Bericht und Bilder: 3. Amphi-Festival am Tanzbrunnen in Köln 2007

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Posted by keltica on 24. July 2007 - 15:42 in Bericht

Am 21.07. war es endlich so weit. Nach einem langen Fußmarsch vom Parkplatz zum Veranstaltungsgelände standen wir vor dem Eingang zum Amphi Festival 2007 am Tanzbrunnen in Köln. Bis zum 22.07. präsentierte das 3. Orkus Open Air mit Bands wie Apoptygma Berzerk, Front 242, ASP, Unheilig und viele mehr.

Auf zwei Bühnen gaben die geladenen Bands ihr Bestes: Auf der Mainstage im Freien und auf der 2nd Stage im Theater (Industrial/Electro am Samstag, Gothic Special am Sonntag). Da die Bands auf den beiden Bühnen zeitgleich auftraten, konnten wir leider nicht bei allen Auftritten anwesend sein. Wir haben uns aber bemüht, euch über eine möglichst reiche Auswahl zu berichten:

Tag 1: Samstag, 21.07.07:

Durch den oben erwähnten "langen Fußmarsch" (Grund siehe unter Fazit!) kamen wir gerade rechtzeitig zum geplanten Auftritt von "Bloodpit". Doch schon am Eingang waren Schilder angebracht, die über den kurzfristigen Ausfall der Band informierten.

Mainstage

Diorama auf dem Amphi Festival 2007Somit begann das Festival für uns bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um 14:30 Uhr mit Diorama. Die Band präsentierte Songs aus verschiedenen Alben. "Advance" aus "Her Liquid Arms" von 2001 oder "Kein Mord" von der im März 2007 erschienenen Platte "A Different Life". Die Fans waren von Anfang an begeistert und tanzten schon beim ersten Lied unter den Sonnensegeln der Mainstage im Licht der gut umgesetzten Lightshow. So gute Stimmung bereits bei der ersten Band, ließ auf ein Wahnsinnswochenende hoffen. Dies wurde auch bestätigt. Darüber aber später mehr.

Als nächstes stand IMATEM auf dem offiziellen Programm. Von Moderater H.O.N.E.Y. (Welle Erdball) erfuhr man allerdings, dass Eisbrecher vorgezogen werden musste, weil Peter Spilles (auch Project Pitchfork) leider im Stau stand.

Eisbrecher auf dem Amphi Festival 2007So stürmte also Eisbrecher die Bühne. Das Publikum – wie soll es anders sein – auch hier gleich mit dabei. Das Eis musste gar nicht erst gebrochen werden. Die typisch durchdringende Eisbrecher-Stimme und die perfektionierten elektronisch-harten Trip-Rock-Sounds erfüllten den gesamten Open Air Bereich. Als sich Alexx Wesselsky mit "Miststück" verabschiedete und sich am Ende das Hemd vom Leib riss, war es wohl um viele Zuschauerinnen geschehen. Der sympathische Sänger, den wir auch im VIP-Bereich antrafen, gesellte sich am Sonntag beim Auftritt von Samsas Traum unter das Publikum. Ein sympathischer "Star zum anfassen", was aber keine Aufforderung an die weiblichen Fans sein soll - an die männlichen aber auch nicht.

Imatem auf dem Amphi Festival 200716:30: nun war die Bühne frei für IMATEM. Peter Spilles bedankte sich herzlich bei Eisbrecher für den Tausch. Wir an dieser Stelle auch, denn wäre es für Eisbrecher nicht möglich gewesen zu tauschen, hätten wir alle auf den Auftritt von IMATEM verzichten müssen. Das wäre schade gewesen, denn: anfangs alleine, später mit Falk Lenn (einer der vielversprechendsten Vollblut -Wortkünstler und Musiker der Szene ) auf der Bühne wirkte die Show absolut mitreißend. Das Publikum gab sich etwas weniger tanzwütig, war aber dennoch begeistert von den Sounds, die von der Bühne donnerten. Peter und Falk ergänzten sich super (z.B. bei "Seelenbrennen") und hatten sichtlich ihren Spaß auf der Bühne. Trotz des Spaßes kam die kritische Aussage der Liedtexte voll und ganz zur Geltung. Die Musik kam aggresiv rüber, wobei aggressiv hier in keinster Weise negativ behaftet ist. Text, eingespielte Samples und Videos zur Untermalung zeichneten dieses Stimmungsbild.

