Auf Kommentar antworten

Bild von schwarzmeister

Digital Factor - LOOK BACK TO GO FORWARD

Posted by schwarzmeister on 23. December 2008 - 12:55 in Digital Factor, Musik: Neuerscheinungen
Digital Faktor

Jawohl, der Sound muss lauter sein. Immer breiter verteilt sich Musik und deren visuelle Gestaltung im Internet. Zwischen Youtube und Musicload sind es nicht die leisen Töne, welche die Ohren der Zuhörer umspielen. Nein das ganze Gegenteil ist der Fall. Das meinen auch die Herren der Electro-EBM Formation DigitalFactor im 15. Jahr ihres Bestehens.
Nachdem mit „One More Piece“ (Wannsee/edel) 2006 ein Album erschienen war,
auf welchem die ostdeutsche Electroformation eher ruhigere Töne angeschlagen hat, widmet sich die Band wieder deutlich den härteren Electrogefilden.

So toben sich DigitalFactor auf „look back to go forward“ (Lukotyk/Prussia/ Rough Trade) mit zerrigen analogen Sequenzen und harschen Rhythmen ausgiebig aus.
Tatsächlich schauen sie zurück um nach vorn zu gehen und knüpfen an ihre eigenen Erfolgsalben aus dem Jahre 1994 „Relationchip“ (Hyperium/Indigo) oder 1996 „On Demand“ (Hyperium/SPV) an. Selbige CDs sind mittlerweile komplett ausverkauft, und damit kann „look back to go forward“ diese Lücke locker schließen. „Wir haben vor der Produktion des neuen Albums sehr häufig unsere alten Silberlinge angehört und hatten richtig Spaß daran.“, meint Torsten Heise, Gründungsmitglied und Chef des DigitalFactor eigenen Studios. Und das hört man dann auch. Schon mit dem Opener „Looking Back To Go Forward“ werden die drei Herren konkret. Hier wird mit dem Charme des Electro-EBM im aktuellen Soundgewand gespielt.

Dass man durchaus zur Vergangenheit in den 90ern steht, zeigt der zweite Track des Albums. „Dein Herz“ im Remix der Electro-Heroen von Steril.
Bei Songs wie „Dopamin“ oder „Don’t Wait“ wird der Zuhörer ebenfalls an die Anfangszeit von DigitalFactor erinnert. „Wir haben beim Hören unserer eigenen alten Sachen immer überlegt, wie diese wohl heute klingen würden. Das war letztlich der Ausgangspunkt für die Produktion von ‚look back to go forward’“ erläutert Mike Langer, ebenfalls Gründungsmitglied der Band.

<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --> <!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --> Wacken Open Air 2009 Tickets bei www.eventim.de <!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code -->

Und so zieht sich die für die Band gewohnte Härte durch das gesamte Album. Lediglich unterbrochen durch einige ruhigere Töne wie das außergewöhnliche „Picture“ oder den Abschluss der CD „Beauty Queen“.

Textlich durchstreifen die, in Altenburg und Dresden lebenden, Musiker ganz unterschiedliche Themen. Von der Nutzung natürlicher Drogen („Dopamin“) über die Probleme mit dem nicht kontrollierbaren Teil des eigenen Ichs („Face To Face“) bis hin zur düster satirischen Angst vor Alltagssituationen („This Is A Test“) reicht das Spektrum. Übrigens wurde das Album in den Phage Studios (u. a. Y-Luk-O, Sara Noxx, Stendal Blast) durch Leo von Leibnitz gemastert.

Laut und hart, das war schon immer die Domäne von einer der ersten Electro-EBM-Bands aus dem Osten Deutschlands. So präsentieren sich DigitalFactor seit ihrer Gründung 1993 und so ist man die Band auch live gewohnt. „Wir freuen uns selbst auf jedes Album, weil es für uns ein Grund ist, wieder live zu spielen.“, so Gudio Litke von DigitalFactor. Daher werden die dreien Herren auch auf den Bühnen Europas zurückschauen, um nach vorn zu rocken.


