Hinter zwei elektronischen Tafeln
Und den tausend Meilen dazwischen,
Sitzen wir gebannt und blinzeln
Kein einziges Mal seit Stunden.
Dein Gesicht so weich und sacht
Verharrt in meinem Blicke
Und du duftest heut’ Nacht
So wehmütig nach Cybermyrrhe.
Deine lieblichen Worte beschreiben
Elektronentanzpirouetten
Und ich lasse mich verführen
Von deiner Cybereleganz.
Du drehst dich im Kreise,
Beginnst ein Lied ohne Laut
Und meine Augen eine Reise
Auf deiner göttlich glatten Haut.
Ich streichelte dich doch spürte
Nur wie des Schirmes Härte
Deine Nähe mir verwährte
Und mich in den Wahnsinn zerrte
Doch wenn nichts mehr in mir lacht,
Kitzelt mich die Elektronenluft,
Denn du betörst mich auch heut’ Nacht
Mit deinem Cybermyrrheduft

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