Funker Vogt auf dem Amphi Festival 200717:30 war es Zeit für Funker Vogt. Das Publikum änderte etwas das Erscheinungsbild, als immer mehr Funker-like gekleidete Fans vor der Bühne platzierten. Die Band präsentierte Songs vom aktuellsten Album "Aviator" (Februar 2007), z.B. "Thanatophobia", aber auch Klassiker wie "Fallen Hero" (Album "Navigator") oder "Tragic Hero" (Album "Always & Forever Vol.2") waren zu hören. "Fallen Hero" wurde vom Sänger als Lied zum "Schunkeln und Schmusen" bezeichnet, quasi als kleines Zwischenpäuschen nach dem ersten Gewitter an noch intensiveren Electro-Beats. Das Konzept der Band, Bundeswehr – Militär – Krieg, spiegelt sich natürlich auch in der Bühnengestaltung und den Klamotten der Band wieder. So gab auch der Keyboarder im Tarnanzug und mit bemaltem Gesicht alles, um dem Publikum noch mehr einzuheizen.


Unheilig auf dem Amphi Festival 2007Die abgedruckte Uhr an der Bühnenkulisse zeigte fünf vor zwölf, aber es war 18:20 Uhr. Die unheilige Stunde war gekommen. H.O.N.E.Y., der sich für jede Ansage extra umzog, kündigte Unheilig an. Der Graf, der dem Moderator sehr sympathisch war, da er auf die Frage "Bist du nervös?" mit "Ja" antwortet, wurde von einer tobenden Menge begrüßt. Schon jetzt sichtlich beeindruckt von der Reaktion des Publikums, startete er mit "Verrate mich". Bei jedem Applaus verbeugte er sich gerührt vor dem begeisterten Publikum. Bei "Astronaut" baute er am Ende des Liedes den Text "Köln, wir sind hier" ein - was das Publikum natürlich wieder an die Spitze der Begeisterung brachte. DieUnheilig auf dem Amphi Festival 2007 Songauswahl für das Amphi Festival konnte in den Wochen vorher von den Fans abgestimmt werden – eine super Idee, die von den Fans auch dankend angenommen wurde. So reichte das Repertoir von "Sage ja" über "Schutzengel" bis "Mein Stern" - mit diesem Song bedankte der Graf sich "für die wundervollen Momente". Im Anschluss badete sich die Band im Applaus. Das Publikum verlangte nach einer Zugabe und nach kurzer Absprache mit den Musikern verabschiedete sich Unheilig mit "Auf zum Mond". Ein wundervoll gelungener Auftritt, der intensive Eindrücke im Gedächtnis behalten lässt. Selten erlebt man eine Band, die so um das Publikum bemüht ist. Auch für unseren Grafen war die Stimmung auf dem Amphi etwas besonderes. Diesen Eindruck hat Unheilig jedenfalls bei uns hinterlassen.

ASP auf dem Amphi Festival 2007Nach Unheilig trat ASP auf die Bühne (nicht "A-S-P", sondern "ASP" aussprechen ;-) , laut Moderator ein Spitzname des Sängers). Der anfangs teufels-ernste Sänger konnte sich nach der Publikumsbegeisterung doch nicht mehr halten und die Fans entlocktem ihm ab und an ein dankendes Lächeln. Schon bei "Sing Child" tanzten die Fans vor der Bühne was das Zeug hielt – der charismatischen Erscheinung konnte sich niemand entziehen. "Ich bin ein wahrer Satan" wurde angekündigt mit: "Im nächsten Stück geht es nicht um Satanismus" (vom Publikum kam ein enttäuschtes "ohhh") "sondern um Freiheit". Natürlich durfte die Goth-Punk-Hymne "Ich will brennen" nicht fehlen. ASP bedankte sich bei den Fans: "Vielen Dank Ihr schönen Menschen auf dem Amphi" und gab nach "vorwärts, abwärts" die Bühne frei für Front 242.

