Hallo,
in meinem letzten Beitrag (http://www.treffpunkt-schwarz.de/habt-ihr-weihnachten-gefeiert) hat sich das Thema "Christliche Gothics" ergeben. Ich dachte mir aus diesem Thema einen eigenständigen Beitrag zu machen.
Für mich ist es nämlich neu, dass es christliche Gothics gibt. Auch von einem Gottesdienst im Rahmen des WGT für Gothics habe ich noch nichts gehört.
Vielmehr kommen mir bei dem Thema Textpassagen wie "God is dead, God is a Noise in your Head" (Hocico) in den Sinn. Von diesen Beispieln findet man sehr viele. Könnt ihr mir Beispiele für christliche Gothic-Bands geben? Ich würde mich gerne damit beschäftigen.
Gruß
pirzerker

@Dekadenz
Ehrlich gesagt, ich bin entsetzt darüber, daß Du Dir herausnimmst, zu definieren, was Gothic sei und was nicht.
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole: Wenn Gothic bedeutet - oder sagen wir vielleicht besser: wenn es ein wesentlicher Bestandteil von Gothic ist, sich durch "philosophische Erhabenheit und komplette geistige Freiheit " auszuzeichnen, dann hast Du damit einen Anspruch gesteckt, dem kaum jemand wirklich genügen wird. Wie wenigen Goths und sonstigen Menschen auf der Welt mag das wirklich in seiner ganzen denkbaren Fülle möglich sein!
Aber gut, nehmen wir "philosophische Erhabenheit und komplette geistige Freiheit " als ein Ideal, dem es sich zu nähern und das es anzustreben gilt.
Ich stimme Dir zu, daß das ein gothisches Ideal ist.
Die geforderte philosophische Erhabenheit und geistige Freiheit impliziert jedoch auch, daß das Denken ergebnisoffen sein muß!
Und an diesem Punkt muß ich Dir leider vorwerfen, daß Dein Denken nicht frei ist, sondern gefesselt an Deine Hypothesen bezüglich der Religion. Warum muß ein Weltbild "gebastelt" (was schon auf die Insuffizienz des Produktes hinweist)? Warum muß ein vorgefundenes Konstrukt a priori falsch sein? Das ist unlogisch. Deine Einteilung der Religionen in unvernünftige und weniger vernünftige mag Ergebnis Deiner subjektiven Empfindung sein, aber es läßt sich nicht objektivieren.
Vor allem aber bist Du in Deinem Denken verborrt und fixiert auf ein atheistisches Denken, in dem für ein Nachdenken über transzendente Wahrheit von Vornherein kein Platz ist.
Nicht, daß es nicht akzeptabel wäre, wenn Du aus philosophischer Erhabenheit und geistiger Freiheit zu solchem Ergebnis gekommen sein solltest. Aber unakzeptabel ist, daß Du solchen, die zu anderen Ergebnissen gekommen sind, diese Erhabenheit und Freiheit absprichst.
Das ist der Punkt, Dekadenz, an dem Dein Denken ungothisch ist.
Gothic bedeutet eben gerade die Freiheit im Geiste, die sich nicht festlegen LÄßT auf Atheismus, auf die römisch-katholische Religion, auf den Islam, den Buddhismus, oder "Church of satan". Gothic bedeutet gerade die Freiheit des Geistes, ergebnisoffen zu sein auf der Suche nach der Wahrheit, zu hinterfragen, und unter Umständen zu unerwartetem Ergebnis zu gelangen. Und diese Ergebnisse dürfen eben auch im Gegensatz zum Mainstream liegen. Das macht Gothic aus.
Und daher weise ich den Vorwurf, ich sei entweder kein Katholik oder kein Goth, in aller Deutlichkeit zurück.
LG
Dismas
@Dekadenz
Ehrlich gesagt, ich bin entsetzt darüber, daß Du Dir herausnimmst, zu definieren, was Gothic sei und was nicht.
