.
Sie sind nicht umsonst welche von den ganz Großen....
Abschließend kann man sagen, dass das Festival wirklich ein Feuerwerk des EBM ist.
Ich kann euch nur empfehlen, holt euch Karten für die restlichen 10 Vorstellungen!
Denn für den Preis von 18 Euro (so war es zumindest in Augsburg im Vorverkauf) , kann man wirklich nicht mehr bekommen!
Auch die Kantine Augsburg hat dieses Festival aber zu etwas besonderem gemacht – da so ein hautnahes Erlebnis mit Hocico nur durch die fehlenden Sperrgitter vor der Bühne ermöglicht wurde.
Danke dafür, das werden euch viele Fans sicher nicht vergessen......
Herzlichen Dank an Out Of Line für die gute Zusammenarbeit.
Fotos: schwarzmeister, treffpunkt-schwarz.de
Exklusiv für registrierte treffpunkt-schwarz.de Mitglieder:
Mehr Bilder zu diesem Konzert findet ihr in unserer Galerie

*Grummel*
Huzzah!
Habe jetzt gestern im KOMA auch von anderer Seite gehört wie gelungen dieses Konzert gewesen sein muss. Umso ärgerlicher, dass dieser Gig bei mir komplett vom Schirm verschwunden war und ich es daher ganz klassisch verpennt habe.
Aber egal ... freut mich für Euch, dass es ein so geniales Konzert war & man kann halt nicht überall dabei sein. Im nächsten Leben wieder!
Schmunzelnde Grüße
>> Nargothrond <<
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We are the music-makers,
and we are the dreamers of dreams,
wandering by lone sea-breakers,
and sitting by desolate streams ...
[ODE / Arthur O'Shaughnessy]
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