Front 242 auf dem Amphi Festival 200721:00 Uhr: Front 242. Eine kleine Verzögerung bei den Umbauten veranlasste das Publikum zu immer lauter werdenden "2-4-2"-Rufen. H.O.N.E.Y. trat auf die Bühne und "pflaumte" die Fans an: "Also ich finde das rentnermäßig von Ihnen. Könnten Sie bitte von Schildkröte auf Hase stellen?". So wurden die Menge also noch lauter und der Moderator kündigte schließlich die Band an, die er als "Anfang von Allem" bezeichnete, da sie damals als Vorband von Depeche Mode anftrat... Die Band betrat die Bühne und schon beim ersten Lied war die aggressive aber friedliche Stimmung zu spüren. Diese hielt sich auch bis zum Schluss – die Begeisterung von den eletronischen Sounds (von Front 242 wurde der ursprüngliche Electro-Sound wiederentdeckt und steht seitdem im Mittelpunkt ihrer Arbeit) in Kombination mit der Bühnenperformance und brach bis zum Ende nicht ab. Wir sprachen vor dem Auftritt mit einigen Besuchern, die ausschließlich wegen Front 242 angereist waren. Bis jetzt haben wir noch keine einzige kritische Stimme gehört. Ausschließlich Begeisterung, was wiederum zum gesamten Amphi 2007 passt!

2nd Stage

Um 18:20 Uhr gab sich Spetsnaz auf der 2nd Stage im Theater die Ehre. Wie erwartet war die Stimmung aggressiv. Die Schweden gaben alles: Pontus nutzte das volle Ausmaß der Bühne und präsentierte die Songs mit der typischen "Spetsnaz-Stimme". Am besten beschreibt man das wohl auf englisch: he was screaming at the top of his lungs ;-) Stefan dagegen ist am Schlagzeug voll in seinem Element. Genau das kam auch so an!

20:20 Uhr: Aggressive Stimmung auch bei der Electro-Industrial-Band Feindflug. Mit dem Publikum wieder voll dabei, brachte die Band eine gute Auswahl an Songs aus mehreren Alben mit auf die Bühne. Feindflug steht dafür, dass sich die Menschen Gedanken machen über die Missstände in der Welt. In diesem Sinne: Use your brain and think about it!


Der erste Tag des Amphi Festivals war somit schon vorüber und wir liefen um kurz nach 22:00 Uhr mit massenhaft nachhaltigen Eindrücken im Kopf vom Tanzbrunnen zurück zu unserem Auto – und waren schon gespannt auf Tag 2. Am meisten hat uns die wahnsinnige Stimmung begeistert. Von der ersten bis zur letzten Band wurde ein Stimmungshoch erreicht, das wir lange nicht mehr so erlebt hatten. Dass alles friedlich ablief, braucht in unserer geliebten Gothic-Szene eigentlich nicht extra erwähnt werden. Man kennt es ja nicht anders. Darauf sollten wir sehr stolz sein, weil es in der heutigen Zeit wohl eher eine Ausnahme ist!

Tag 2: Sonntag, 22.07.07:

Etwas müde schienen die Festivalbesucher um die Mittagszeit des zweiten Veranstaltungstages. Ob es wohl an der Aftershow Party lag? Die meisten hatten sich schon einmal einen Sitzplatz vor der Hauptbühne gesichert und warteten auf den Auftritt der ersten Band.

Mainstage

Portion Control auf dem Amphi Festival 2007Um 13:00 trat Portion Control auf die Bühne – die 1980 gegründete Gruppe aus England für H.O.N.E.Y. eigentlich ein Headliner. 1987 verschwand die Band für 17 Jahre, um 2004 mit dem Album "wellcome" zurückzukehren. Seitdem ist die Band wieder aktiv und hat mehrere Platten herausgebracht – zuletzt "filthy white guy" im Jahr 2006. Der Sänger im weißen Lonsdale-T-Shirt richtete überraschenderweise keine Begrüßung an das Publikum und wirkte insgesamt etwas zurückhaltend. Die Fans ließen sich aber nicht beirren und tanzten zu einer reichen Auswahl an Songs zu der unter anderem auch "Blind Eyes" zählte. H.O.N.E.Y. stand mitten im Publikum und hörte sich die Band an.

Saltatio Mortis auf dem Amphi Festival 2007Um 13:50 Uhr zogen Spielleute auf die Bühne: für Saltatio Mortis. Nach "Salz der Erde" und einem donnernden "Wo seid Ihr?" des Sängers war dann auch der letzte im Publikum hellwach und voll dabei. Der typische Mittelaltersound mit Trommeln und Sackpfeifen, mit "elektronischen Instrumenten" unterstützt, brachte die Menge wieder richtig in Schwung. Vor dem "Spielmannsschwur" kündigten die Totentänzer ihre neue Platte "Aus der Asche" an, die ab dem 31.08.07 im Handel erhältlich sein wird. Man darf sich also schon freuen!