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole: Wenn Gothic bedeutet - oder sagen wir vielleicht besser: wenn es ein wesentlicher Bestandteil von Gothic ist, sich durch "philosophische Erhabenheit und komplette geistige Freiheit " auszuzeichnen, dann hast Du damit einen Anspruch gesteckt, dem kaum jemand wirklich genügen wird. Wie wenigen Goths und sonstigen Menschen auf der Welt mag das wirklich in seiner ganzen denkbaren Fülle möglich sein!
Aber gut, nehmen wir "philosophische Erhabenheit und komplette geistige Freiheit " als ein Ideal, dem es sich zu nähern und das es anzustreben gilt.
Ich stimme Dir zu, daß das ein gothisches Ideal ist.
Die geforderte philosophische Erhabenheit und geistige Freiheit impliziert jedoch auch, daß das Denken ergebnisoffen sein muß!
Und an diesem Punkt muß ich Dir leider vorwerfen, daß Dein Denken nicht frei ist, sondern gefesselt an Deine Hypothesen bezüglich der Religion. Warum muß ein Weltbild "gebastelt" (was schon auf die Insuffizienz des Produktes hinweist)? Warum muß ein vorgefundenes Konstrukt a priori falsch sein? Das ist unlogisch. Deine Einteilung der Religionen in unvernünftige und weniger vernünftige mag Ergebnis Deiner subjektiven Empfindung sein, aber es läßt sich nicht objektivieren.
Vor allem aber bist Du in Deinem Denken verborrt und fixiert auf ein atheistisches Denken, in dem für ein Nachdenken über transzendente Wahrheit von Vornherein kein Platz ist.
Nicht, daß es nicht akzeptabel wäre, wenn Du aus philosophischer Erhabenheit und geistiger Freiheit zu solchem Ergebnis gekommen sein solltest. Aber unakzeptabel ist, daß Du solchen, die zu anderen Ergebnissen gekommen sind, diese Erhabenheit und Freiheit absprichst.
Das ist der Punkt, Dekadenz, an dem Dein Denken ungothisch ist.
Gothic bedeutet eben gerade die Freiheit im Geiste, die sich nicht festlegen LÄßT auf Atheismus, auf die römisch-katholische Religion, auf den Islam, den Buddhismus, oder "Church of satan". Gothic bedeutet gerade die Freiheit des Geistes, ergebnisoffen zu sein auf der Suche nach der Wahrheit, zu hinterfragen, und unter Umständen zu unerwartetem Ergebnis zu gelangen. Und diese Ergebnisse dürfen eben auch im Gegensatz zum Mainstream liegen. Das macht Gothic aus.
Und daher weise ich den Vorwurf, ich sei entweder kein Katholik oder kein Goth, in aller Deutlichkeit zurück.
LG
Dismas
@Dismas
Ja du wärst gerne ein Gothic, kannst dich aber von deinen Weltbildern nicht lösen.
Die Philosophische Erhabenheit und komplette Geistige Freiheit kann keinesfalls gewährleistet sein, wenn man den Idealen eines 2000 Jahre alten Kultes folgt, ob nun kritisch ausgelegt oder nicht ist ersteinmal irrelevant. Wenn man sich garnicht mehr daran hält und alles extrem queer durchinterpretiert braucht man keine Kirche sondern hat sein eigenes Bild von Gott.
Wer aber jedes Wochenende wie du sagst in den Gottesdienst geht hat wohl etwas mit der Kirche am Hut und das verwerfliche am Glauben sind die Organisationen, ihre Oberhäupter. An etwas übernatürliches zu Glauben auch sich an etwas anzulehnen, wie kommt man denn auf so einen Mist, meistens in dem man in der Kindheit davon erfährt, das ist bei uns nunmal das Christentum. Deshalb lehnen sich gläubige hierzulande daran an. Wenn man das ganze nun kritisch auslegt und den Glauben an ein übernatürliches Wesen auslegt kann man das durchaus mit der Szene verieinen.
Das Problem sind die Organisationen, sei es die Katholische Kirche, Die Islamische, Jüdische, oder auch vernünftigere Religionen wie Buddhismus oder die Church of Satan (Die nebenbei eine Atheistische "religion" ist ähnlich wie der buddhismus, wodurch es auch fraglich ist ob es dann religionen sind, wodurch ich sie auch am vernünftigsten finde). Aber jede dieser Sekten lässt Platz für Fehlinterpretationen oder es steht gar riesiger unmenschlicher Mist darin den man soweit weginterpretieren müsste dass er nichtsmehr mit dem ursprung zu tun hat.