Biographie:
1993 finden sich drei Thüringer über eine Anzeige in einem Musikgeschäft, werfen ihre bis dato eigenständigen Musikprojekte zusammen und gründeten die Band Digital Factor.
Noch im selben Jahr produzieren sie ihr erstes eigenes Tape „Suiciety“, dessen seltenes Auftauchen bei ebay noch heute stattliche Preise erreicht. Doch bevor Digital Factor über einen Plattenvertrag nachdenken, beginnt die Band Konzerte zu geben und sich somit innerhalb kürzester Zeit einen guten Ruf als Liveband zu erarbeiten. Dabei spielen sie in kleinen Clubs, supporten aber auch auf großen Bühnen etablierte Bands wie Placebo Effect, X-Marks The Pedwalk, Dive oder Calva Y Nada. Im Laufe dieser Konzerte verkaufen Digital Factor die komplette Auflage ihres ersten Tapes.
Mit der 94er Produktion „Evilisation“ unterschreiben sie einen Plattenvertrag bei dem dänischen Label Hard Records. Hier erscheint 1994 ihre EP „Falling Down“, mit welcher der Band der Einstieg in die Charts verschiedener Szenediscos gelingt.
Im Zuge des Releases darf sich die Band durchaus rühmen, einer der wenigen Electro-EBM Acts je gewesen zu sein, der es beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zu einem Auftritt in der Sendung Top6 geschafft hat.
1995 erscheint der erste Longplayer „relationchips“. Mittlerweile ist Hyperium/Hypnobeat der Lizenz-partner von Hard Records. Die CD wird im Leipziger Elsterparkstudio aufgenommen, in dem schon Bands wie Die Art oder auch Die Prinzen ihr Material auf digitale Bänder bannten.
1996 gehen die drei Thüringer erneut ins Studio und produzieren ihre zweite LP „On Demand“, die für eingefleischte EBM-Fans noch heute zu einem Highlight der Szene gehört. Im Rahmen der Future Sound of Electro Tour stellen sich Digital Factor, und ihr aktuelles Album, erstmals europaweit live vor. Der Videoclip zum Titel „X-Rayzor“ zeigt Eindrücke von dieser Tour durch Deutschland, Holland, Dänemark und Belgien.
1997 sitzen Digital Factor wieder in ihrem mittlerweile eigenen Studio und produzieren gleich zwei CDs. Die limitierte CD „De Facto“ zeigt die Band von einer dancig technoiden Seite während „Countercheck“ dem härteren Elektrosound frönt. Mit „De Facto“ gelingt ihnen auch der Einstieg in die Deutschen Alternative Charts.
Digital FaktorDiese beiden Seiten der Band präsentieren Digital Factor auf ihrer Europa-Tour Ende 1997, welche Sie gemeinsam mit Evil’s Toy durch Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Belgien führt. 1999 erschien das bislang erfolgreichste Album „Over One Million Times“. Nach sechs Alben, zahlreichen Remixen für andere Künstler sowie einem ausgedehnten Tourenplan innerhalb von nur fünf Jahren fühlen sich die drei Electro-Musiker ausgelaugt.
So folgt 2000 ein vorläufig abschließender Live-Höhepunkt im Pariser La Loco bei dem im Digital-Factor-Vorprogramm die Elektronik-Schweden Cat Rapes Dog spielen. Danach verordnen sich die Musiker eine eigene Zwangspause. Doch die Arbeit der letzten Jahre hat weitere Spuren hinterlassen. So verlässt Tino Schmitt die Band.
Torsten Heise und Mike Langer arbeiten als Produzenten und Remixer für andere Acts (Blind Passengers, Absurd Minds, Regenerator, Nik Page u.a.). Des weiteren ist Torsten Heise bei der Entwicklung von Musik-Software eingebunden während Mike Langer als Produzent für Musikvideos (Evil’s Toy, Nike Page, Cromax International) und Werbefilme arbeitet.

Im Zuge eines Benefizkonzertes für die Flutopfer in Deutschland im Jahr 2002 stehen Digital Factor erstmals wieder live auf der Bühne. Zum ersten Mal ist hier auch Guido Litke (R-Reger/Electroanschlag) dabei, der künftig als festes Mitglied der Band mit an Bord ist.
Während die Musiker Nik Pages Electro-Punk Formation Cromax International produzieren, arbeiten Sie auch selbst an eigenem neuen Material. Nach sieben Jahren Pause veröffentlichen sie 2006 ihr siebentes Album „One More Piece“ (Wannsee/edel). Erstmals wird dieses Album auch nach Polen lizenziert und die Band tourt hier ausgiebig.
Parallel beginnen sie im Studio an neuen Songs zu schreiben. Schon sehr schnell wird klar, dass man sich im Gegensatz zu den eher ruhigeren Tönen auf „One More Piece“ wieder verstärkt dem harten Electro-EBM Sound widmen will. Und so knüpft „Look Back To Go Forward“ (Lukotyk/Rough Trade) an die Anfangstage der Band an. Mit Nik Page und Leo von Leibnitz sind in das Release auch namhafte Partner eingebunden. Das Album wird in den Phage Studios (Front 242, Kirlian Camera, Das Ich) gemastert.
Erstmals soll das Material bei einem Festival im polnischen Klodzko vorgestellt werden. Doch selbiges wird abrupt abgebrochen, da katholische Fanatiker die Stromzufuhr des Festivalgeländes sabotieren. Die beiden deutschen Acts des Open Air Diary of Dreams und Digital Factor verlassen noch in der selben Nacht aus Angst vor Übergriffen Klodzko.
Trotzdem schauen Digital Factor zurück und gehen nach vorn und präsentieren auf ihrem 2009er Album konsequenten Electro-EBM.

Tracklist:
01. Look Back To Go Forward
02. Dein Herz (Steril Remix)
03. Face To Face
04. Dopamin
05. Picture
06. Don't Wait
07. Cogwheel
08. EGA (East German Attitude)
09. Dance To My Beat
10. He Was One Of These Guys
11. Electronic Body Makers
12. This Is A Test
13. Beauty Queen


Gründungsjahr:
1993

Bandmember:
Mike Langer (synth/voc)
Guido Litke (guit/dr)
Torsten Heise (synth/voc)

Release-Date:
23.01.2009

Antworten

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Mollom CAPTCHA (Audio-CAPTCHA abspielen)
Geben Sie die Zeichen ein, die in den oben gezeigten Bild zusehen sind. Wenn die Zeichen unlesbar sind, senden Sie das Formular ab und ein neues Bild wird generiert.