Heimaterde auf dem Amphi Festival 200714:40Uhr: Heimaterde. Die Kombination aus harter Elektronik und sanften Melodien lässt gut tanzbare Songs entstehen, die die Band in Kreuzritter-Gewändern performten. Die Bühnenshow war mehr als ungewöhnlich, ist aber typisch für Heimaterde. Kreuzritter auf der Bühne und schon begann es zu regnen. Ein Zeichen? Die Fans ließen sich von dem relativ kurzen Regenschauer nicht beirren und wurden dafür mit Songs wie "Endlos", "Gib mir" oder "Mörder" belohnt. Ein neues Album wurde für Ende 2007 angepriesen.

mesh auf dem Amphi Festival 2007Um 16:40 Uhr war Mesh an der Reihe und verwöhnte die Festivalbesucher mit etlichen Highlights wie "What are you scared of", "Crash" oder "Fragile", bei dem im Video auf der Leinwand sogar der Text eingeblendet wurde, sodass auch wirklich jeder mitsingen konnte. Die Alternative-Band präsentierte somit eine gute Songauswahl aus den frühesten ("Fragile" 1994) bis zu den neuesten Platten ("Crash", "We Collide", "My Hands Are Tied" 2006).

Samsas Traum auf dem Amphi Festival 200717:30 Uhr und Zeit für Samsas Traum. 1996 als Soloprojekt von Alexander Kaschte gestartet, sorgte die Veröffentlichung der "Nostalgische Atavismen" schnell für Diskussionen. Die Band hat bis heute so gut wie alle Stadien der Musikkritik durchlaufen und gilt heute als eine der kuriosesten Gruppen in der deutschen Gothic- und Alternative-Szene. Mit Eisbrecher-Sänger Alexx Wesselsky im Publikum haute die Band mit Lieder wie "Endstation Eden" oder "Stromausfall im Herzspital" so richtig rein.

Frontline Assemby auf dem Amphi Festival 2007Um 18:40 Uhr performte Frontline Assembly mit Tarnnetzen auf der Bühne Industrial vom Feinsten. Seit 1987 bahnte sich die Gruppe den Weg durch das Industrial-Genre und gilt seitdem als eine der angesagtesten Bands der Szene. Das Album "Tactical Neural Implant" mittlerweile ein Klassiker. Die Band heizte den Fans gehörig ein, der Versuch, ein Tuch ins Publikum zu werfen, ging aber schief. Es landete im Pressebereich und keiner der Fans konnte es erhaschen...

Subway to Sally auf dem Amphi Festival 2007Schon am Eingang konnte man den Infoplakaten entnehmen, dass die Autogrammstunde mit Subway to Sally ausfällt. Die Fans wurden aber vom Sänger entschädigt. Er erklärte dem Publikum, dass es wohl einen Krankenhaus-Zwischenfall gegeben habe, er aber nach dem Auftritt neben der Bühne Autogramme verteilen werde – ein schöner Zug. Ab 19:45 präsentierte das Septett die typische Rock- und Metalmusik, angereichert mit mittelalterlichen Melodien. Die Songs fegten nur so in das Publikum, das die Band mit allen Mitteln unterstützte. Was es mit der "Sieben"-Gestik auf sich hat, muss wohl erst gar nicht mehr erklärt werden. Die geniale Feuershow mit Flammenwerfern, Feuerspuckern und lodernden Flammen im Hintergrund beeindruckte einfach alle und sorgte für riesige Begeisterung. Getopt oder zumindest genauso gut kam an, dass bei "Eisblume" zwei Fans auf die Bühne gezogen wurden, die für den Rest des Songs "von oben" mitfiebern durften. "Zwei männliche Eisblumen, sind sie nicht schön die beiden?". Der Auftritt war perfekt – was wieder einmal beweist, dass Subway zu den besten Live-Bands Deutschlands zählt – der Gesang des Publikums war noch lange nach dem Auftritt zu hören.