Damit bist du in meinen Augen entweder kein Goth oder kein Gläubiger Römisch-Katholischer Christ.
Falls du das so vernünftig auslegst, bist du ein gläubiger der Sich an dem Christlichem Glauben orientiert und sich sein eigenes vernünftiges Weltbild gebastelt hat.
Was aber wahrscheinlicher scheint, da du in den Gottesdienst gehts, auf heilige Messen und so kram stehst, legst du das was ich bisher über dich weiß nicht frei genug aus, und bist daher zu Teilen eingeschränkt, denn zu dienen macht nicht frei, wie die Kirche einem versucht weiß-zumachen.
Und es ist mir egal welche Religion wie oben schon erwähnt, das ist meist Schlecht! Dass ich nur so kritisch gegenüber dem Christentutm bin, wie so viele andere Gothic-Künstler auch liegt einfach nur daran dass das Christentum hier am weitesten verbreitet ist und andere Religionen für meinen Alltag kein so großes Problem darstellen.
Ist einach die allergrößte Religion in Deutschland. Kritsieiren tu ich sie alle, aber mit vorliebe die christliche denn das interresiert hier auch jemanden ;-) Und man weiß mehr darüber weil man es sogar paradoxerweise im Unterricht hat. BTW ich bin konfirmiert war 6 Jahre lang in der Christlichen Jungschaar, war auf so vielen Christlichen Freizeiten dass ich es nichtmehr zählen kann und hatte in meinem Religionsunterricht konstant eine 1. Und trotzdem verabscheue ich diese Organisation!
lg
Dekadenz
@ Schwarzkuttenträger - Oxymoron?
@"Gothic Christ = Oxymoron
Diese zwei Begriffe gläubiger Christ und Gothic wiedersprechen sich grundlegend.Denn was Gothic wohl als allererstes Kennzeichnet ist die geistige Unabhängikeit. Ein Freier Verstand. Der bei einem gläubigen Christ der seine Kirche liebt nuneinmal garnicht vorhanden sein kann.
Gothic Christ ist ein Oxymoron für alle denen es noch nicht aufgefallen ist!
Jeder Goth kann an das glauben was er möchte, an alles übernatürliche was ihm in den Sinn kommt, jedoch nicht an eine Institution oder Kirche. Das wiederspricht sich mit dem Grundgedanken der Schwarzen Szene!
Also White Gothic und White Metal ist in meinen Augen totaler Bullshit. Ja ich weiß dass es so Schrott Zuhauf gibt. Ist aber nichts weiter als Möchtegern, denn die Grundgedanken wiedersprechen sich zutiefst!!!"
Nichts für ungut, lieber Schwarzkuttenträger!
Tut mir leid, aber was DU schreibst ist bullshit! Also, fassen wir mal zusammen: Deine Kernhypothese ist: Dein Goth kann im spirituellen Bereich an alles glauben, aber nicht an die Kirche! Und wer doch tut, ist eben ein "Möchtegern"!
Diese Auffassung ist ausgesprochen engstirnig und eben gerade nicht Ausdruck geistiger Unabhängigkeit. Vielmehr ist sie Ausdruck einer Geisteshaltung, die auf Klischees und Vorurteile fixiert ist. Feindbild: Die Kirche. (frei Austauschbar gegen andere Feindbilder (?))
Ich stimme zu, daß geistige Unabhängigkeit ein Merkmal des Gothic ist.
Geistige Unabhängigkeit kann aber durchaus dahin führen, sich bewußt und frei für einen Glauben zu entscheiden. Und: Es kann auch genau dahin führen, daß man eine Religion als in sich stimmig wahrnimmt und als wahr annimmt.
Nach Deiner Auffassung bin ich seit 24 Jahren ein "Möchtegern". Dabei fühle ich mich Deiner Hypothese zum Trotz durch und durch als Goth, obwohl - oder gerade weil(?) - ich zur römisch-katholischen Kirche gehöre, sonntags stets die Heilige Messe besuche, regelmäßig bete, beichte und die Hl. Kommunion empfange.
Man kann sich durchaus kritisch mit einer Religion auseinandersetzen und für sich zu dem Ergebnis kommen, daß diese richtig sei. Das steht in keinerlei Widerspruch zum Gothic. Vielmehr stehen Ausgrenzung und Diskriminierung im Gegensatz zum Gothic; und genau diese Untugenden werfe ich denen vor, die versuchen, Gothic für ihre ablehnende Haltung gegen die Kirche, das Christentum oder sonstwen zu vereinnahmen.
Es führt jetzt hier zu weit, zu diskutieren, wieviel Überschenidungen es zwischen dem Christentum und Gothic gibt.
Nur eines möchte ich zitieren, das Paulus an die frühen Christen geschrieben hat, und was auch wir Goths mit unseren unterschiedlichen religiösen und philosophischen Auffassungen einander zurufen sollten: "ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält." (Eph 4,2a-3)
Schwarze Grüße vom katholischen Möchtegern-Goth
Dismas
jesus goes gothic
"Wenn Gott sich in einem Hotel eintragen müßte, er wüßte wahrscheinlich gar nicht, was er unter "Konfession" schreiben sollte.“
Hanns Dieter Hüsc, dt. Kabarettist
Die Angriffe gegen die sogenannte Kirche, seitens der Szene finde ich oft lächerlich. Warum? Weil die selben Leute in der Regel nicht den Arsch haben sich im selben Tonfall über zum Beispiel den Islam zu äußern. Sind wir mal ehrlich: Die sog, Kirche hat doch heute kaum noch eine Relevanz, weder moralisch noch politisch. Da kann eine Band / Musiker völlig gefahrlos Sprüche klopfen, die selben Sprüche würden selbige Leute niemals gegen den Islam (auch NUR ne Religion) klopfen. Weil man feige ist.
Ich bin Agnostiker. Ich mag, wie etliche andere auch, die Symbole und den Mystizismus des Christentums. Die Sache an sich berührt mich kaum. Ich finde Satanisten weit peinlicher, weil sie für mich dasselbe in grün sind, Abhängige von ihrem Kult. Wenn ich keinen Gott brauche, brauche ich auch keinen Teufel.
Die Szene bietet Platz für vor allem auch Freigeister und Abweichler. Das können auch gläubige Christen sein.
Im übrigen glaube ich Voltaire hatte recht:
"Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist."
in diesem Sinne
Steff Mensing / Astan Magazin
//
Also, ich glaub (so wie schon mehrfach ausgeführt in der Diskussion), dass es durchaus christliche Bands / Gothics gibt, aber ich bezweifel doch sehr, dass es wirklich strenggläubige Christen in der Szene gibt. Nur, weil sich jemand christlich engagiert, heißt das nicht, dass er strenggläubig ist. Denn man kann Kirche und Religion hassen so sehr man will (wie ich z.B.), aber mittlerweile bemühen sie sich um das Leben der Menschen, die es nötig haben und in dieser Hinsicht ist es ja auch etwas positives sich dafür einzusetzen... äh, darauf wollt ich jetzt gar nicht hinaus.
Also, viele Bands wettern auch gar nicht tatsächlich auf die Religion als eher den Missbrauch von Religionen oder deren blinder Gehorsam. Wie ebenfalls schon erwähnt, ist es wohl doch Teil des Goth-Seins frei und unabhängig zu sein, was es wirklich absurd macht fanatisch einer (religiösen) Institution zu folgen. Wobei das glaube ich einfach für alles gilt.
Allerdings wirklich christliche Bands, die tatsächlich im Stile "Jesus ist immer für dich da" singen, kenne ich wiederum keine. ... und Verfall ist Teil des Lebens ;-)
Gothic Christ = Oxymoron
Diese zwei Begriffe gläubiger Christ und Gothic wiedersprechen sich grundlegend.