Apoptygma Berzerk auf dem Amphi Festival 2007Den krönenden Abschluss des Amphi Festivals 2007 bildete Apoptygma Berzerk. Um 21:00 kündigte der Welle:Erdball-Sänger die Gruppe freudig an: "...denn sie wissen wie man einen C64 einstellt ..." Wir durften das einzige Konzert der Norweger in Deutschland in diesem Jahr miterleben und waren hin und weg. Vor der Bühne versammelten sich einige Fans, die schon lange in der schwarzen Szene sind. Das Durschnittsalter der ersten Reihen stieg. Wer jetzt glaubt, dass die Stimmung dadurch fällt, liegt allerdings völlig falsch. Genau das gegenteil war der Fall. In den ersten Reihen wurden sämtliche Lieder komplett mitgesungen. Wir waren schwer beindruckt! Die Gruppe performte einen Auftritt, den man im Filmbereich als einen Blockbuster bezeichnen würde. Es gab eigentlich nur Stimmungshöhepunkt. Dieser dauerte aber den ganzen Auftritt über an. Als Songs wie "Eclipse", "Nonstop Violence" oder "Love Never Dies" präsentiert wurden, hatten wohl die meisten eine Gänsehaut. Großes Kompliment auch an den Gitarristen. Dieser sorgte auf der linken Seite der Bühne für absolute Begeisterung! Als Abschluss kam Mesh mit auf die Bühne und zusammen verabschiedeten sie sich mit "Why are you always mouring" . Von diesem genialen Auftritt behält wohl jeder besondere Eindrücke zurück.

2nd Stage

Emilie Autumn auf dem Amphi Festival 200715:20 Uhr: Emilie Autumn. In einer theatralischen Show – mal mit düsterer und aggressiver, mal mit sanfter Stimme zeigte Emilie Autumm ihre Vorliebe für Electro-Industrial-Sounds kombiniert mit Geigenklängen. Wer mit dem Begriff "Victoriandustrial" nichts anfangen kann, dem sei nur soviel gesagt: Eine Bühnenshow der Extraklasse mit faszinierenden Sounds und Gesang wirkte auf das Publikum, das sich bis zum Schluss nicht aus Emilies Bann lösen konnte.

Zeromancer auf dem Amphi Festival 200719:20 Uhr: Zeit für Zeromancer. Leider gab es Probleme bei den Umbauarbeiten bzw beim Soundcheck. Bis auf den Sänger waren die Bandmitglieder schon auf der Bühne und konnten aber erst ca. 30 Minuten verspätet mit ihrem Programm beginnen – dafür dann aber richtig. Im Jahr 2000 bei den GAMA Awards als bester Newcomer mit dem Album "Clone Your Lover" ausgezeichnet, legten die Norweger einen Auftritt hin, der die anfängliche Verzögerung schnell vergessen ließ. Die Begeisterung war so groß, dass Sänger Alex Moklebust bei "Chrome Bitch" ein "Hey, take it easy, ok?" ins Publikum werfen musste. Hier wurde wohl etwas zu wild getanzt.


Fazit:

Ein lohnendes, gut organisiertes Festival mit vielen Verkaufsständen, aber leider Hammerpreisen, was Speisen und Getränke betrifft. 3,50 Euro für 0,5 Liter Cola ist aus unserer Sicht schon überzogen. Auch die Essenspreise hatten es in sich und dafür bekam man nicht mal immer wirklich warme Mahlzeiten. Der Veranstalter gab sich im Voraus alle Mühe, den Besuchern wenigstens Tetrapaks erlauben zu können, aber die Bitte wurde vom ansässigen Gastronomen knallhart verwehrt. Hierfür ein riesen Minus – allerdings nicht an Amphi. Pluspunkt: Es wurden Trinkwasserspender aufgestellt, bei denen man sich seine Flaschen mit Wasser immer wieder auffüllen konnte. Danke Amphi!

Noch ein großes Ärgernis war die Parkplatzproblematik. Vom eigentlichen Eingang wurden die Autofahrer zu einem mysteriösen P21 geschickt. Also fuhren wir die nicht enden wollende Straße entlang und wunderten uns, warum wir erst bei P24 und P23 vorbei fuhren, was auf eine immer noch größer werdende Distanz hinwies. Wir entschlossen uns mit einem "das kann doch nicht sein" umzukehren und unter einer Brücke bei der Therme zu parken. Als wir uns am Sonntag auf den Heimweg machten, kamen wir dann doch an P21 vorbei – ich kann nicht sagen wie viele Kilometer weit dieser Parkplatz vom Festivalgelände entfernt war – aber bevor man hier parkt, kann man auch gleich vom Hotel aus laufen. Über diese Problematik hörte man die Besucher immer wieder schimpfen. Wenigstens waren die Parkplätze umsonst – dafür auch noch Geld zu verlangen, wäre echt ein Witz gewesen... Falls es einen kurzen Schleichweg von P21 zum Festivalgelände gibt, sagt uns bitte Bescheid.