Denn was Gothic wohl als allererstes Kennzeichnet ist die geistige Unabhängikeit. Ein Freier Verstand. Der bei einem gläubigen Christ der seine Kirche liebt nuneinmal garnicht vorhanden sein kann.
Gothic Christ ist ein Oxymoron für alle denen es noch nicht aufgefallen ist!
Jeder Goth kann an das glauben was er möchte, an alles übernatürliche was ihm in den Sinn kommt, jedoch nicht an eine Institution oder Kirche. Das wiederspricht sich mit dem Grundgedanken der Schwarzen Szene!
Also White Gothic und White Metal ist in meinen Augen totaler Bullshit. Ja ich weiß dass es so Schrott Zuhauf gibt. Ist aber nichts weiter als Möchtegern, denn die Grundgedanken wiedersprechen sich zutiefst!!!
Was zur hölle
Esgibt deiner Meinung anch keine christlichen Gothics? Die Aussage macht mich wütend.. ich bin Goth und ich bin Christ! Ich liebe die Kirche und meine Religion! Nur weil ich schwarz trage bin ich kein Satansanbeter, was dir wahrscheinlich lieber wäre als ein Christ
unverschämt
Christliche Gothic-Bands
Christliche Gothic- und Metal- Bands gibt es wie Sand am Meer!
Schaut mal bei www.profimusic.ch vorbei. Unter Musik und dann bei Metal Hardcore. Da gibt es hunderte christliche Gothic- und Metal- Bands!
Grüsse
Angelo Nero
Ich für meinen Teil bin ein
Ich für meinen Teil bin ein gegner jeder Religionsform vor allem die der drei Monotheistischen Weltreligionen.
Ich wüsste für meinen Teil nicht, wie man sich als Goth bezeichnen kann und gleichzeitig sich herabwürdigt vor einem 2000 jahre alten Hirtengott niederzuknieen. Gothic ist schwarze Musik und wird es bleiben.
Wer das Licht sucht wie der Christliche Goth der hat glaube ich nicht nicht wirklich verstanden um was es geht. Und wenn er den inneren Kern hervorhebt sollte er verstehen dass die von ihm als sündhaft bezeichnete lebensweise die Grundlage bildet ein Goth zu sein.
Genau wie im Metal, wer sich da als Christ oder Muslim bezeichnet der hat ganz eindeutig Beruf verfehlt!
Religion ist heilbar!
Christlicher Goth
Wer sich zu den eingefleischten 'Gothics' zählt, ist in erster Linie oftmals von anderen Reizen der Szene angezogen worden als von der Musik.
Da kann man dann schon über die gottverachtenden Bands hinwegsehen - die Sünde begegnet uns tagtäglich und an jedem Ort.
Christliche Gothic-Bands dürften eben so rar sein wie christliche Punks, Metaller und Shart-Stürmer.
Sich zum Christentum bekennende Gothic-Bands könnte ich also ebenfalls nicht benennen, aber wohl jene, die es nicht nötig haben, das Klischee von der antichristlichen Szene zu bedienen. Zu meinen Favoriten zählen Zeraphine, Helium Vola und die Letzte Instanz (mit Holly D.), alle nicht satanverehrenden aufzuzählen, würde wohl den Rahmen sprengen.
Die Letzte Instanz bedient sich (trotz des etwas anstößigen Namens) übrigens desöfteren biblischer Bilder und gab sogar einige Konzerte in Kirchen. Das Lied 'Der Garten' vom neuen Album 'Schuldig' gibt ein gutes Beispiel, dass auch diese Szene durchaus positiv von Religion inspiriert ist.
Christ und Goth
Licht
Letzte Instanz und Zeraphine
Letzte Instanz und Zeraphine sind nicht wirklich Goth-Bands, gleiches gilt für Helium Vola.
Ich würde nicht soweit gehen das ganze in Christlich oder gar "Antichristlich" einzuteilen, denn das würde die oftmals sehr vielschichtigen Ansichten vieler Künstler völlig verkennen. Ich denke da nur an den multireligiösen David Tibet von Current 93 (der natürlich auch kein Gruftie ist, aber die Szene mitgeprägt hat, mehr als die meisten der eingangs genannten Bands btw.). "Antichristlich" ist ein Prädikat, dass dem relativ versumpften Metal-Bereich besser steht, auch wenn sich ähnliche Pauschalisierungstendenzen in der seit ca. 2002 anhaltenden geistigen Abwärtskurve der schwarzen Szene hinzur inhaltlichen Belanglosigkeit , eindeutig ebenfalls ausmachen lassen.
Chirstliche Symbolik, in Wort und Bild, sowie kirchliche Motive tauchen bei den meisten Künstlern immer wieder auf, entstammen sie doch alle einem stark christlich geprägten Kulturkreis bzw. gar einer immernoch stark christlichen Gesellschaft (man denke da vor allem an die amerikanische Szene der Spät-70er und frühen 80er-Jahre). Entsprechend hat man sich eben auch dort fleißig und völlig zu recht bedient, obwohl man die Metaphern da gar nicht hinsichtlich einer Pro / Contra-Position aufbrechen sollte. Das geht nämlich meistens schief und führt zu nichts.
Trotzdem ist und bleibt die Geschichte des christlichen Glaubens ein metaphorisches Bilderarsenal der Szene, im positiven wie im negativen.
Wo fängt man denn an von Christentum zu sprechen? Wird zwischen Spiritualität, Religiosität und Glaubensinstitutionen wie den verschiedenen Kirchen (Orthodoxe, Calvinisten, Katholiken, Lutheraner, Freikirchler etc.) und deren jeweiligen Deutungen unterschieden ? Nein.
Als explizit christliche Band fällt mir gerade Lacrimosa ein, ich mag sie zwar nicht, aber Wolff spielt doch auch Orgel in seiner Ortskirche, oder?
Dass viele über so etwas gar nicht mehr fähig oder bereit sind nachzudenken, sondern nur noch dumm vor sich hinkonsumieren, ist für mich u.a. auch einer der Hauptgründe, warum ich mit diesem ganzen Haufen nichts mehr zu tun haben möchte.
...
Die genannten Musiker gehören für mich zur Szene. Wenn man sich anschaut, was sich inzwischen alles als Gothic bezeichnet, sollte man beim Musikstil nicht so kleinlich sein. Aber genau diesen Einwand hatte ich erwartet.
Dass es Mode geworden ist, sich als Antichrist zu bezeichnen, wird niemand leugnen. Und christlich ist die Szene, wie ich schon sagte, in gleichem Maße wie die Welt drumherum.
Lacrimosa ist mir im Nachhinein auch eingefallen - nämlich als mir der Katzenjammer heute zufällig ans Ohr drang.
Schade, dass du dich von den Mode-Erscheinungen am Rande der Szene offenbar so negativ beeinflussen lässt. Dabei gibt es immer noch sehr viele kritische Anhänger, die nach alten 'gothischen' Idealen streben und einen immer noch attraktiven Kern bilden. Man findet sie leicht heraus aus der Masse. Was heute modern ist, ist morgen uninteressant und wandelt sich.
...und wenn sie nicht gestorben sind, dann gibt es sie noch morgen...
Gute Nacht
- Licht -
Wer sich als Antichrist
Wer sich als Antichrist bezeichnet, weiß eh nicht wovon er redet ^^ Da gibts nur einen.
Nur weil Leute und Bands zu diesem gewaltigen Moloch schwarze Szene gehören, macht sie das nicht automatisch zu Gothic-Bands, denn das ist ein Musikgenre, in welche keines der drei genannten Projekte wirklich gehören. Ich hoffe, dir ist jetzt etwas ersichtlicher, was ich egtl. damit meinte.
Nach einer Nadel im Heuhaufen suchen? Ich hab ja meine Pappenheimer, aber der Abwärtstrend in der Szene ist ja nicht mehr aufzuhalten, schau dir mal diese ganzen unsäglichen Electrobauern an...mit Müh und Not ihren Quali geschafft aber einen auf dicken Max am Wochenende machen und Parallelwelt spielen, in der man sich durch ein bisschen Schminke und Lack als was besseres fühlen kann....
lach...