Ein großes Plus geht sowohl an die Location selbst mit den festen Sanitäreinrichtungen (keine Dixies, puh!) , dem schönen Brunnen und an die Behindertenfreundlichkeit. So konnten auch Rollstuhlfahrer ohne Probleme am Festival teilhaben. Der Einlass ging zügig vonstatten und auch die Umbauarbeiten auf den Bühnen ging meist sehr schnell, sodass es zu keinen allzu langen Überbrückungszeiten kam.

Zum Schluss müssen wir noch einmal die wahnsinnig gute Stimmung an beiden Tagen erwähnen. Man konnte bei vielen Bands sehen, dass auch hier die besondere Stimmung vom Publikum auf die Bands übersprang. Beim Tippen dieser Zeilen bekomme ich deshalb gerade wieder eine Gänsehaut und freue mich schon jetzt auf 2008!

Bilder zum Festival findet ihr in der Galerie .

Herzlichen Dank an Marco und Ronny vom Amphi Festival!

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musikmaker on 1. September 2007 - 18:49
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Kostenlose Musik

Hallo Leute
Wer sich für Dark-Elektro intressiert sollte mich mal besuchen bei myownmusic,
wo ich auch als XANK zu finden bin.Das Dark-Elektroalbum ist neu und noch im Aufbau,doch da kommen bald noch mehr böse sachen dazu :-)
Gruß Thomas

schwarzmeister on 25. July 2007 - 22:30
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Nachtrag zum Amphi Festival 2007

Soeben haben wir vom Veranstalter die offiziellen Zahlen zum Amphi Festivals bekommen:

Pro Festivaltag sorgten über 9. 000 begeisterte und friedvolle Besucher
für eine aussergewöhnliche Atmosphäre im wunderschönen Tanzbrunnen zu Köln. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Besucherzahlen um 30% erhöht.

Absage Bloodpit:
Leider wurde in der Nacht zum Samstag kurzfristig der Auftritt der
finnischen Band Bloodpit krankheitsbedingt abgesagt.

Ausblick Amphi Festival - The Orkus Open Air 2008:
Auch 2008 wird es wieder ein Amphi Festival mit hervorragendem Lineup geben.
Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren. Die Entscheidung über die Location für 2008 wird bis Ende August gefällt sein.

Wir freuen uns schon jetzt auf 2008!

musikmaker on 30. July 2007 - 18:42
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Amphifestival

Hallo Leute
Front sorgte mal wieder bis auf die kurze Darbietung für das Stimmungshoch des Abends.
In alter traditon spielten sie ihren proffesionellen und brachialem Elektrosound.
Wer sich für Darkacid intressiert sollte mich mal besuchen bei myownmusic,
wo ich auch als musikmaker zu finden bin.Das Dark-Acidalbum ist neu und noch im Aufbau,doch da kommen bald noch mehr böse Sachen dazu :-)
Gruß Thomas

schwarzmeister on 30. July 2007 - 19:35
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Stimmung auf dem amphi

Hallo Musikmaker,

also ich bin der Meinung, dass man gar nicht von einem Stimmungshoch reden kann. Die Stimmung war von der ersten bis zur letzten Band genial. 48 Stunden Stimmungshoch! Naja der Unheilig Fan sagt: Bei unhäleig sei die Stimmung am größten, der asp Fan sagt bei asp war die Stimmung noch besser.... Ich bleib bei meiner Meinung: Stimmungshoch während der gesamten Veranstaltung.

Grüße
schwarzmeister

musikmaker on 1. August 2007 - 17:34
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Antwort schwarzmeister

Naja.....das war auch kein objektives statement,hi.
Fand auch die ganze Veranstaltung sehr gelungen,aber als langjähriger Frontfan hatte
ich meinen musikalischen Höhepunkt beim letzten Act :-)

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