...das ist wahr, obgleich ich einiges Mitleid empfinde mit einigen von ihnen.
Wer sich als 'Antichrist' bezeichnet, meint anti-christliche Einstellung, ist doch wohl klar (oder?)!
Ich weiß sehr wohl, dass die von mir angeführten Projekte [bis auf Zeraphine nach meinem Empfinden] nicht zum Musikgenre Gothic Rock zählen (denn diesen favorisiere ich vor allem anderen). Um meine Ausführungen noch ein bisschen deutlicher zu machen: ich sprach von der Zugehörigkeit zur Gothic-Kultur, welche schon in ihren Anfängen durch verschiedenartige Einflüsse geprägt wurde. Und ich glaube nicht, dass sich pirzerker in seinem Beitrag auf das Genre versteift hat. Schließlich spricht er auch vom Gothic-Gottesdienst... was´n Blödsinn, ´nen Gottesdienst nur für die Anhänger eines bestimmten Genres stattfinden lassen zu wollen...*schmunzel*
Deine Pappenheimer, ja, die hast du sicherlich. Hatte auch erst nach Verfassen meines Beitrags in dein Profil gelugt *schäm*.
Lieben Gruß, bis zum nächsten interessanten thread vielleicht,
Licht.
Hmmm...
Hmmm, eine Band kann IMHO weder christlich noch satanistisch sein, sondern nur die Musiker dahinter. Und da gibt es mehr Christen als man meint, wenn auch die wenigsten wohl dem klassischen Klischee des Whitemetal (predigen von der Bühne und missionarische Liedtexte) entsprechen. Bekanntestes Beispiel in der Metalszene (ich komme daher, deshalb kenne ich da mehr Beispiele) ist wohl Alice Cooper, der privat Sonntagsschule gibt und Golfturniere veranstaltet um für christliche Organisationen Geld zu sammeln, auf der Bühne aber dann in die Figur Alice Cooper schlüpft. Christen spielen aber auch bei Bands wie Iron Maiden, Metallica, Blind Guardian oder Slayer mit, um einige wenige sehr bekannte Bespiele zu nennen.
Was die Gothic Szene betrifft, ist wohl die bekannteste Band Lacrimosa, andere sehr hörenswerte Beispiele sind Virgin Black, The Awakening und die schon erwähnten Saviour Machine. Wobei das nun nur Bands im Gothic Metal sind, bei anderen Spielarten des Gothic kenne ich mich weniger aus.
Erstmal Danke für die
Erstmal Danke für die ausführlichen Antworten.
@ lusciana: Ich habe nie behauptet, dass Gothic außschließlich Atheisten oder gar Satanisten seien. Ich wusste lediglich nihct, dass es eine christlcihe Gruppierung mit eigener Musik innerhalb der Szene gibt. Deshalb habe ich diesen Beitrag ja gestertet. Ich will dazulernen und nicht intolerant oder arrogant sein.
@Nargothrond: Danke für den Tipp!
@Plueschtier: Deine Antwort motiviert mich am meisten sich mit dem Thema weiter auseinander zu setzen
Sorry, war nicht böse
Sorry, war nicht böse gemeint! Es sah nur in deinem Beitrag über "Weihnachten" so aus, als ob Du davon ausgehst, dass alle schwarzen Leute per se unchristlich sind.
Kein Problem
Kein Problem. Dafür sind Diskussionen ja da...
Saviour Machine
Salve!
Wenn Du ein Beispiel für klassischen White-Metal suchst der auch ohne jede Schwierigkeit schwarzkittelkompatibel ist, beschäftige Dich mal mit den Jungs von Saviour Machine. Besonders die Legend Reihe (den "Soundtrack zur Apokalypse") und davon Legend Part II kann ich hier nur wärmstens empfehlen. Selten ist die Lobpreisung des Herrn in derart verstörende und eigenwillige Musik gegossen worden.
Einfach mal die Augen offen halten ... die CD's geistern aufgrund ihres doch recht eigenwilligen Charakters immer mal wieder guterhalten für wenige Euros in den Kisten der CD-Dealer des Vertrauens herum. Einfach mal reinhören ob man damit grundsätzlich etwas anfangen kann und ggf. dem Silberling ein neues zu Hause und sich selbst einige spannende Momente mit Gänsehaut-Gefühl schenken.
Gruß
N.
_________________
We are the music-makers,
and we are the dreamers of dreams,
wandering by lone sea-breakers,
and sitting by desolate streams ...
[ODE / Arthur O'Shaughnessy]
Die Kirche
Bands wüsste ich gerade keine, vielleicht eher in Richtung Mittelalterbands. Ansonsten gibt es die Musikrichtung, äh, früher nannte man das zumindest White Metal, was Christlichen Metal bezeichnet(e).
Aber beim googlen findet man durchaus Christliche Gothicseiten.
Und unfündig, was Musik betrifft bleibt man beim googlen auch nicht. ;)
http://www.christiangoth.com/music.html
Da fällt mir ein, ich wollte den Gottesdienst am WGT immer mal besuchen, aus Interesse, hab's aber leider nie geschafft. :(
Würde mich interessieren, wie ernst man das nehmen kann.
Das Nietzsche Zitat "Gott ist tot" wird in der Tat gerne gewählt, von allen möglichen Bands. Das ich befassen sich ja auch noch öfter mit Gott und der Bibel. z.B "Kain und Abel" und "Gott ist tot". Aber auch andere Bands setzten sich, wenn auch kritisch, mit dem Thema Bibel und Gott auseinander. Das hat eine Szene, die überwiegend aus unchristlichen Menschen / Atheisten besteht, natürlich so an sich. Aber es gibt eben nicht nur Atheisten und Satanisten, sondern wie im restlichen Leben eben auch Christen und sicherlich auch andere Glaubensrichtungen.
Viele sind ja auch nie aus der Kirche ausgetreten und was den Satanismus betrifft müssen diese eben zwangsläufig, wenn sie die Existenz des "Teufels" anerkennen, auch die "Gottes" anerkennen - Ihn ablehnen, aber an ihn glauben. Wobei das in der Szene wenige betrifft, da gibt es mehr Leute die Gott und die Kirche gänzlich ablehnen, verneinen und sich selbst als an nichts, oder die Wissenschaft gläubig titulieren würden.
Wobei ich sagen würde, dass viele Bands / Interpreten gar keine Stellung beziehen. Es gibt zwar auch viele dieser ablehnenden Texte, aber eben wohl noch mehr, in denen dieses Thema gar keine Rolle spielt.
Ich weiß nicht, als Tochter eines Physikers ist's eher gegeben, keinen Glauben an einen Gott zu fassen, unter Berücksichtigung der stetigen Konfrontation mit wissenschaftlichen Fakten. Aber, ich finde den Glauben schön und wichtig für viele Menschen und schade, dass dies in der heutigen Gesellschaft verloren gegangen ist, weil man es nicht mehr braucht. Aber ganz ohne an etwas Glauben zu können ist der Mensch doch eigentlich immer verloren und da es sich nicht mehr zu "verantworten" gilt, könnte ich mir vorstellen, dass die Verrohung der Jugend auch ein wenig hier ihre Früchte trägt.
Ich finde Glauben, egal welcher Religion, solange niemandem aufgezwungen und totaler Entfremdung von der Realität eine Gute und respektable Sache.
Zudem liebe ich die kirchlichen Bauten. :)
Ich möchte auch einmal kirchlich heiraten, der Tradition halber, da ich den Brauch unglaublich schön finde und vielleicht auch ein wenig zur Sicherheit, wer weiß vor wem man sich nach dem Tod vielleicht doch noch verantworten muss. ;)
Ich weiß zwar gerade nichts
Ich weiß zwar gerade nichts von "christlichen" Bands, aber es singen ja nicht alle von "God is dead" und so ;)
Außerdem gehört in dieser Hinsicht bestimmt auch viel Klappern zum Handwerk.
Ich kenne allerdings einen Gothic, der Theologie studiert - anglikanisch. Er will Priester werden. :)
P.S.:
Das war aber ziemlich ignorant von Dir, zu denken, Gothics würden alle Atheisten oder gar Satanisten sein ;)
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